Pressemitteilung: Finanzamt rudert zurück – VVN-BdA ab 2019 wieder gemeinnützig!

25. März 2021


Der erste Schritt ist getan: Über unsere Anwälte erreichte uns heute die Mitteilung des Finanzamtes für Körperschaften I in Berlin für das Jahr 2019: die VVN-BdA ist wieder gemeinnützig.


Das ist ein gutes und wichtiges Signal für den Antifaschismus in diesem Land!


Zur Begründung teilt das Finanzamt mit, die Gemeinnützigkeit könne „nach eingehender Prüfung“ gewährt werden, da die Bundesvereinigung der VVN-BdA im Jahr 2019 im Verfassungsschutzbericht des bayerischen Geheimdienstes nicht mehr als „extremistische Organisation“ eingestuft sei. Aufgrund der geänderten Einstufung stehe der Paragraph 51 der Abgabenordnung der Anerkennung der Gemeinnützigkeit „nicht im Wege“.


Die VVN-BdA wertet das als Signal, dass die Vernunft siegen wird und wir sind jetzt zuversichtlich, bald auch eine positive Nachricht für die Jahre 2016-18 zu erhalten.

An dieser Stelle bedanken wir uns schon einmal bei allen, die uns bei dieser schwierigen und langen Auseinandersetzung unterstützt haben! Durch die große Solidarität, die verstärkte Öffentlichkeit und den lauten Protest von Vielen wurde deutlich, welche Bedeutung die VVN-BdA in diesem Land bis heute innehat, und dass Antifaschismus eine breite gesellschaftliche Basis hat.


Gemeinsam sind wir stark!


Für Presseanfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Kontakt: Hannah Geiger (Pressereferentin VVN-BdA) presse@vvn-bda.de Mobil |Mobile +49 (0)178 2785958 Telefon (+49) 030-55579083-4 Telefax (+49) 030-55579083-9

Gedenken an die Weiße Rose 2021 – Rede von Heike von Borstel

2. März 2021

Liebe Anwesende,

ich begrüße Euch und Sie im Namen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten zu unserem Gedenken an die ermordeten Mitglieder der Weißen Rose in München und Hamburg. Am Montag jährte sich die grausame Hinrichtung der jungen Widerstandskämpferin Sophie Scholl, ihres Bruders Hans Scholl und ihres gemeinsamen Freundes Christoph Probst am 22. Februar 1943 in München zum 78. Mal. Auch ihre Freunde und Kommilitonen Alexander Schmorell und Willi Graf sowie ihr Professor Kurt Huber wurden kurze Zeit nach ihnen auf die gleiche Weise ermordet. Ihre Namen finden Sie hier links auf der Gedenkplatte mit den Namen.

Sie alle kämpften während des Krieges schon längere Zeit in München gegen das Naziregime; sie schrieben nachts Parolen für die Freiheit und gegen den Krieg an Wände und schließlich schrieben sie Flugblätter. Ihre ersten 4 Flugblätter überschrieben sie mit „Flugblatt der Weißen Rose“. Darum wurden sie nach der Befreiung vom Faschismus die „Weiße Rose“ genannt.

Insgesamt waren es 6 Flugblätter gegen das Naziregime, die diese mutigen jungen Menschen und ihr Professor unter Einsatz ihres Lebens geschrieben und mit Hilfe vieler anderer mutiger Menschen im ganzen Land verbreitet haben. So kamen die Flugblätter u.a. durch die Studentin Traute Lafrentz und nach der Ermordung der Geschwister Scholl und ihrer Freunde in München durch den Hamburger Chemiestudenten Hans Leipelt und seiner Freundin Marie Luise Jahn nach Hamburg. Im Haus seiner Mutter Katharina Leipelt hatten sich schon früh regelmäßig Menschen getroffen, um sich über ihre Kritik am Regime auszutauschen. Zu den Freundinnen von Katharina gehörten Elisabeth Lange und Margarete Mrosek. Der Amtsgerichtsrat Dr. Kurt Ledien fand über seine Kinder Zugang zur Familie Leipelt. Auch im Keller der Buchhandlung „Agentur im Rauhen Haus“ am Jungfernstieg 50, deren Juniorchef der Germanistik- und Philosophiestudent Reinhold Meyer war, trafen sich immer wieder und mit der Zeit immer mehr Menschen, um über Hitler und das unmenschliche System der faschistischen Regierung zu sprechen und zu überlegen, wen sie noch in ihren Widerstand einbeziehen könnten. Auch ehemalige Schülerinnen und Schüler der einst reformorientierten Lichtwarkschule wie Margaretha Rothe, Traute Lafrentz oder der Wellingsbüttler Karl Ludwig Schneider, die sich auf geheimen Leseabenden bei ihrer ehemaligen, strafversetzten Lehrerin Erna Stahl näher kennenlernten, fanden zum Widerstandskampf. So wie auch viele Ärztinnen und Ärzte und Medizinstudent_innen am Universitätskrankenhaus Eppendorf, die sich dort candidates of humanity nannten und zu denen die Medizinstudentin Margaretha Rothe und der Medizinstudent Frederick Geussenhainer gehörten. Ihre Namen finden sie hier rechts auf der Gedenkplatte mit den Namen.

