Redebeitrag der VVN-BdA Hamburg zum Antikriegstag 2021

2. September 2021

Gemeinsame Veranstaltung des DGB mit dem Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AVS),

der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) und dem Auschwitz-Komitee

Liebe Freundinnen und Freunde,

am 22. Juni diesen Jahres jährte sich der Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion zum 80. Mal. Als die Wehrmacht am
8. Mai 1945 endlich besiegt und das Nazi-Regime zerschlagen war, hatte die Sowjetunion unter den Alliierten mit Abstand die größten Opfer gebracht.

Mindestens 25 Millionen Menschen haben ihr Leben in diesem Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg verloren. Der 80. Jahrestag des Beginns dieses gigantischen Verbrechens war der Bundesregierung keine Gedenkveranstaltung wert.

Bundespräsident Steinmeier hielt wenige Tage zuvor „die zentrale Gedenkrede im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, wo er die Ausstellung „Dimensionen eines Verbrechens. Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg“ eröffnete. Die Rede war gut. Was aber folgt daraus?

Mit dem „Vier-plus-Zwei-Vertrag“ wurde 1990 nach allgemeiner Lesart die Nachkriegs-Zeit beendet und der Weg für die Eingliederung der DDR in die Bundesrepublik Deutschland geebnet. Die Voraussetzung dafür war die Zusicherung, dass die NATO ihren Bündnisradius nicht nach Osten, also nicht bis an die Grenze der noch existierenden Sowjetunion ausdehnen würde. Dass der Nachkriegs-Zeit ein neuer Kalter Krieg folgen könnte, schien damals offensichtlich undenkbar, sonst wäre es an dieser Stelle wohl nicht bei einer mündlichen Vereinbarung geblieben.

Heute steht die NATO ganz nah an der russischen Westgrenze, und wer die Landkarte anschaut, kann sehen, warum die Konflikte um Belarus und die Ukraine die Konfrontation zwischen Russland und der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft so massiv befördern: träten beide der NATO bei, wäre damit die russische Westgrenze nördlich des Schwarzen Meeres gänzlich umstellt.

Ja, Putin ist ein Autokrat, der Nationalismus schürt, Demokratie und gesellschaftliche Vielfalt verachtet – genau wie Erdogan. Ja, er hat die Krim völkerrechtswidrig annektiert – genau wie Erdogan die von türkischen Truppen besetzten Teile Syriens in die türkischen Wirtschafts- und Verwaltungsstrukturen eingegliedert.

Während derartige Herrschaftsformen und –praktiken, die im Fall des NATO-Verbündeten Türkei öffentlich kaum thematisiert werden und offensichtlich hingenommen werden, hat der neue Kalte Krieg gegen Russland schon begonnen, ist Putin zum Feindbild der selbst ernannten „Freien Welt“ erkoren.

Ja, Russland brüstet sich mit der Entwicklung des Hyperschall-Gleitflugkörpers „Avangard“, der atomar bestückt werden und nahezu jeden Punkt der Erde erreichen kann, ohne von der gegnerischen Raketen-Abwehr bemerkt zu werden.

Aber wird nicht auch Russland von Westen her atomar bedroht? Die Bundeswehr soll auch künftig mit 45 Kampfflugzeugen des Typs F18 von Boeing und bis zu 93 Eurofighter von Airbus die „nukleare Teilhabe“ Deutschlands an der neuen Generation amerikanischer Atombomben von Büchel aus sicherstellen.

Sicher greift es zu kurz, das gigantische Aufrüstungsprogramm für die Bundeswehr, das aktuell in Arbeit ist und das durch die Erhöhung des Rüstungsetats auf die in der NATO verabredeten 2 % des Brutto-Inland-Produkts finanziert werden soll, ausschließlich unter diesem Geschichtspunkt zu begreifen. Dafür steht allein schon die Fregatte „Bayern“, die neuerdings im Indo-Pazifik kreuzt und dafür stehen natürlich die Kriegseinsätze der Bundeswehr von Afghanistan bis Mali.

Aber 80 Jahre nach dem Beginn des deutschen Raub- und Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion ist uns die kriegerische Agenda, die seit Jahren Teil der politischen Debatte geworden ist, Anlass zu ernster Sorge. Wir fordern deshalb von der kommenden Bundesregierung entscheidende Schritte zu einer neuen Abrüstungs- und Entspannungspolitik.

  • Wir begrüßen den von 122 UN-Mitgliedsstaaten beschlossenen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen und fordern die Bundesregierung auf, diesem beizutreten.
  • Wir begrüßen auch alle weiteren UN-Beschlüsse zur Rüstungsbegrenzung und Abrüstung wie die Resolutionen zur Begrenzung der Rüstung im Weltraum und fordern von der Bundesregierung diese zu unterstützen.
  • Wir fordern von der Bundesregierung dazu beizutragen, dass von den USA aufgekündigte Verträge zur Rüstungsbegrenzung – wie der INF-Vertrag – wieder hergestellt und um weitere ergänzt werden.
  • Wir fordern Abrüstung statt Aufrüstung und erwarten entsprechende Initiativen von der Bundesregierung!

Cornelia Kerth für die VVN-BdA Hamburg

Wir trauern um Esther Bejarano

10. Juli 2021

Heute Nacht ist unsere Ehrenpräsidentin Esther Bejarano ruhig und friedlich eingeschlafen.

Wir alle kannten sie als eine Frau von großer Entschiedenheit und geradezu unglaublichem Elan, die viele von uns noch bis vor kurzem auf der großen Bühne erleben durften. Zuletzt saß sie am 8. Mai auf unserer kleinen Bühne im Hamburger Gängeviertel und erzählte von ihrer Befreiung am 3. Mai 1945 durch Soldaten der Roten Armee und der US-Armee, die kurz nacheinander in der kleinen Stadt Lübsz eintrafen. Dort hatte Esther mit einigen Freundinnen aus dem KZ Ravensbrück Unterschlupf gefunden, nachdem sie gemeinsam dem Todesmarsch entflohen waren.

Wenige Tage zuvor, am 3. Mai, den sie ihren zweiten Geburtstag nannte, hat Esther sich noch mit einer Video-Botschaft zum Tag der Befreiung an uns alle gewendet. Darin bezog sie noch einmal deutlich Stellung zu aktuellen Auseinandersetzungen in der Stadt Hamburg und im ganzen Land. Obwohl sie dabei schon im Rollstuhl saß, waren ihre Worte klar und ihre Stimme kräftig:

https://www.auschwitz-komitee.de/5249/esther-bejarano-wir-sind-da-meine-befreiung-im-mai-1945-und-meine-hoffnungen/

Wir verdanken Esther viel; sie war immer da, wenn wir sie brauchten.

Als 1990 zum ersten Mal ein Bundessprecher:innenkreis gewählt werden sollte und dafür Personen gesucht wurden, die Tradition und „Neuanfang“ verkörperten, stand sie dafür zur Verfügung und wurde eine unserer ersten Bundessprecherinnen in einer Zeit, in der wir der Diffamierung des Antifaschismus als „diskreditiert“ und „überkommen“ entgegentreten mussten. Sie hat einen großen Anteil daran, dass das gelungen ist.

