80 Jahre Curiohaus-Prozesse

26. Februar 2026

Im Frühjahr 2026 erinnert die Veranstaltungsreihe „80 Jahre Curiohaus-Prozesse“ an die britischen Militärgerichtsverfahren, die zwischen 1945 und 1949 im Hamburger Curiohaus stattfanden. Im Gebäude der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft wurden damals in 188 Verfahren insgesamt 504 Angeklagte wegen nationalsozialistischer Verbrechen vor Gericht gestellt – insbesondere im Zusammenhang mit dem KZ Neuengamme und seinen zahlreichen Außenlagern.

Gemeinsam mit der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen, der GEW Hamburg und weiteren Partner*innen beteiligen wir uns an dieser Reihe. Sie nimmt die historische Bedeutung der Curiohaus-Prozesse in den Blick und fragt zugleich nach ihrer Gegenwartsrelevanz: Wie wurde nach 1945 Recht gesprochen? Welche Rolle spielten Überlebende als Zeug*innen? Wer wurde zur Verantwortung gezogen – und wer entging der Strafverfolgung? Und was folgt daraus für unseren antifaschistischen Auftrag heute?

Für uns als VVN-BdA Hamburg ist die Auseinandersetzung mit den Curiohaus-Prozessen untrennbar mit dem Schwur der befreiten Häftlinge von Buchenwald verbunden: „Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht.“ Angesichts zunehmender Geschichtsrevisionismen und rechter Ideologien bleibt dieser Anspruch aktuell.

Wir beteiligen uns mit eigenen Beiträgen an der Reihe und laden herzlich zur Teilnahme ein.
Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei, teilweise ist eine Anmeldung erforderlich.

Das vollständige Programm mit allen Terminen und Informationen findet ihr hier