Viele von ihnen wurden auf grausamste Weise gequält und ermordet. Nach dem Krieg nannte man sie den „Hamburger Zweig der Weißen Rose“, weil es vielfältige Verbindungen gab und sie die Flugblätter auch hier lasen, abtippten und verbreiteten.

Lesen Sie diese Flugblätter und Sie werden verstehen, wie viel Mut es brauchte, sie herzustellen und zu verbreiten zu einer Zeit, in der Menschen, die Kritik am Regime übten, dies immer unter Einsatz ihres Lebens taten und viele, viele mit ihrem Leben bezahlen mussten.

Und darum finden wir – und ich glaube, ich spreche hier im Namen aller Anwesenden – es unerträglich und kaum auszuhalten, wenn sich heute Menschen hinstellen und sich in ihrem Kampf gegen die Coronaregeln mit Anne Frank oder Sophie Scholl vergleichen oder wie die AfD behaupten, Sophie Scholl hätte sie heute gewählt.

Wenn ihr wie sie wäret, dann wäret ihr jetzt tot. In oftmals endlosen grausamen Folterverhören in die Verzweiflung getrieben, in kurzen Prozessen von alles vernichtenden Nazirichtern zum Tode verurteilt oder völlig ohne irgendein Verfahren, getötet mit einem Fallbeil oder in Neuengamme in einer Nacht- und Nebelaktion erschossen oder gehenkt worden. Nein, dazu habt ihr kein Recht.

Was für eine abscheuliche Verharmlosung des Faschismus und seiner Verbrechen!

Aber dass junge Menschen so etwas sagen, zeigt auch, dass wir nicht aufhören dürfen, aufzuklären, von den Menschen zu erzählen, den Toten ihre Namen und Gesichter zurück zu geben.

Ich habe in den letzten Jahren hier den tschechischen Widerstandskämpfer Julius Fucik zitiert und möchte das an dieser Stelle noch einmal tun: „Um eines bitte ich: Ihr, die ihr diese Zeit überlebt, vergesst nicht. Sammelt geduldig die Zeugnisse über die Gefallenen. Eines Tages wird das Heute Vergangenheit sein, wird man von der großen Zeit und von den namenlosen Helden sprechen, die Geschichte gemacht haben. Ich möchte, dass man weiß, dass es keine namenlosen Helden gegeben hat. Dass es Menschen waren, die ihren Namen, ihr Gesicht, ihre Sehnsucht und ihre Hoffnung hatten, und dass deshalb der Schmerz auch des letzten unter ihnen nicht kleiner war als der Schmerz des ersten, dessen Name erhalten bleibt. Ich möchte, dass sie alle euch immer nahe bleiben, wie Bekannte, wie Verwandte, wie ihr selbst.“

Und darum ist es auch gut, dass diese stilisierte Gedenk-Rose von Franz Reckert hier mitten in unserem Alltag steht, dass die Mitte unseres Dorfes den Namen der „Weißen Rose“ trägt – und das schon seit über 40 Jahren.

Und doch wäre es schön, wenn alle, die hier vorbeigehen, hier sitzen und Eis essen oder einkaufen, noch mehr von diesen mutigen Menschen, ihrem Leben und ihren Wünschen nach Freiheit, Frieden und Menschlichkeit wüssten.

