Wir trauen um Ilse Jacob

21. Februar 2024

Liebe Kamderadinnen und Kameraden, liebe Freundinnen und Freunde,

unser Geschäftsführungsmitglied Ilse Jacob ist gestern, am 20.02.2024, gegen Mitternacht gestorben.

Wir verlieren mit ihr eine liebe Freundin, eine vielfältig aktive politische Frau, die insbesondere als Tochter der Widerstandskämpfer:innen Katharina und Franz Jacob und als Betroffene vom Berufsverbot der 70er Jahre deutliche Spuren in unseren Herzen und Köpfen hinterließ.

Zusammen mit allen Angehörigen, Kindern und Enkeln betrauern wir Ilse, wir vermissen sie jetzt schon, werden aber immer glücklich sein, sie gekannt zur haben.

Christiane, Traute, André und Georg
für den Landesvorstand VVN-BdA Hamburg

Wir suchen Verstärkung!

2. Februar 2024

Als älteste antifaschistische Organisation in Deutschland blicken wir auf eine bewegte Geschichte zurück. Wir sind parteiunabhängig, strömungs- und konfessionsübergreifend. Unsere Schwerpunkte sind das Eintreten gegen Neonazismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Militarismus und für eine antifaschistische Geschichts- und Erinnerungspolitik. Als Hamburger Landesorganisation der VVN-BdA suchen wir ab sofort eine:n:

Referent:in (m/w/d) für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Aufgaben

  • Koordination und Verfassen von Presseerklärungen in Absprache mit dem geschäftsführenden und dem Landesvorstand
  • Pflege von Pressekontakten
  • Koordination der Social-Media-Aktivitäten
  • Erstellen von Content für Homepage, Newsletter und Social-Media-Kanäle,
  • Redaktion der Antifa-HH-Seite und Druckstücke
  • Pflege der Homepage der Landesvereinigung
  • Zusammenarbeit mit den Kreisvereinigungen und der Bundesvereinigung
  • Medienauftritt

Anforderungen:

  • Abgeschlossenes sozialwissenschaftliches Studium und/oder Ausbildung im Bereich Medien
  • Erfahrungen in der Pressearbeit
  • Sehr gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen in Deutsch
  • Kenntnis einschlägiger Software der Homepage, Text- und Bildbearbeitung
  • Bereitschaft zu flexibler Arbeitszeitgestaltung und Homeoffice
  • Ein hohes Maß an Eigeninitiative
  • Erfahrung mit der Arbeit in politischen Strukturen
  • Antifaschistisches Engagement und Verbundenheit mit unseren Zielen

Arbeitszeit: 10-15 Std./Woche. Entgelt: 800-1.200EUR brutto/Monat + 13. Monatsgehalt

Die Stelle ist unbefristet, die Probezeit beträgt sechs Monate. Bewerbungen bitte als zusammengefasste PDF an vvn-bda.hh@t-online.de.

Woche des Gedenkens

3. Januar 2024

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Der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar ist Anlass für die „Woche des Gedenkens“ im Bezirk Hamburg-Nord. Sie steht für das gemeinsame Gedenken an die Opfer der Shoah und gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, aber auch gegen heutige Rechtsentwicklungen in der Gesellschaft.

2024 steht das Thema „Euthanasie“ und Zwangssterilisation im Fokus der Woche des Gedenkens. Zahlreiche Kultureinrichtungen, Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürger haben setzen sich mit einem vielfältigen Programm aus Konzerten, Ausstellungen, Rundgängen, Podiumsdiskussionen und anderen Veranstaltungen für ein würdiges Erinnern und gegen das Vergessen ein. Auch die VVN-BdA Kreisvereinigung Nord beteiligt sich mit zwei Veranstaltungen.

  • Am 1. Februar, Rechtsentwicklung in der Gesellschaft, Gefahr von rechts – Was können wir tun, wie können wir dagegen aktiv werden? Mit Andreas Speit.
  • Am 15. Februar, Guided Tour Gedenkstätte und aktuelle Informationen: Zukunft der Gedenkstätte KolaFu.

