BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - ECPv6.16.3//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-ORIGINAL-URL:https://hamburg.vvn-bda.de
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Paris
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20230326T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20231029T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20240331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20241027T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20250330T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20251026T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Paris:20240720T080000
DTEND;TZID=Europe/Paris:20240804T170000
DTSTAMP:20260601T062827
CREATED:20240517T111040Z
LAST-MODIFIED:20240626T090051Z
UID:6979-1721462400-1722790800@hamburg.vvn-bda.de
SUMMARY:Ohlsdorfer Friedensfest 2024
DESCRIPTION:Das Ohlsdorfer Friedensfest wird 2024 vom 20. Juli bis zum 4. August stattfinden.\nNähere Informationen zum Programm werden in Kürze bekannt gegeben. \nIm Jahr 1943 erlebte Hamburg während der Nächte des „Hamburger Feuersturms“ die heftigen Bombenangriffe der Alliierten – eine unvorstellbare und schreckliche Kriegskatastrophe.\nDieses verheerende Ereignis für die Stadt und ihre Einwohner war eine direkte Folge der nationalsozialistischen Herrschaft. Dies wirft die Frage auf: Ist es angemessen\, in diesem Kontext von einem „Friedensfest“ zu sprechen? Das Friedensfest versteht sich als Gedenkveranstaltung an die Befreiung vom Nationalsozialismus und betont die heute geltenden demokratischen Werte\, insbesondere die Achtung der Menschenwürde\, die vom NS-Regime zutiefst missachtet wurden. \nZwischen 2003 und 2009 führten Neonazis an den Gräbern der Bombenopfer provokative Kundgebungen durch und versuchten\, die Verbrechen des Nationalsozialismus zu relativieren. Als Reaktion darauf wurde das „Bündnis Ohlsdorfer Friedensfest“ gegründet. Dieses Bündnis setzt durch das Friedensfest ein Zeichen gegen solche Geschichtsverfälschungen und stellt einen konstruktiven Gegenentwurf dar. Darüber hinaus wird im Rahmen des Friedensfestes nach neuen\, angemessenen Formen des Gedenkens gesucht und diese werden ausprobiert\, womit das Fest ein Beispiel für aktives Friedenshandeln ist. \nDas Ohlsdorfer Friedensfest 2024 bietet vom 20. Juli bis zum 4. August ein abwechslungsreiches Programm mit Ausstellungen\, Konzerten\, Lesungen und Rundgängen. \nProgramm:\n \nSmstag\, 20. Juli\n15.00 I Eröffnung\nEröffnung des Festes durch Michael Batz\nSholem zol zayn – Friede soll sein\nJiddische Lieder und Klezmer spielt das Ensemble A Mekhaye\nDas Bündnis Ohlsdorfer Friedensfest stellt sich vor\n16:30 I Gesellschaftliche Diskursentwicklung nach rechts und wie wir dagegen aktiv sein können\nBeitrag vom Hamburger Bündnis gegen Rechts \nSonntag\, 21. Juli\n11:00 I Musik/Grußwort: Ole Borgardt\, ver.di\n11:20 I Schwarzer und grüner Winkel\nWir erinnern an die vergessenen Opfer des National- sozialismus\, die mit dem grünen und schwarzen Winkel von den Nazis als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ gebrandmarkt wurden. Sie wurden in Konzentrationslager gesperrt\, gefoltert und umgebracht.\nLiane Lieske berichtet aus dem Leben ihrer Großmutter\, die als sog. Asoziale verfolgt wurde (schwarzer Winkel).\nFrauke Steinhäuser berichtet über die Opfer des grünen Winkels\, die als sogenannte Berufsverbrecher diskreditiert wurden\, sowie über die Planungen zur Einrichtung einer Gedenkstätte beim Versorgungsheim Farmsen.\n13:30  – Lesung zu Martha Naujoks\nBiografie Martha Naujoks. Über eine kommunistische Widerstandskämpferin\, die sich 1933 im Untergrund weiter für die KPD engagierte und dafür in Schutzhaft genommen wurde. Nach der Entlassung ging sie ins Exil und kämpfte von hier weiter gegen den Nationalsozialismus.\nMusikalische Begleitung: Sascha Nedelko Bem \nSamstag\, 27. Juli \n11:00 I Radtour zu Grabstätten von Aktivistinnen gegen Repression und Krieg.\nMit Rita Bake vom „Garten der Frauen“\nStart am S-Bahnhof Ohlsdorf (Vorplatz)\, Dauer ca. 3 Std. Ende am Friedenszelt\n14:30 I Irmgard Keun – Überlebt mit Mut und Chuzpe\nIhr erster Roman machte die junge Autorin 1931 über Nacht berühmt. Doch 1933/34 wurden ihre Bücher beschlagnahmt\, verboten und verbrannt. Keun ging ins Exil in die Niederlande. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in ihr Zufluchtsland kehrte Keun unter abenteuerlichen Umständen illegal nach Deutschland zurück. Dort lebte sie unter falschem Namen bis zum Kriegsende in Köln.\nDie Schriftstellerin Susanne Bienwald möchte Einblick geben in das bewegte Leben dieser mutigen Autorin. \nSonntag\, 28. Juli\n11:00 I Andacht am Mahnmal für die Bombenopfer auf dem Friedhof Ohlsdorf\n„Widerständiges Leben“ – das Motto des Friedensfestes 2024 – war für viele biblische Propheten Alltag. Mit Worten versuchten sie die Gesellschaften ihrer Zeit zu verändern\, so wie es die Hamburger Helmuth Hübener und Walter Gutmann in der Nazi-Zeit versuchten. An sie wollen wir erinnern und derer\, die NS-Zeit und Zweiten Weltkrieg nicht überlebten\, gedenken.\nMit den Pastor*innen Annelott Bader\, Ohlsdorf-Fuhlsbüttel\, Andreas Holzbauer\, Steilshoop\, Hanno Billerbeck\, Neuengamme\, sowie Gero Weiland\, Trompete.\n12:30 I „Wer hat schon eine Oma im Widerstand“.\nJenny und Inés Fabig in Erinnerung an ihre Großmutter\, die Widerstandskämpferin Anita Sellenschloh – eine Lesung mit musikalischer Begleitung (live).\nIm Anschluss gehen wir wieder zum Gräberfeld der „Valvo-Frauen“\n15:00 I „Was gibt es besseres als einen Krieg zu verraten“\nLudwig Baumanns Vermächtnis in den Kriegen von heute. Dialoge gegen die Kriegsertüchtigung. Mit einem Kurzfilm über den Wehrmachtsdeserteur und Friedensaktivisten Ludwig Baumann (1921-2018). Veranstalter: Bündnis Deserteursdenkmal und Initiative „Sedanstraße umbenennen“ \nDienstag\, 30. Juli\n14:00 I Auf der Grabanlage der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft östlich der Linnestraße liegen neben Soldaten noch andere Opfer\, die keine Soldaten waren. Eine Kennzeichnung der Gräber nach Opfergruppen fehlt jedoch. Zum Ohlsdorfer Friedensfest macht der Jugendarbeitskreis des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. an ausgewählten Grabstätten sichtbar\, um welche Opfer es sich genau handelt und wo ihre Gräber liegen.\nDialog und Austausch während der Aktion sind erwünscht. \nMittwoch\, 31.Juli\n14:00 I Begegnungscafé ehemals NS-Verfolgter\nMartha und Harry Naujoks\nZwei Lebensgeschichten im Widerstand gegen den Nazismus\, musikalisch begleitet von Uwe Böhm \nSamstag\, 3. August\n13:00 I „Weg der Erinnerung“\nDie Wandsbeker Bezirksversammlung hat beschlossen\, einen „Weg der Erinnerung“ mit Stelen und QR-Codes zu den Wandsbeker Gedenkstätten zu schaffen. Stefan Romey und Peter Pape werden berichten zu der Entstehung und zu einzelnen ausgewählten Stationen.\n14:00 I Vortrag: Wiederaufrüstung von 1933-1939\nDer Versailler Vertrag sah eine enge Begrenzung der militärischen Stärke Deutschlands nach 1919 vor. Wolfgang Kopitzsch stellt dar\, wie dies weder die Reichswehr\, noch zahlreiche politische Parteien und Organisationen an der Planung der Aufrüstung\, spätestens seit 1922 und besonders ab 1933. \nSonntag\, 4. August\n11:45 – 13:00 I Vortrag: Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Hamburg\nAuf das Ohlsdorfer Friedensfest wurden schon mehrfach Angriffe verübt – Teil der langen Geschichte rechter Gewalt in Hamburg seit Ende des Zweiten Weltkriegs? Alyn Šišić und Lennart Onken\, die die erfolgreiche Wanderausstellung „Rechte Gewalt in Hamburg von 1945 bis heute“ der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte entwickelt haben\, beschreiben anhand verschiedener Beispiele die Vielzahl rechter Gewalttaten in Hamburg. Sie informieren über Täter*innen und deren Netzwerke\, über die Betroffenen der verübten Gewalt wie auch über verschiedene Formen der Gegenwehr quer durch die Jahrzehnte. Eine Kooperation des Bündnis Ohlsdorfer Friedensfest und der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. \n  \n 
URL:https://hamburg.vvn-bda.de/event/ohlsdorfer-friedensfest-2/
CATEGORIES:Führung,Gedenkveranstaltung,Gespräch,Lesung,Rundgang
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://hamburg.vvn-bda.de/wp-content/uploads/sites/16/2024/05/INSTA-VORLAGE6.jpg
END:VEVENT
END:VCALENDAR