Sie wollten Freiheit. Sie schrieben es nachts an die Wände – in München, Hamburg und anderswo. „Freiheit“ war das letzte Wort von Hans Scholl. Sie wollten offen ihre Meinung sagen, offen politische Diskussionen führen dürfen. Sie wollten die verbotenen Bücher lesen, die sogenannte „entartete Kunst“ kennen lernen, wollten Swingmusik hören und dazu tanzen.
Sie wollten es für sich und alle Menschen.
Sie wollten, dass die massenhafte Ermordung der jüdischen Menschen, die unbeschreiblichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den besetzten Gebieten aufhört.
Sie wollten Frieden. Wollten, dass das sinnlose Abschlachten so vieler Menschen aufhört. Einige von ihnen waren als Soldaten im Krieg oder als Medizinstudenten im Kriegseinsatz gewesen und erlebten die Grausamkeiten des Krieges und der Verbrechen gegen die Zivilgesellschaft.

Sie forderten in ihren Flugblättern zur Sabotage in den kriegswichtigen Fabriken auf, zur Verweigerung aller Aktivitäten des faschistischen Regimes.

Ich beobachte immer wieder Kinder, die ihre Eltern hierher ziehen – vor allem dann, wenn Blumen hier liegen – und Fragen stellen. Aber wer weiß schon etwas von dem Medizinstudenten Frederick Geussenhainer, der Hausfrau Margarete Mrosek oder der Chemikerin Katharina Leipelt und ihrem Sohn dem Chemiestudenten Hans zu erzählen, der Medizinstudentin Margaretha Rothe, der Hausfrau Elisabeth Lange oder dem Amtsgerichtsrat Dr. Kurt Ledien zu erzählen?

Erinnern gegen das Vergessen – gegen das Verschweigen und Verdrängen – die Lebens- und Leidensgeschichten der Ermordeten erzählen – ihnen ihre Gesichter wiedergeben – hier in unserem Stadtteil.

Das tun hier in den Walddörfern Viele und schon lange: Der Arbeitskreis Weiße Rose, der Geschichtsraum Walddörfer, der für die vielen Stolpersteine in den Walddörfern geforscht und gesorgt hat – und es immer noch tut, die Schüler_innen des Walddörfer Gymnasiums mit ihrem Lehrer, die sich am 9. November bei der Aktion „Volksdorf leuchtet“ an die Stolpersteine stellen und von den Ermordeten erzählen, die Teamer_innen der evangelischen Kirchen in den Walddörfern, die Begegnungsstätte Bergstedt und nicht zuletzt Herr Stockhecke, der coronabedingt in diesem Jahr nicht in der Koralle an die Weiße Rose erinnern durfte … um nur einige zu nennen.

Auch in der Hamburger Innenstadt im Stadthaus, der ehemaligen Hamburger Gestapozentrale …. heute die mondänen Stadthöfe, in denen flaniert werden soll und das prächtige Hotel Tortue, dessen Namen so sehr an das französische Wort Torture erinnert – auch dort hätte ein solches Gedenken stattfinden können und müssen. Versprochen waren 700 qm, vertraglich geregelt war es, aber ein winziger Raum in einer Buchhandlung ist es geworden. All unsere Mahnwachen, die Unterschriften der Angehörigen, Kinder und Enkelkinder der dort gefolterten und ermordeten Widerstandskämpfer_innen – nichts hat geholfen. Die Hamburger Politik und die Kulturbehörde hat kein Interesse, das mitten in der Stadt, dort, wo es geschehen ist, umzusetzen.

Und der nächste Skandal in Sachen Hamburger Erinnerungskultur ist gerade in den letzten Wochen bekannt geworden: Über dem Erinnerungszentrum Hannoverscher Bahnhof für die Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma und viele andere Verfolgte, die zu Tausenden von diesem Bahnhof nach Auschwitz und in die anderen Vernichtungslager transportiert wurden – heute in der Hafencity – soll ausgerechnet die Firma Wintershall DEA einziehen! Eine Firma, die Hitler schon vor 1933 unterstützt hat, sich im Faschismus ohne Ende bereichert und tausende Zwangsarbeiter_innen ausgebeutet hat; die seit 1968 zu 67% BASF, Gründer und Nachfolger der IG Farben, die u.a. das erste private Lager in Auschwitz-Monowitz gebaut und das Zyklon B lieferten, mit dem die Menschen, die aus unserer Stadt in den Zügen der Deutschen Reichsbahn in die Vernichtung gefahren wurden, dann in Auschwitz vergast wurden.

So viel Gedankenlosigkeit, fehlende Empathie und Zynismus kann man gar nicht fassen – und doch ist es so. Was für ein Skandal! Was kommt denn noch?!