Zum 50. Geburtstag der VVN richtete sie zusammen mit Peter Gingold einen bewegenden „Appell an die Jugend“: https://perlavitamovie.files.wordpress.com/2013/08/appell-an-die-jugend-vers-2005-esther-bejarano-und-peter-gingold-doc.pdf

Als im November 2019 das Finanzamt für Körperschaften in Berlin unsere Gemeinnützigkeit bestritt, schritt sie mit ihrem flammenden Appell an Olaf Scholz „Das Haus brennt und Sie sperren die Feuerwehr aus“ ein und verbreiterte die öffentliche Debatte. Damit hat sie wesentlich zu unserem Erfolg in dieser Auseinandersetzung beigetragen.

Nun ist die unermüdliche „Zeitzeugin“ gegen Vergessen des historischen und Verharmlosen des aktuellen Faschismus, Mahnerin und Kämpferin für Menschenrechte, Frieden und eine solidarische Gesellschaft von uns gegangen. Sie wird uns fehlen, vielen von uns auch als verlässliche Freundin.

Wir denken ans sie in Dankbarkeit, Trauer und Liebe.

Nehmen wir ihre letzte öffentliche Botschaft als Vermächtnis und arbeiten wir weiter daran, dass der 8. Mai endlich auch in Deutschland ein Feiertag wird, so wie sie es in ihrer Rede am 3. Mai noch einmal vorgetragen hat:

„Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschla­gung des NS-Regimes. Am 8. Mai wäre dann Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken: Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit.“



Stadthaus – Der Protest geht weiter – jeden Freitag 17-18 Uhr

3. Mai 2021

Ecke Stadthausbrücke / Neuer Wall

DIE VVN-BdA IST WIEDER UNEINGESCHRÄNKT GEMEINNÜTZIG!!!

28. April 2021

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

unser erster virtueller Bundeskongress liegt hinter uns und dank Eurer Disziplin und Eures Engagements haben wir viel geschafft: wir haben gemeinsame Schwerpunkte für die nächsten drei Jahre verabschiedet und wir haben die Gremien gewählt, die dafür verantwortlich sein werden, die notwendigen Schritte zur Umsetzung einzuleiten und zu organisieren.
Vielen Dank dafür.

Toll war unser Technik-Team, das schon im Vorfeld mit der Technik-Anleitung, der Installation von Kameras, Kabeln und Leitungen für gute Übertragung und und mit dem Hilfe-Telefon dafür gesorgt hat, dass  Übertragung gut geklappt hat. Toll war auch unsere KV Frankfurt/M., die den "Rahmen" wieder bestens organisiert hat.

Was leider nicht so gut geklappt hat, war die Antragsdebatte: Wenn wir alle gemeinsam im Saal sitzen, können wir an der großen Leinwand den gerade zu diskutierenden eigen, Änderungsanträge und die Vorschläge der Antragskommission so einblenden, dass die Debatte für alle gut nachvollziehbar wird. Das ist leider bei Zoom nicht ganz so komfortabel, weil man in den eingeblendeten Anträgen nicht hin- und her scollen kann und  es immer ein bisschen dauert, bis die Darstellung am Bildschirm der Debatte entspricht und weil es für die Älteren unter uns schwierig ist, sich in der digitalen Darstellung zurecht zu finden. Dazu ist es irritierend, wenn es im Chat eine Neben-Debatte gibt. Da müssen wir wohl noch dazulernen ...  Auch mit Generationswechsel war es an dieser Stelle ein wenig holprig, so dass es oft schwierig war der Debatte und dem Abstimmungsverfahren zu folgen und mit dem Zeitbudget umzugehen.

So kam es dann bei der letzten Abstimmung zu einem wichtigen Fehler: der satzungsändernde Antrag der KV Friedrichshain/Kreuzberg wurde als "beschlossen" qualifiziert, weil er mit 69 % der abgegeben Stimmen die "notwendige Zweidrittel-Mehrheit" erhalten habe. Nun steht aber in § 15
(1) unserer Satzung: "Zur Änderung der Satzung ist eine Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden stimmberechtigten Delegierten des Bundeskongresses erforderlich."  Und das bedeutet, der Antrag tatsächlich abgelehnt wurde. Wir bitten für die zunächst falsche Aussage zum Abstimmungsergebnis um Entschuldigung.

Auch in der Vergangenheit haben wir es nur selten geschafft, alle Anträge auf den Kongressen zu behandeln. Das ist immer schade, aber nicht  wirklich ungewöhnlich. Das übliche Verfahren in dieser Situation ist, die nicht behandelten Anträge zur Diskussion und Beschlussfassung an den Bundesausschuss zu überweisen. Darüber hätte der Kongress vor dem Abschluss der Antragsberatung entscheiden müssen, und das ist leider unterblieben. Auch dafür bitten wir um Entschuldigung. Alle nicht behandelten Anträge werden nun vom Bundesausschuss auf seinen ersten Sitzungen diskutiert werden und seid versichert, der BA wir sich mit allen Anliegen sehr ernsthaft beschäftigen und nach konstruktiven Lösungen suchen.

Wir hoffen alle sehr, dass der nächste Bundeskongress wieder "live"
stattfinden kann, dass in den Pausen und am Abend echte Begegnung stattfinden und wir am Ende gemeinsam singen können. Auch dieses emotionale Erlebnis haben wir in diesem Jahr alle vermisst.

Die gute Nachricht kommt zum Schluss: Gestern erreichte uns das Schreiben des Finanzamts für Körperschaften Berlin 1, mit dem unserem Einspruch gegen die Bescheide vom November 2019 stattgegeben wurde:

Die VVN-BdA ist und bleibt gemeinnützig!

Unsere heutige Pressemitteilung dazu schicken wir Euch als Anhang mit.

Herzliche Grüße im Auftrag des Bundessprecher:innenkreises und der Antragskommission

Florian Gutsche und Cornelia Kerth

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
(VVN-BdA) e.V.
Bundesvereinigung
Magdalenenstr. 19
10365 Berlin
030-5557-9083-2

Pressemitteilung: Finanzamt rudert zurück – VVN-BdA ab 2019 wieder gemeinnützig!

25. März 2021


Der erste Schritt ist getan: Über unsere Anwälte erreichte uns heute die Mitteilung des Finanzamtes für Körperschaften I in Berlin für das Jahr 2019: die VVN-BdA ist wieder gemeinnützig.


Das ist ein gutes und wichtiges Signal für den Antifaschismus in diesem Land!


Zur Begründung teilt das Finanzamt mit, die Gemeinnützigkeit könne „nach eingehender Prüfung“ gewährt werden, da die Bundesvereinigung der VVN-BdA im Jahr 2019 im Verfassungsschutzbericht des bayerischen Geheimdienstes nicht mehr als „extremistische Organisation“ eingestuft sei. Aufgrund der geänderten Einstufung stehe der Paragraph 51 der Abgabenordnung der Anerkennung der Gemeinnützigkeit „nicht im Wege“.