Die Woche des Gedenkens beginnt wie jedes Jahr mit einer Feierstunde am 27. Januar um 18:00 Uhr. Weiterführende Informationen zum Programm entnehmt ihr bitte diesem Flyer sowie der Website der Bezirksversammlung.

Eine weitere Veranstaltung anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 wird vom AK Distomo und dem Auschwitz Komitee am 21.01. organisiert. Weitere Informationen dazu findet ihr hier.

Antifaschistische Vorsätze für 2024

20. Dezember 2023

2024 steht vor der Tür – und die Gesellschaft droht weiter nach rechts zu kippen: Mit der Reform des Asylrechts auf EU-Ebene wird das Leid von Flüchtenden drastisch zunehmen.

Die AfD freut sich auf Wahlerfolge bei den Kommunal- und EU-Wahlen im Sommer und kann darauf hoffen, in drei Bundesländern stärkste Kraft zu werden.

Zusätzlich gibt die Regierung Milliarden für Rüstung aus, kürzt im sozialen Bereich und steht der Rechtsentwicklung hilflos bis bejahend gegenüber.

In Hamburg sieht es leider ähnlich aus: Die CDU unterstützt eine Initiative zum Genderverbot, die AfD freut sich laut Prognosen auf eine Verdreifachung ihrer Wähler:innenstimmen und der Senat lässt sich beim Thema Gedenkstätten von privaten Investor:innen zur Kasse bitten.

Mit welchen Vorsätzen könnte man also ins Jahr starten? Wir haben vier antifaschistische Ideen für euch!

Supporte antifaschistische Strukturen! Werde VVN-BdA Mitglied, engagiere dich in der Kreisvereinigung in deiner Nähe oder schaue bei den offenen Treffen von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg vorbei. Helfende Hände, gute Ideen und Beharrlichkeit sind die Grundlage für antifaschistischen Erfolg! 

Bilde dich fort! Melde dich für einen Workshop gegen Alltagsrassismus an. Aufstehen gegen Rassismus Hamburg hat fünf neue Termine für das erste Halbjahr 2024 veröffentlicht. Du findest sie hier. Die Workshops sind kostenlos und helfen dir, im Alltag Position zu beziehen und in dein Umfeld hineinzuwirken.

Bleib auf dem Laufenden! Wie wäre es zum Beispiel mit dem Besuch unserer Antifa-Filmreihe oder der Mahnwache am ehemaligen Gestapo-Hauptquartier im Stadthaus? Veranstaltungen und News rund ums Thema Antifa und Hamburger Erinnerungspolitik findest du hier und in unserem Newsletter.

Unterstütze uns mit einer Spende! Wir finanzieren uns ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden und jeder Euro hilft uns, unseren Einsatz gegen Rechts zu gestalten!

Hamburger Sparkasse, IBAN : DE 78  200 505 50 1206 127183, BIC HASPDEHHXXX.

Menschenrechte verteidigen

2. Dezember 2023

Die Gesellschaft erlebt erneut einen Rechtsruck, der sich gegen Migrant:innen und Geflüchtete richtet. Es ist wichtig, jetzt gemeinsam auf die Straße zu gehen um zu zeigen, dass es breite Unterstützung für die Rechte von Geflüchteten und eine offene Gesellschaft gibt. Denn Menschenrechte sind nicht verhandelbar!

Deshalb kommt zur Demonstration „Migration ist ein Menschenrecht“ am Sonntag, 10. Dezember 2023 um 13.00 Uhr am Hansaplatz.

Unser Statement zur geplanten Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) findet ihr hier.

Weitere Informationen und den Aufruf zur Demonstration findet ihr hier.

Jahrestag am 9. November

1. November 2023

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Anlässlich des 85. Jahrestags der Reichspogromnacht finden am Donnerstag, den 9. November 2023, Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer statt. Wir laden euch herzlich dazu ein!