Also lassen wir nicht nach, halten wir die Erinnerung wach an all die Menschen, die es gewagt haben, dem verbrecherischen faschistischen Regime die Stirn zu bieten und dafür auf bestialische Weise ermordet wurden.

Erinnern heißt aber auch heute Handeln gegen Unrecht, Antisemitismus, Rassismus und Antiziganismus. Diese Worte unserer Auschwitzüberlebenden und Ehrenpräsidentin der VVN Esther Bejerano sind eine Aufforderung an uns alle.

Auch heute werden viele Menschen in ihrem Kampf gegen Rechtsextremismus, gegen Rassismus und gegen Antisemitismus beschimpft und ganz persönlich angegriffen, werden Journalist_innen in den sogenannten sozialen Netzwerken auf übelste Weise verunglimpft und ihnen ganz offen gedroht, werden Menschen auf der Straße gejagt, darf das verbrecherische System und Tun der Nazis als „Vogelschiss der Geschichte“ bezeichnet werden – immer noch ungeahndet!

Als wir hier vor einem Jahr am 22. Februar zusammenkamen, hatte uns gerade die Nachricht von der grausamen Ermordung vieler Menschen in Hanau erreicht und entsetzt.

Und wir mussten wieder erleben, dass uns die Theorie vom Einzeltäter entgegengehalten wurde …..

Nein, das sind keine Einzeltäter – sie alle setzen konsequent um, was die geistigen Brandstifter, die hier im Land ihren widerlichen Hass und ihre Hetze fast ungestraft verbreiten dürfen. Sie sind überall: Wie oft und wie lange schon haben wir auf die Nazistrukturen in Polizei und Bundeswehr hingewiesen – erst im vergangenen Jahr mussten offizielle Stellen endlich zugeben, dass das so ist. Wir haben aufgezeigt, wo sie alle sind, haben gemahnt, was dabei rauskommt, wenn diese Menschen sogar imBundestag ihren Dreck verbreiten dürfen. Nicht nur Prominente wie der Bürgermeister Lübcke sind bedroht und ermordet worden.

Die NSU-Opfer, die Ermordeten von Halle und Hanau mahnen uns, nicht nachzulassen. Auch bei uns in Hamburg passieren jeden Tag unfassbare Dinge – wie nur eins unter vielen Beispielen der Umgang der Polizisten mit einem Schwarzen Lehrerkollegen in der Stadtteilschule Heidberg zeigt.

Wo ist und was tut der „Verfassungsschutz“, der uns alle und unsere Verfassung schützen soll? Der beschäftigt sich offensichtlich lieber mit den Antifaschistinnen und Antifaschisten, die diesem Treiben der Rechten entgegentreten – und das nicht nur an Gedenktagen, sondern immer dann und dort, wo die Nazis und andere Rechte ihre rassistischen und antisemitischen Ideen verbreiten und fast täglich Menschen von Nazis bedroht werden.

Was tut die Politik in Berlin? Die Politiker_innen rufen dazu auf, der Rechtsentwicklung in unserem Land entschieden entgegenzutreten und sprechen uns, der VVN – immerhin der größten antifaschistischen Organisation des Landes – gleichzeitig die Gemeinnützigkeit ab. Warum tut ihr das? Ist das euer „Aufstand der Anständigen“? Was sagt das über euch und eure Mahnungen, euer Gedenken an Jahrestagen?!

Nein, wir erneuern hier am Gedenkstein für euch, die ihr keine Helden, keine Märtyrer wart und sein wolltet, sondern Menschen, die wie wir alle leben, lieben und lachen und ein lebenswertes, friedliches, gerechtes Leben für Alle wollten und für ihre tiefe Überzeugung einstanden und da, wo so Viele schwiegen das Wort ergriffen und gehandelt haben – unser Versprechen, nicht zu schweigen, sondern laut zu widerstehen und zu handeln. Das Leitmotiv, das Hans Leipelt in Hamburg über das 6. Flugblatt der Weißen Rose schrieb hieß: …“ und ihr Geist lebt trotzdem weiter“.

Lassen wir ihn leben. Lasst uns den Wunsch und das Vermächtnis der Weißen Rose und aller anderen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer, der Überlebenden von Buchenwald und Ausschwitz weitertragen.

Unterstützt die Forderung, den 8. Mai, den Tag der Befreiung vom Faschismus endlich zum Feiertag zu machen.