Die VVN-BdA wertet das als Signal, dass die Vernunft siegen wird und wir sind jetzt zuversichtlich, bald auch eine positive Nachricht für die Jahre 2016-18 zu erhalten.

An dieser Stelle bedanken wir uns schon einmal bei allen, die uns bei dieser schwierigen und langen Auseinandersetzung unterstützt haben! Durch die große Solidarität, die verstärkte Öffentlichkeit und den lauten Protest von Vielen wurde deutlich, welche Bedeutung die VVN-BdA in diesem Land bis heute innehat, und dass Antifaschismus eine breite gesellschaftliche Basis hat.


Gemeinsam sind wir stark!


Für Presseanfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Kontakt: Hannah Geiger (Pressereferentin VVN-BdA) presse@vvn-bda.de Mobil |Mobile +49 (0)178 2785958 Telefon (+49) 030-55579083-4 Telefax (+49) 030-55579083-9

Gedenken an die Weiße Rose 2021 – Rede von Heike von Borstel

2. März 2021

Liebe Anwesende,

ich begrüße Euch und Sie im Namen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten zu unserem Gedenken an die ermordeten Mitglieder der Weißen Rose in München und Hamburg. Am Montag jährte sich die grausame Hinrichtung der jungen Widerstandskämpferin Sophie Scholl, ihres Bruders Hans Scholl und ihres gemeinsamen Freundes Christoph Probst am 22. Februar 1943 in München zum 78. Mal. Auch ihre Freunde und Kommilitonen Alexander Schmorell und Willi Graf sowie ihr Professor Kurt Huber wurden kurze Zeit nach ihnen auf die gleiche Weise ermordet. Ihre Namen finden Sie hier links auf der Gedenkplatte mit den Namen.

Sie alle kämpften während des Krieges schon längere Zeit in München gegen das Naziregime; sie schrieben nachts Parolen für die Freiheit und gegen den Krieg an Wände und schließlich schrieben sie Flugblätter. Ihre ersten 4 Flugblätter überschrieben sie mit „Flugblatt der Weißen Rose“. Darum wurden sie nach der Befreiung vom Faschismus die „Weiße Rose“ genannt.

Insgesamt waren es 6 Flugblätter gegen das Naziregime, die diese mutigen jungen Menschen und ihr Professor unter Einsatz ihres Lebens geschrieben und mit Hilfe vieler anderer mutiger Menschen im ganzen Land verbreitet haben. So kamen die Flugblätter u.a. durch die Studentin Traute Lafrentz und nach der Ermordung der Geschwister Scholl und ihrer Freunde in München durch den Hamburger Chemiestudenten Hans Leipelt und seiner Freundin Marie Luise Jahn nach Hamburg. Im Haus seiner Mutter Katharina Leipelt hatten sich schon früh regelmäßig Menschen getroffen, um sich über ihre Kritik am Regime auszutauschen. Zu den Freundinnen von Katharina gehörten Elisabeth Lange und Margarete Mrosek. Der Amtsgerichtsrat Dr. Kurt Ledien fand über seine Kinder Zugang zur Familie Leipelt. Auch im Keller der Buchhandlung „Agentur im Rauhen Haus“ am Jungfernstieg 50, deren Juniorchef der Germanistik- und Philosophiestudent Reinhold Meyer war, trafen sich immer wieder und mit der Zeit immer mehr Menschen, um über Hitler und das unmenschliche System der faschistischen Regierung zu sprechen und zu überlegen, wen sie noch in ihren Widerstand einbeziehen könnten. Auch ehemalige Schülerinnen und Schüler der einst reformorientierten Lichtwarkschule wie Margaretha Rothe, Traute Lafrentz oder der Wellingsbüttler Karl Ludwig Schneider, die sich auf geheimen Leseabenden bei ihrer ehemaligen, strafversetzten Lehrerin Erna Stahl näher kennenlernten, fanden zum Widerstandskampf. So wie auch viele Ärztinnen und Ärzte und Medizinstudent_innen am Universitätskrankenhaus Eppendorf, die sich dort candidates of humanity nannten und zu denen die Medizinstudentin Margaretha Rothe und der Medizinstudent Frederick Geussenhainer gehörten. Ihre Namen finden sie hier rechts auf der Gedenkplatte mit den Namen.

Viele von ihnen wurden auf grausamste Weise gequält und ermordet. Nach dem Krieg nannte man sie den „Hamburger Zweig der Weißen Rose“, weil es vielfältige Verbindungen gab und sie die Flugblätter auch hier lasen, abtippten und verbreiteten.

Lesen Sie diese Flugblätter und Sie werden verstehen, wie viel Mut es brauchte, sie herzustellen und zu verbreiten zu einer Zeit, in der Menschen, die Kritik am Regime übten, dies immer unter Einsatz ihres Lebens taten und viele, viele mit ihrem Leben bezahlen mussten.

Und darum finden wir – und ich glaube, ich spreche hier im Namen aller Anwesenden – es unerträglich und kaum auszuhalten, wenn sich heute Menschen hinstellen und sich in ihrem Kampf gegen die Coronaregeln mit Anne Frank oder Sophie Scholl vergleichen oder wie die AfD behaupten, Sophie Scholl hätte sie heute gewählt.

Wenn ihr wie sie wäret, dann wäret ihr jetzt tot. In oftmals endlosen grausamen Folterverhören in die Verzweiflung getrieben, in kurzen Prozessen von alles vernichtenden Nazirichtern zum Tode verurteilt oder völlig ohne irgendein Verfahren, getötet mit einem Fallbeil oder in Neuengamme in einer Nacht- und Nebelaktion erschossen oder gehenkt worden. Nein, dazu habt ihr kein Recht.

Was für eine abscheuliche Verharmlosung des Faschismus und seiner Verbrechen!

Aber dass junge Menschen so etwas sagen, zeigt auch, dass wir nicht aufhören dürfen, aufzuklären, von den Menschen zu erzählen, den Toten ihre Namen und Gesichter zurück zu geben.

Ich habe in den letzten Jahren hier den tschechischen Widerstandskämpfer Julius Fucik zitiert und möchte das an dieser Stelle noch einmal tun: „Um eines bitte ich: Ihr, die ihr diese Zeit überlebt, vergesst nicht. Sammelt geduldig die Zeugnisse über die Gefallenen. Eines Tages wird das Heute Vergangenheit sein, wird man von der großen Zeit und von den namenlosen Helden sprechen, die Geschichte gemacht haben. Ich möchte, dass man weiß, dass es keine namenlosen Helden gegeben hat. Dass es Menschen waren, die ihren Namen, ihr Gesicht, ihre Sehnsucht und ihre Hoffnung hatten, und dass deshalb der Schmerz auch des letzten unter ihnen nicht kleiner war als der Schmerz des ersten, dessen Name erhalten bleibt. Ich möchte, dass sie alle euch immer nahe bleiben, wie Bekannte, wie Verwandte, wie ihr selbst.“

Und darum ist es auch gut, dass diese stilisierte Gedenk-Rose von Franz Reckert hier mitten in unserem Alltag steht, dass die Mitte unseres Dorfes den Namen der „Weißen Rose“ trägt – und das schon seit über 40 Jahren.