14:30-15:30 Uhr auf dem Joseph-Carlebach-Platz (Grindelhof)
Erinnerung und Mahnung! Es sprechen Sandra Goldschmidt (ver.di Hamburg), Pastor Sieghard Wilm (St. Pauli Kirche) und Michael Batz (Autor, Lichtkünstler). Moderation: Traute Springer-Yakar (VVN-BdA Hamburg)
Veranstaler:innen: VVN-BdA Hamburg, Jüdische Gemeinde in Hamburg, Universität Hamburg
Weitere Informationen: hier.

ab 16:30 Uhr: Gedenkveranstaltung der Jüdischen Gemeinde in Hamburg und der Stiftung Bornplatzsynagoge auf dem Joseph-Carlebach-Platz. Anschließend: „GRINDEL LEUCHTET“ – Gedenken an den Stolpersteinen im Grindelviertel.

17:00-18:30 Uhr: Schiffsfahrt und Gespräch, Zikaron BaSalon auf der Alster
Zikaron BaSalon ist eine israelische Initiative, bei der Privatpersonen in ihre Wohnzimmer einladen, in unserem Fall auf ein Schiff auf der Binnen- und Außenalster, um den Bericht eines Shoah-Überlebenden zu hören. An diesen Abend befassen wir uns mit der „Opfer“- und „Täter“-Rolle. Mutig und wahrhaftig wird ein Gast von seiner SS-Familie erzählen. Der Lichtkünstler Michael Batz wird zum Licht beitragen. Eintrittskarten und Tickets unter: LINK
Weitere Informationen: hier.

19:30 Uhr: Gegen das Vergessen, Veranstaltung des Auschwitz-Komitees (Hörsaal, Von-Melle-Park 9)
Mit Prof. Dr. Detlef Garbe (Historiker), Cornelia Kerth (VVN-BdA), zivilgesellschaftlichei Initiativen zur Erinnerungskultur und Mitgliedern des Auschwitz-Komitees. Musik: Bejarano & Microphone Mafia mit Lina Brinkmann als Gast.
Weitere Informationen: hier.

Nehmt es wahr, nehmt wenigstens ihr es wahr…

25. September 2023

Das Bedeutsamste und Kostbarste aus deutscher Geschichte ist und bleibt der antifaschistische Widerstand.

In einem eindringlichen „Appell an die Jugend“ warnten unsere Ehrenpräsidentin Esther Bejarano (1924-2021) und unser langjähriges Vorstandsmitglied Peter Gingold (1916-2006) schon 1997 vor einem Erstarken von Rassismus, Nationalismus, Nazismus und Krieg.

Gerade heute, wo rechte Gewalt weltweit zunimmt, ein schrecklicher Krieg in Europa tobt und die AfD zweistellige Ergebnisse erzielt, sind die Worte unserer ehemaligen Kamerad:innen eindrücklicher und wichtiger denn je.

Laßt das Vermächtnis des Widerstandes nicht in Vergessenheit versinken, den Schwur von Buchenwald: »Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel!«

Für Waffenstillstand und Verhandlungen! Stoppt das Töten!

19. September 2023

Kommt am Internationalen Tag des Friedens mit uns und dem Hamburger Bündnis gegen Militarismus und Krieg auf die Straße:

Donnerstag, 21.09.2023, 17:30-18:30 Uhr
Mönckebergstraße, vor SATURN

Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die gesamte Ukraine, der seit dem 24. Februar 2022 zu hunderttausenden Toten und Verletzten sowie Millionen Geflüchteten geführt hat.Russland hat diesen Krieg begonnen. Russland kann ihn jederzeit beenden.

Wir sind solidarisch mit den Menschen in der Ukraine. Wir erkennen das völkerrechtlich verbriefte Recht auf Selbstverteidigung an. Die Logik des Krieges muss durchbrochen werden. Vor allem die Betroffenen, die zivilen Widerstand leisten und gewaltfreie Aktionen durchführen, die desertieren oder den Kriegsdienst verweigern, brauchen unsere Unterstützung.

Wir fordern diplomatische Initiativen, Waffenstillstand und Friedensverhandlung, den vollständigen Rückzug des russischen Militärs und den Schutz durch humanitäre Visa und Asyl für alle Menschen, die sich dem Krieg entziehen möchten. Es muss alles getan werden, um einen Atomkrieg zu verhindern. Um die weitere Finanzierung des Krieges zu stoppen und die Klimakatastrophe abzuwenden, braucht es den Ausstieg aus fossilen Energieträgern.