Und doch wäre es schön, wenn alle, die hier vorbeigehen, hier sitzen und Eis essen oder einkaufen, noch mehr von diesen mutigen Menschen, ihrem Leben und ihren Wünschen nach Freiheit, Frieden und Menschlichkeit wüssten.

Sie wollten Freiheit. Sie schrieben es nachts an die Wände – in München, Hamburg und anderswo. „Freiheit“ war das letzte Wort von Hans Scholl. Sie wollten offen ihre Meinung sagen, offen politische Diskussionen führen dürfen. Sie wollten die verbotenen Bücher lesen, die sogenannte „entartete Kunst“ kennen lernen, wollten Swingmusik hören und dazu tanzen.
Sie wollten es für sich und alle Menschen.
Sie wollten, dass die massenhafte Ermordung der jüdischen Menschen, die unbeschreiblichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den besetzten Gebieten aufhört.
Sie wollten Frieden. Wollten, dass das sinnlose Abschlachten so vieler Menschen aufhört. Einige von ihnen waren als Soldaten im Krieg oder als Medizinstudenten im Kriegseinsatz gewesen und erlebten die Grausamkeiten des Krieges und der Verbrechen gegen die Zivilgesellschaft.

Sie forderten in ihren Flugblättern zur Sabotage in den kriegswichtigen Fabriken auf, zur Verweigerung aller Aktivitäten des faschistischen Regimes.

Ich beobachte immer wieder Kinder, die ihre Eltern hierher ziehen – vor allem dann, wenn Blumen hier liegen – und Fragen stellen. Aber wer weiß schon etwas von dem Medizinstudenten Frederick Geussenhainer, der Hausfrau Margarete Mrosek oder der Chemikerin Katharina Leipelt und ihrem Sohn dem Chemiestudenten Hans zu erzählen, der Medizinstudentin Margaretha Rothe, der Hausfrau Elisabeth Lange oder dem Amtsgerichtsrat Dr. Kurt Ledien zu erzählen?

Erinnern gegen das Vergessen – gegen das Verschweigen und Verdrängen – die Lebens- und Leidensgeschichten der Ermordeten erzählen – ihnen ihre Gesichter wiedergeben – hier in unserem Stadtteil.

Das tun hier in den Walddörfern Viele und schon lange: Der Arbeitskreis Weiße Rose, der Geschichtsraum Walddörfer, der für die vielen Stolpersteine in den Walddörfern geforscht und gesorgt hat – und es immer noch tut, die Schüler_innen des Walddörfer Gymnasiums mit ihrem Lehrer, die sich am 9. November bei der Aktion „Volksdorf leuchtet“ an die Stolpersteine stellen und von den Ermordeten erzählen, die Teamer_innen der evangelischen Kirchen in den Walddörfern, die Begegnungsstätte Bergstedt und nicht zuletzt Herr Stockhecke, der coronabedingt in diesem Jahr nicht in der Koralle an die Weiße Rose erinnern durfte … um nur einige zu nennen.

Auch in der Hamburger Innenstadt im Stadthaus, der ehemaligen Hamburger Gestapozentrale …. heute die mondänen Stadthöfe, in denen flaniert werden soll und das prächtige Hotel Tortue, dessen Namen so sehr an das französische Wort Torture erinnert – auch dort hätte ein solches Gedenken stattfinden können und müssen. Versprochen waren 700 qm, vertraglich geregelt war es, aber ein winziger Raum in einer Buchhandlung ist es geworden. All unsere Mahnwachen, die Unterschriften der Angehörigen, Kinder und Enkelkinder der dort gefolterten und ermordeten Widerstandskämpfer_innen – nichts hat geholfen. Die Hamburger Politik und die Kulturbehörde hat kein Interesse, das mitten in der Stadt, dort, wo es geschehen ist, umzusetzen.

Und der nächste Skandal in Sachen Hamburger Erinnerungskultur ist gerade in den letzten Wochen bekannt geworden: Über dem Erinnerungszentrum Hannoverscher Bahnhof für die Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma und viele andere Verfolgte, die zu Tausenden von diesem Bahnhof nach Auschwitz und in die anderen Vernichtungslager transportiert wurden – heute in der Hafencity – soll ausgerechnet die Firma Wintershall DEA einziehen! Eine Firma, die Hitler schon vor 1933 unterstützt hat, sich im Faschismus ohne Ende bereichert und tausende Zwangsarbeiter_innen ausgebeutet hat; die seit 1968 zu 67% BASF, Gründer und Nachfolger der IG Farben, die u.a. das erste private Lager in Auschwitz-Monowitz gebaut und das Zyklon B lieferten, mit dem die Menschen, die aus unserer Stadt in den Zügen der Deutschen Reichsbahn in die Vernichtung gefahren wurden, dann in Auschwitz vergast wurden.

So viel Gedankenlosigkeit, fehlende Empathie und Zynismus kann man gar nicht fassen – und doch ist es so. Was für ein Skandal! Was kommt denn noch?!

Also lassen wir nicht nach, halten wir die Erinnerung wach an all die Menschen, die es gewagt haben, dem verbrecherischen faschistischen Regime die Stirn zu bieten und dafür auf bestialische Weise ermordet wurden.

Erinnern heißt aber auch heute Handeln gegen Unrecht, Antisemitismus, Rassismus und Antiziganismus. Diese Worte unserer Auschwitzüberlebenden und Ehrenpräsidentin der VVN Esther Bejerano sind eine Aufforderung an uns alle.

Auch heute werden viele Menschen in ihrem Kampf gegen Rechtsextremismus, gegen Rassismus und gegen Antisemitismus beschimpft und ganz persönlich angegriffen, werden Journalist_innen in den sogenannten sozialen Netzwerken auf übelste Weise verunglimpft und ihnen ganz offen gedroht, werden Menschen auf der Straße gejagt, darf das verbrecherische System und Tun der Nazis als „Vogelschiss der Geschichte“ bezeichnet werden – immer noch ungeahndet!

Als wir hier vor einem Jahr am 22. Februar zusammenkamen, hatte uns gerade die Nachricht von der grausamen Ermordung vieler Menschen in Hanau erreicht und entsetzt.

Und wir mussten wieder erleben, dass uns die Theorie vom Einzeltäter entgegengehalten wurde …..

Nein, das sind keine Einzeltäter – sie alle setzen konsequent um, was die geistigen Brandstifter, die hier im Land ihren widerlichen Hass und ihre Hetze fast ungestraft verbreiten dürfen. Sie sind überall: Wie oft und wie lange schon haben wir auf die Nazistrukturen in Polizei und Bundeswehr hingewiesen – erst im vergangenen Jahr mussten offizielle Stellen endlich zugeben, dass das so ist. Wir haben aufgezeigt, wo sie alle sind, haben gemahnt, was dabei rauskommt, wenn diese Menschen sogar imBundestag ihren Dreck verbreiten dürfen. Nicht nur Prominente wie der Bürgermeister Lübcke sind bedroht und ermordet worden.

Die NSU-Opfer, die Ermordeten von Halle und Hanau mahnen uns, nicht nachzulassen. Auch bei uns in Hamburg passieren jeden Tag unfassbare Dinge – wie nur eins unter vielen Beispielen der Umgang der Polizisten mit einem Schwarzen Lehrerkollegen in der Stadtteilschule Heidberg zeigt.

Wo ist und was tut der „Verfassungsschutz“, der uns alle und unsere Verfassung schützen soll? Der beschäftigt sich offensichtlich lieber mit den Antifaschistinnen und Antifaschisten, die diesem Treiben der Rechten entgegentreten – und das nicht nur an Gedenktagen, sondern immer dann und dort, wo die Nazis und andere Rechte ihre rassistischen und antisemitischen Ideen verbreiten und fast täglich Menschen von Nazis bedroht werden.

Was tut die Politik in Berlin? Die Politiker_innen rufen dazu auf, der Rechtsentwicklung in unserem Land entschieden entgegenzutreten und sprechen uns, der VVN – immerhin der größten antifaschistischen Organisation des Landes – gleichzeitig die Gemeinnützigkeit ab. Warum tut ihr das? Ist das euer „Aufstand der Anständigen“? Was sagt das über euch und eure Mahnungen, euer Gedenken an Jahrestagen?!

Nein, wir erneuern hier am Gedenkstein für euch, die ihr keine Helden, keine Märtyrer wart und sein wolltet, sondern Menschen, die wie wir alle leben, lieben und lachen und ein lebenswertes, friedliches, gerechtes Leben für Alle wollten und für ihre tiefe Überzeugung einstanden und da, wo so Viele schwiegen das Wort ergriffen und gehandelt haben – unser Versprechen, nicht zu schweigen, sondern laut zu widerstehen und zu handeln. Das Leitmotiv, das Hans Leipelt in Hamburg über das 6. Flugblatt der Weißen Rose schrieb hieß: …“ und ihr Geist lebt trotzdem weiter“.

Lassen wir ihn leben. Lasst uns den Wunsch und das Vermächtnis der Weißen Rose und aller anderen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer, der Überlebenden von Buchenwald und Ausschwitz weitertragen.

Unterstützt die Forderung, den 8. Mai, den Tag der Befreiung vom Faschismus endlich zum Feiertag zu machen.

Lest die vielen Texte über diese lieben Menschen, zum Beispiel auf der Website www.stolpersteine-hamburg.de. Lest die Flugblätter der Weißen Rose, zum Beispiel auf der Seite der Bundeszentrale für Politische Bildung. Verbreitet sie weiter und erzählt von ihren Autorinnen und Autoren!

Und vielleicht legt hier dann ab und zu Blumen hier hin, denn dann kommen die Vorbeigehenden näher und stellen Fragen, die ihr dann vielleicht sogar beantworten könnt.

Und vielleicht kommt Ihr am 18.Juli zum 100. Geburtstag von Hans Leipelt hierher.

Wir beenden unsere Gedenkveranstaltungen immer mit dem Lied der Moorsoldaten. Dieses Lied ist im KZ Esterwegen entstanden.

Leider dürfen wir heute nicht laut mitsingen, aber leise unter der Maske geht’s vielleicht auch.

Hannes Wader wird es für uns laut tun.

Zuvor möchte ich gerne noch einmal die Namen der ermordeten Menschen verlesen und euch bitten, einen Moment innezuhalten und ihrer still zu gedenken:

Sophie Scholl, Hans Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf, Professor Kurt Huber, Katharina Leipelt, Hans Leipelt, Reinhold Meyer, Elisabeth Lange, Dr. Kurt Ledien, Margaretha Rothe, Friedrich Geussenhainer, Margarete Mrosek

Ich danke Ihnen und euch für ’s Kommen und Zuhören.

Pressemitteilung – Das zukünftige Dokumentationszentrum „Hannoverscher Bahnhof“ bekommt Nachbarn mit NS-Vergangenheit.

2. Februar 2021

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –

Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN–BdA) e.V Hamburg

Das Hamburger Abendblatt online meldet am 15. Januar 2021: „Wintershall DEA zieht in die HafenCity“. Im Sommer 2022 soll es so weit sein. Im Erdgeschoss desselben Bürogebäudes am Lohsepark wird dann auch das Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof eröffnet werden, das der Geschichte der aus Hamburg in die Vernichtung Deportierten gewidmet ist.

Im Gegensatz zu den ermordeten Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma steht Wintershall für die Täter:

Der Vorstandsvorsitzende August Rosterg war einer der frühen Unterstützer der Nazis. Bereits 1931 traf er im Geheimen mit Adolf Hitler zusammen und war ebenfalls vor 1933 Mitglied des „Keppler-Kreises“, der Spenden für dessen Partei einwarb.

Wintershall gehörte zu den Profiteuren des Naziregimes. Das Unternehmen beteiligte sich an der Ausplünderung der im Zweiten Weltkrieg okkupierten Länder und beutete knapp 10.000 Zwangsarbeiter*innen in seinen Werken aus. Diese wurden vom Werksschutz an den Baracken abgeholt und zurückgebracht, immer wieder übernahm der Werkschutz auch die „Nachtwache“ an den Baracken. Heute gehört Wintershall DEA zu rund 70 % dem IG-Farben-Gründungs- und Nachfolge-Konzern BASF.

Nach dem anhaltenden Skandal um die ehemalige Hamburger Gestapo-Zentrale Stadthaus bahnt sich hier nun der nächste Skandal hanseatischer Geschichtsvergessenheit an: die Hamburger Dokumentationsstätte für die Opfer der Shoah soll sich ein Gebäude mit einem NS-Täter-Konzern teilen.

Das Hamburger Abendblatt zitiert den Vorstandsvorsitzenden der Wintershall DEA, Mario Mehren: „Mit dem neuen und langfristig anzumietenden Bürogebäude haben wir Büros gefunden, die zu Wintershall DEA passen“.

Am 27. Januar wurde inzwischen mit vielen Veranstaltungen an die Opfer des Nazi-Regimes erinnert. Erinnerung wird aber zur Farce, wenn zugleich die Überlebenden und Nachkommen der Opfer in solcher Weise brüskiert werden.

VVN-BdA Hamburg, 28. Jan. 2021

Initiative Gedenkort Stadthaus – Der Protest geht weiter – jeden Freitag 17-18 Uhr

19. Januar 2021

Ecke Stadthausbrücke / Neuer Wall

Unbedingt anschauen: Hamburger SchülerInnen für den Erhalt der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA

4. Juni 2020

Hamburger Schülerinnen und Schüler haben dieses tolle Video produziert

Das müsst ihr gesehen haben!!!!!!

VVN-BdA in Zeiten der Corona-Einschränkungen

7. April 2020

Unser Büro ist weiterhin nur sporadisch besetzt,  die Mitglieder des Geschäftsführenden Landsvorstandes, Christiane, Georg, Ilse und Traute arbeiten von zu Hause aus. Aber Ihr könnt uns eine E-Mail schicken – vvn-bda.hh@t-online.de – , denn der Anrufbeantworter wird nur einmal pro Woche abgehört und beantwortet. Wir freuen uns darauf, euch möglichst bald wieder zu sehen.