Hier findet ihr den ganzen Aufruf. Hier geht es zur Facebook-Veranstaltung.

Arbeitskreis Neofaschismus

2. September 2023

Am 23. August hat der Hamburger Landesvorstand der VVN-BdA entschieden, dass ein Arbeitskreis Neofaschismus (neu) gegründet wird.

Im AK Neofa arbeiten wir systematisch und kontinuierlich zum Thema extreme Rechte / Neofaschismus in Hamburg. Aktuell ist eine Artikelserie geplant, die einen Überblick über rechte Strukturen in Hamburg gibt, und dann als Broschüre erscheinen soll. Gerade das Aufdecken von Verbindungen zwischen extremer Rechter, parlamentarischer Rechter und der Verschwörungsszene ist uns dabei wichtig. Wir haben den Eindruck, dass es Normalisierungstendenzen gibt, denen wir etwas entgegenstellen wollen. Konsequente antifaschistische Arbeit muss solche Tendenzen klar benennen – und sie dafür gut recherchiert aufbereiten und vermitteln. Darüber hinaus entwickeln wir weitere Projekte.

Mitglieder, die sich für eine Mitarbeit im AK Neofa interessieren, können sich an vvn-bda.hh@t-online.de wenden.

Die Welt braucht Frieden!

17. August 2023

Wie in letztem Jahr rufen wir gemeinsam mit dem DGB Hamburg, dem AVS und dem Auschwitz-Komitee zur gemeinsamen Kundgebung am 1. September, dem Antikriegstag, auf. Kommt mit uns auf die Straße, um ein Zeichen für Solidarität, Gerechtigkeit, für Freiheit und Frieden zu setzen.

Programm:

Kranzniederlegung
10:00 Uhr am Mahnmal für die Opfer von Krieg und Faschismus des Friedhofs Ohlsdorf
Kundgebung und Hissung der Friedensfahne
15:00 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus (Besenbinderhof 60)
Diskussionsveranstaltung in Kooperation mit ver.di „Den Frieden gewinnen – Abrüsten statt Aufrüsten“
18:00 Uhr im KLUB (Besenbinderhof 62)

Politische Grundlage ist der Aufruf des DGB:

Die Welt braucht Frieden! Wir stehen zusammen: für Solidarität, für Gerechtigkeit, für Freiheit und für Frieden – jetzt!

Jeder Krieg ist ein Angriff auf die Menschheit und die Menschlichkeit. Das ist eine zentrale Lehre, die wir aus der Geschichte gezogen haben. Das ist der Grund, weshalb wir uns mit all unserer Kraft für Frieden, Rüstungskontrolle und Abrüstung, für die Achtung der Menschenrechte und für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen. Wir leben in einer Zeit, in der dieses  Engagement besonders gefordert ist. In unserer Nachbarschaft tobt der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Wir fordern die russische Regierung auf, ihn durch den  Rückzug ihrer Truppen zu beenden und die territoriale Integrität der Ukraine wiederherzustellen. Das in der Charta der Vereinten Nationen niedergelegte Recht der Ukraine auf Selbst- verteidigung steht für uns außer Frage.

Wir warnen aber eindringlich vor dem Irrglauben, immer mehr Waffen für die Ukraine würden zu einem schnelleren Ende des Krieges führen. Und wir  warnen vor der einseitigen Fixierung der Debatte auf Waffenlieferungen und ein Denken in den Kategorien „Sieg“ oder „Niederlage“. Wir fordern die Bundesregierung auf, ihr Handeln stärker  auf friedliche Ansätze zur Konfliktlösung zu fokussieren: Haben Sie den Mut, mehr Diplomatie zu wagen! (…)

Wir werden von der Überzeugung getragen, dass wir unsere Ziele nur in großer Solidarität erreichen. Rechtsextreme Positionen und Verschwörungsmythen haben bei uns keinen Platz. Wir  werden uns nicht wegen der Hautfarbe, sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität, Religion oder Behinderungspalten lassen. (Auszug aus dem diesjährigen Aufruf des DGB.)

Hier geht’s zum ganzen Aufruf.

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