Die VVN-BdA muss gemeinnützig bleiben!

28. Januar 2020

Die Berliner Finanzbehörden haben der Vereinigung der Nazi-Verfolgten den Status der Gemeinnützigkeit aberkannt. Wir fordern, der VVN-BdA diesen Status wieder anzuerkennen.

Die Erinnerung an die Verbrecher und Opfer des Nationalsozialismus ist gerade in der heutigen Zeit wichtig für die Gesellschaft, da dadurch ein weiteres Erstarken des Faschismus gestoppt werden kann.

Nur eine von 17 Verfassungsschutzbehörden in Deutschland stuft die VVN-BdA als „linksextremistisch beeinflusst“ ein. Der bayerische Verfassungsschutz tut dies seit Jahren in seinen Berichten fast nach dem Copy-und-Paste-Verfahren.

Quelle: www.tagesschau.de/inland/verfolgte-naziregime-gemeinnuetzigkeit-101.html

Des Weiteren hat das Finanzamt Oberhausen aufgrund derselben Sachlage und Eingabe der VVN-BdA  NRW die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Von daher ist die Entscheidung des Berliner Finanzamts nicht nachvollziehbar.

Wer seine Solidarität auch mit Taten ausdrücken will, kann hier die Petition unterzeichen:

https://www.openpetition.de/petition/online/die-vvn-bda-muss-gemeinnuetzig-bleiben#petition-main

oder auch Mitglied der VVN-BdA werden:

vvn-bda.de/mitglied-werden/

Pressemitteilung:

Droht die Zerschlagung der VVN-BdA Bundesvereinigung durch die Finanzämter? 

Am 6. Januar 2020 wurde der thüringischen Landesvereinigung (TVdN-BdA e.V.) der VVN-BdA vom Finanzamt Erfurt die Gemeinnützigkeit erneut bescheinigt. Allerdings macht das Erfurter Finanzamt zur Auflage, dass der Thüringer Landesverband an die Bundesvereinigung keine Mittel mehr abführen darf. Damit sind die der Bundesvereinigung zustehenden Anteile am Beitragsaufkommen gemeint. Darüber hinaus fordert das Finanzamt Erfurt nun „aus gemeinnützlichkeitsrechtlicher Sicht“, dass der Thüringer Verband „bei der nächsten Mitgliederversammlung“seine Satzung zu ändern habe – was offenbar bedeutet, dass der Mittelfluss sogar satzungsmäßig unterbunden werden soll. Sollte der Thüringer Verband dieser Auflage nicht folgen, wird ihm mit Aberkennung der Gemeinnützigkeit gedroht, denn – so die Begründung – gemeinnützige Vereinedürfen nur an andere „steuerbegünstigte Körperschaften“ Mittel weitergeben. Hintergrund ist, dass der Bundesvereinigung am 4.11.2019 vom Berliner Finanzamt für Körperschaften 1 die Gemeinnützigkeit entzogen worden ist, wogegen diese Widerspruch  eingelegt hat. Am 16. Januar forderte das Finanzamt Saarbrücken die Landesvereinigung im Saarland auf, binnen drei Wochen zu erklären, wie sie künftig mit der Mittelweitergabe an die nunmehr  nicht mehr gemeinnützige Bundesvereinigung verfahre. Sollte die Aberkennung der Gemeinnützigkeit Rechtskraft erlangen ist also mit ähnlichen Auflagen wie in Thüringen in anderen Bundesländern zu rechnen. Dies würde den Verlust der Haupteinnahmen der Bundesvereinigung und damit das Aus für den Verband bedeuten. Unser Landesverband Thüringen wird gegen diese Auflage Einspruch einlegen und beantragen, die Angelegenheit bis zur Entscheidung über den Einspruch der Bundesvereinigung gegen den Berliner Bescheid ruhen zu lassen. Der Anwalt wird auch zur Anfrage im Saarland entsprechend Stellung nehmen.

Es bleibt dabei: Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben! 

Cornelia Kerth, Dr. Axel Holz, Bundesvorsitzende 

Elke Pudszuhn Vorsitzende TVdN-BdA  

22.01.20

Pressekontakt: Bundesgeschäftsführer Thomas Willms, 0176-22638719–

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten(VVN-BdA) e.v., Bundesvereinigung

Magdalenenstr. 19, 10365 Berlin

Tel.: +49 (0)30 5557 9083 2Fax: +49 (0) 5557 9083 9

Spendenkonto  IBAN: DE94 1005 0000 0190 0372 70   BIC: BELADEBEXXX

Initiative Gedenkort Stadthaus: Der Protest geht weiter!

30. Juni 2019

Mahnwache: jeden Freitag von 17.00 – 18.00 Uhr Stadthausbrücke / Ecke Neuer Wall

GERADE JETZT: Erinnern für Gegenwart und Zukunft 

WIR FORDERN:

  • Lern-, Dokumentations- und Gedenkort, der diese
    Geschichte des Stadthauses, die zur Geschichte Hamburgs
    gehört, ins öffentliche Bewusstsein bringt
  • Einen Raum für die Darstellung des antifaschistischen
    Widerstandes und die Würdigung der Widerstandskämpferinnen
    und Widerstandskämpfer
  • Für diesen Lernort Stadthaus eine Fläche, in der zumindest
    die schon vorhandenen Ausstellungen und Inhalte
    angemessen präsentiert werden können
  • Als einen Schritt dazu die Durchsetzung des zwischen
    der Stadt und dem Investor Quantum geschlossenen
    Vertrages über 750 Quadratmeter

Unterstützerinnen und Unterstützer:

Amicale Internationale de Neuengamme; Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V.; Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS); Auschwitz- Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. ; Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V.; City-Hof e.V. – Für gelebte und bebaute Kultur; Denkmalverein Hamburg; Förderkreis Gedenkstätte und Lernort Stadthaus; Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V.; Gängeviertel; Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.; Geschichtswerkstatt St. Georg; Hamburger Bündnis gegen Rechts; Initiative Gedenktafel Stadthaus 1981; Landesjugendring Hamburg e.V.; Lelka & Mania; Netzwerk Recht auf Stadt Hamburg; Stolperstein-Initiative Hamburg; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen; ver.di: AK Antirassismus, FG Sozial-, Kinderund Jugendhilfe, OV Hamburg des FB Medien, Kunst, Industrie; Verlag Assoziation A; Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V.; Dr. Sigrid Curth, Geschichtswerkstatt Wandsbek; Dr. Stephan Linck, Evangelische Akademie der Nordkirche; Hein Pfohlmann, 1. Vorsitzender des Kuratoriums der Gedenkstätte Ernst Thälmann Hamburg; Ibrahim Arslan; Detlef Baade; Prof. Dr. Ulrich Bauche; Rolf Becker; Esther Bejarano; Christine Ebeling; Bernhard Esser; Norbert Hackbusch; Hannes Heer; Ulrich Hentschel, Pastor i.R.; Barbara Hüsing; Michael Joho; Siri Keil; Bernhard Nette; Peggy Parnass; Bernhard Stietz- Leipnitz; Sönke Wandschneider, Pastor; Sylvia Wempner

V.i.S.d.P.: I. Jacob | Hein-Hoyer-Str. 41 | 20359 Hamburg

Initiative Gedenkort Stadthaus: Der Protest geht weiter – Jeden Freitag, 17.00 – 18:00 Uhr

29. März 2019

Mahnwache Stadthausbrücke / Ecke Neuer Wall

Ehrenamtliches Engagement für NS-Verfolgte in Hamburg

28. Mai 2015

Ein neues Projekt des Vereins „Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten“ bietet interessierten Hamburgerinnen und Hamburgern die Möglichkeit, sich ehrenamtlich in einem Besuchs- und Begleitdienst zu engagieren, der als Zielgruppe in Hamburg lebende ehemals NS-Verfolgte hat. Ziel ist es, die Lebenssituation der Betroffenen nachhaltig und konkret zu verbessern. Gespräche, Begleitung bei Einkäufen und zu Veranstaltungen, gelegentliche Hilfe im Haushalt oder im Garten, gemeinsam Spazierengehen, Vorlesen – angeboten wird alles, was den Aktionsradius der alten Menschen vergrößert und ihre Möglichkeit der Teilhabe am öffentlichen Leben steigert. Das Angebot ist kostenlos.   In den kommenden Monaten möchte das Projekt „Ehrenamtliches Engagement für NS-Verfolgte in Hamburg“ seinen Aktionsradius weiter ausdehnen. Gesucht werden deshalb:

  • Kontakte zu weiteren ehemals Verfolgten oder deren engen Angehörigen in Hamburg und im Hamburger Umland, die Begleitung und Unterstützung im Alltag wünschen. Auch Angehörige und Freunde können sich mit Hinweisen und Fragen gerne an den Verein „Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten“ wenden.

 

  • Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Die Ehrenamtstätigkeit kann flexibel vereinbart werden; die Einsätze finden einmal pro Monat oder wöchentlich statt, in der Regel tagsüber. Die Ehrenamtlichen erhalten eine Aufwandsentschädigung und sind über den Verein versichert. Sie sollten Interesse für die besondere Situation ehemals NS-Ver­folg­ter und Einfühlungsvermögen mitbringen. Der Verein „Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten“ bietet eine Einführung in die Tätigkeit sowie regelmäßige Treffen zum Austausch mit anderen Ehrenamtlichen und Fortbildungen.
  • Spenden. Geldspenden ermöglichen die Ausweitung des Projektes und garantieren seinen Fortbestand. Sie ermöglichen außerdem, Ausflüge mit den ehemals Verfolgten zu organisieren oder gemeinsam mit ihnen Veranstaltungen zu besuchen. Bankverbindung: Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V., IBAN: DE89 2019 0003 0012 2136 08, BIC: GENODEF1HH2

(Hamburger Volksbank, Kontonr. 12213608, BLZ 201 900 03)

Kontakt für alle Interessierten sowie für weitere Auskünfte:

Petra Schondey (1. Vorsitzende)

Katja Hertz-Eichenrode (Projektkoordination)

Lagerstraße 30-32

20357 Hamburg

Telefon: 040-38 68 66 -12

ehrenamt@psychosoz-arbeit.org www.psychosoz-arbeit.org

Das Projekt wird unterstützt von der VVN-BdA, Hamburg und dem Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme; gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“, Berlin.

Ehrenamt-Projekt_Info für VVN_2

Do, den 28. Oktober 2021 – GEW-Kultur – Lesung mit Musik: „Widerstand war mir nicht in die Wiege gelegt“

13. Oktober 2021

aus dem Buch WIDERSTAND WAR MIR NICHT IN DIE WIEGE GELEGT

Ilse Jacob, Mitglied der Hamburger Gruppe Kinder des Widerstands berichtet über ihre Mutter Katharina Jacob, die wie ihr Mann Franz Jacob Mitglied der großen norddeutschen Widerstandsorganisation um Bernhard Bästlein, Franz Jacob und Robert Abshagen war. Die Schauspielerin Inés Fabig liest Passagen aus der Autobiografie. Simon Raben begleitet auf der Konzertgitarre.Katharina Jacob hat die Widerstandsgruppe maßgeblich unterstützt. DieseArbeit ist Leitthema ihres Buches. Dessen Untertitel lautet: »Widerstandwar mir nicht in die Wiege gelegt«.

GEW Kultur Oktober 2021 | GEW Hamburg (gew-hamburg.de)

Stadthaus – Der Protest geht weiter – jeden Freitag 17-18 Uhr

2. September 2021

Ecke Stadthausbrücke / Neuer Wall

Sonntag 26. Sept. , 17.00 Uhr – „Babij Jar – Das vergessene Verbrechen“

2. September 2021

Ein Film von Jeff Kanew D / BY 2002

Im Rahmen der Reihe Täter – Opfer – Widerstand

METROPOLIS Kino, Kleine Theaterstraße 10, Hamburg

Sonntag, 10. Okt., 11.00 Uhr – „Walter Kaufmann – Welch ein Leben“

2. September 2021

Ein Film von Karin Kaper und Dirk Szuszies, D 2021

Abaton, Allendeplatz 3, 20146 Hamburg

Sonntag, 10. Okt., 11.00 Uhr – Stadtteilrundgang: Auf den Spuren von Widerstand und Verfolgung in St. Pauli

2. September 2021

Veranstalter: Kurverwaltung St. Pauli und VVN-BdA Hamburg

In den Straßen St. Paulis erinnern zahlreiche Gedenktafeln und Stolpersteine an den Terror der Nazis. Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Euthanasie, Hass und Feindschaft gegen Andersdenkende führten zu faschistischen Übergriffen und brutaler Verfolgun g, deren Grausamkeit bis heute nicht vergessen ist. Präsent sind aber auch die Spuren des Widerstands. Das Spektrum der Gegenwehr war breit und reichte von kommunistisch-sozialdemokratischer Untergrundarbeit über mutiges Verhalten von Wehrmachtdeserteuren bis hin zu unangepassten Aktivitäten der Swing-Jugend.

Anmeldung erforderlich unter Kurverwaltung St. Pauli e. V.

Tel.: 040 – 314254 oder vvn-bda.hh@t-online.de

Preis: 15,00 € / ermäßigt 7,50 € p.P. (Zahlung vor Ort)

Treffpunkt: U-Bahn St.Pauli oben vor dem Ausgang Reeperbahn

Sonntag, 29. August, 17.00 Uhr Olympia 1936 – Der verratene Traum“

29. August 2021

Film von Christoph Weber , 2016 D

im Rahmen der Filmreihe: Täter – Opfer – Widerstand, Kooperation der VVN-BdA und des Kommunales Kino Metropolis

Antifa-Film im Kino

Olympia 1936 – Der verratene Traum“ von Christoph Weber , 2016 D
Die Olympischen Spiele von Berlin wurden 1936 zur einzigargen Demonstration des NS- Regimes. Eine pompöse Inszenierung, die der Welt die Überlegenheit der „deutschen Herrenrasse“ klarmachen sollte – mit allen Mitteln. Neue Forschungen zeigen ganz deutlich, wie sehr das IOC mit dem Hitler-Regime paktierte, um der Weltöffentlichkeit eine Show zu bieten, die alle bisherigen Dimensionen sprengt. Nürnberger Rassengesetze und staatlicher Terror gegen Juden, Roma und Sin wurden verschwiegen, der Erfolg der Spiele sollte nicht durch Protest und Boyko0 getrübt werden.

Drei junge Schwimmerinnen vom Wiener Sportclub Hakoah aber machen nicht mit. Angeführt von Judith Deutsch – dargestellt von Antonia More; –, die als Sportlerin des Jahres 1935 große Medaillenchancen hat, beschließen sie, trotz Drohungen des Schwimmverbands nicht nach Berlin zu fahren, und setzen damit ein Zeichen. (polit-x.de)

„Zigeuner-Boxer“, 2020 D

Der Kurzfilm, der auf der Grundlage des gleichnamigen Theaterstücks von Rike Reiniger entstand, erzählt vom Leben des im KZ Wi0enberge ermordeten Sinto-deutschen Boxers Johann Wilhelm „Rukeli“ Trollmann. Er war ein Ausnahmetalent des deutschen Boxsports und wurde 1933 Deutscher Meister im Halbschwergewicht. Als sogenannter „undeutsch“ boxender „Zigeuner“ wurden ihm im Nationalsozialismus Erfolg, sozialer Aufstieg und schließlich der Meisterschafts-Gürtel verwehrt. In einem filmischen Kammerspiel erzählt die fiktive Figur „Hans“, einem Untersuchungsrichter, von seiner Freundschaft zum damals sogenannten „Zigeuner-Boxer“, der hier „Ruki“ heißt. Hans möchte sich nicht mehr erinnern, aber er muss Rechenschaft ablegen. Schließlich erzählt er dem Untersuchungsrichter wie er Ruki kennen lernte, wie die beiden Freunde wurden und zusammen boxten. Aber er erinnert sich auch daran, wie Ruki das Boxen und das Leben immer schwerer gemacht wurden und dass er selbst meist tatenlosdabei zuschaute. Am Ende wird es immer klarer warum Hans seine Erinnerungen quälen. Er erzählt davon wie er und Ruki sich im Konzentrationslager wieder treffen und wie ihnen das Boxen zum Verhängnis wird.

Kommunales Kino METROPOLIS
Kleine Theaterstraße 10

Stadthaus – Der Protest geht weiter -jeden Freitag 17-18 Uhr

29. August 2021

Stadthausbrücke / Ecke Neuer Wall

So, 31.10.2021, 17 Uhr – „Vier gegen Hitler“ Auf den Spuren der Helmuth- Hübener-Gruppe

29. August 2021





Ein Film von Jürgen Kinter und Gerhard Brockmann (mpz)
Produktion: mpz und VVN-BdA D 2021, 90 min.
Inhalt des Films:

Der Film erinnert an die Hamburger Widerstandsgruppe "Helmuth Hübener", die in der Nazizeit ausländischer Radiosender abgehört und Flugblätter in verschiedenen Hamburger Stadtteilen verteilt hatte. 1942 wurde Helmuth Hübener mit 17 Jahren wegen dieser Aktivitäten zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die anderen Jugendlichen erhielten langjährige Haftstrafen.
Nachdem in der Nachkriegszeit die Geschichte der Hamburger Widerstandsgruppe lange vergessen oder vergessen gemacht wurde, hat in jüngerer Zeit ein Umdenken stattgefunden. An zahlreichen Orten wird heute in Hamburg und anderswo die Erinnerung an dieses mutige Eintreten für die Gedanken- und Meinungsfreiheit wachgehalten: Straßen- und Schulbenennungen, Wandbilder, Gedenktafeln,  Kulturwettbewerbe. 
Der Film dokumentiert daher nicht nur die Lebens- und Widerstandsgeschichte der Gruppe, sondern ist auch ein Beitrag zur aktuellen Gedenk- und Erinnerungskultur.

Filmreihe "Täter - Opfer - Widerstand" - Kooperation der VVN-BdA und des Kommunales Kino Metropolis

Ort: Kommunales Kino METROPOLIS
Kleine Theaterstraße 10

Sa, 28.08.2021, 15:30 h – Abschied von Esther Bejarano

25. August 2021

Liebe Weggefährt:innen, Freundinnen und Freunde von Esther Bejarano, liebe Kameradinnen und Kameraden,

VVN-BdA und Auschwitz-Komitee laden Euch alle herzlich zum gemeinsamen Abschied von Esther in der großen Halle K6 auf Kampnagel ein.

Wir wollen ihr noch einmal bei einer ihrer wichtigen Reden zuhören und sie noch einmal mit der Microphone Mafia auf der Bühne erleben – wenn auch nur per Video.

Eine Reihe von Freundinnen und Freunden haben sich für 2-minütige persönliche Abschiedsworte angemeldet und werden diese zwischen den musikalischen Abschiedsgrüßen von Helga und René Buschmann, Peter Schenzer und Angela Altmann, Julia Barthe (Sopran) und Gerd Jordan (Klavier) und der Gruppe Resistencia vortragen.

Wir freuen uns sehr über die große Unterstützung durch das Kampnagel-Team, das uns nicht nur die Halle zur Verfügung stellt, sondern auch die Technik und notwendige Organisation der Veranstaltung gewährleistet.  Dazu gehört,  dass Ihr Euch bitte – mit Ausnahme der Mitwirkenden – im Kampnagel Ticketing-System einen Platz reservieren die entsprechende Karte mitbringen und am Eingang vorzeigen müsst. Mit diesem Link ist es ganz einfach:

https://shop.jetticket.net/Kampnagel/SelectSeats.aspx?msg=0&ret=0&eventid=6475&e=6475

Die Veranstaltung selbst wird um 15:30 beginnen und soll um 17:30 zuende sein, seid aber bitte schon spätestens um 15:00 vor Ort, denn der Einlass von ca. 400 Personen dauert gute 20 Minuten, da Karten, Nachweise über Impfung, Genesung oder einen aktuellen Corona-Test und Ausweisdokumente kontrolliert werden müssen. Während der Wartezeit könnt Ihr noch ein Getränk erwerben. Zum Ausklang wird am Ende der Veranstaltung ein einfacher Imbiss angeboten.

Unter den genannten Corona-Bedingungen können 400 Menschen an der Veranstaltung teilnehmen. Bisher haben sich rund 150 Personen angemeldet. Es sind also noch etliche Plätze frei und alle, die gerne kommen möchten, können sich ohne Bedenken einen Platz reservieren.

Alle Informationen zum Veranstaltungsort einschließlich Anreisemöglichkeiten und derzeit geltenden Corona-Regeln findet Ihr hier: https://www.kampnagel.de/de/service/

Herzliche Grüße

VVN-Bund der Antifaschist:innen und Auschwitz-Komitee

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