Lest die vielen Texte über diese lieben Menschen, zum Beispiel auf der Website www.stolpersteine-hamburg.de. Lest die Flugblätter der Weißen Rose, zum Beispiel auf der Seite der Bundeszentrale für Politische Bildung. Verbreitet sie weiter und erzählt von ihren Autorinnen und Autoren!

Und vielleicht legt hier dann ab und zu Blumen hier hin, denn dann kommen die Vorbeigehenden näher und stellen Fragen, die ihr dann vielleicht sogar beantworten könnt.

Und vielleicht kommt Ihr am 18.Juli zum 100. Geburtstag von Hans Leipelt hierher.

Wir beenden unsere Gedenkveranstaltungen immer mit dem Lied der Moorsoldaten. Dieses Lied ist im KZ Esterwegen entstanden.

Leider dürfen wir heute nicht laut mitsingen, aber leise unter der Maske geht’s vielleicht auch.

Hannes Wader wird es für uns laut tun.

Zuvor möchte ich gerne noch einmal die Namen der ermordeten Menschen verlesen und euch bitten, einen Moment innezuhalten und ihrer still zu gedenken:

Sophie Scholl, Hans Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf, Professor Kurt Huber, Katharina Leipelt, Hans Leipelt, Reinhold Meyer, Elisabeth Lange, Dr. Kurt Ledien, Margaretha Rothe, Friedrich Geussenhainer, Margarete Mrosek

Ich danke Ihnen und euch für ’s Kommen und Zuhören.

Pressemitteilung – Das zukünftige Dokumentationszentrum „Hannoverscher Bahnhof“ bekommt Nachbarn mit NS-Vergangenheit.

2. Februar 2021

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –

Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN–BdA) e.V Hamburg

Das Hamburger Abendblatt online meldet am 15. Januar 2021: „Wintershall DEA zieht in die HafenCity“. Im Sommer 2022 soll es so weit sein. Im Erdgeschoss desselben Bürogebäudes am Lohsepark wird dann auch das Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof eröffnet werden, das der Geschichte der aus Hamburg in die Vernichtung Deportierten gewidmet ist.

Im Gegensatz zu den ermordeten Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma steht Wintershall für die Täter:

Der Vorstandsvorsitzende August Rosterg war einer der frühen Unterstützer der Nazis. Bereits 1931 traf er im Geheimen mit Adolf Hitler zusammen und war ebenfalls vor 1933 Mitglied des „Keppler-Kreises“, der Spenden für dessen Partei einwarb.

Wintershall gehörte zu den Profiteuren des Naziregimes. Das Unternehmen beteiligte sich an der Ausplünderung der im Zweiten Weltkrieg okkupierten Länder und beutete knapp 10.000 Zwangsarbeiter*innen in seinen Werken aus. Diese wurden vom Werksschutz an den Baracken abgeholt und zurückgebracht, immer wieder übernahm der Werkschutz auch die „Nachtwache“ an den Baracken. Heute gehört Wintershall DEA zu rund 70 % dem IG-Farben-Gründungs- und Nachfolge-Konzern BASF.

Nach dem anhaltenden Skandal um die ehemalige Hamburger Gestapo-Zentrale Stadthaus bahnt sich hier nun der nächste Skandal hanseatischer Geschichtsvergessenheit an: die Hamburger Dokumentationsstätte für die Opfer der Shoah soll sich ein Gebäude mit einem NS-Täter-Konzern teilen.

Das Hamburger Abendblatt zitiert den Vorstandsvorsitzenden der Wintershall DEA, Mario Mehren: „Mit dem neuen und langfristig anzumietenden Bürogebäude haben wir Büros gefunden, die zu Wintershall DEA passen“.

Am 27. Januar wurde inzwischen mit vielen Veranstaltungen an die Opfer des Nazi-Regimes erinnert. Erinnerung wird aber zur Farce, wenn zugleich die Überlebenden und Nachkommen der Opfer in solcher Weise brüskiert werden.

VVN-BdA Hamburg, 28. Jan. 2021

Initiative Gedenkort Stadthaus – Der Protest geht weiter – jeden Freitag 17-18 Uhr

19. Januar 2021

Ecke Stadthausbrücke / Neuer Wall

Unbedingt anschauen: Hamburger SchülerInnen für den Erhalt der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA

4. Juni 2020

Hamburger Schülerinnen und Schüler haben dieses tolle Video produziert

Das müsst ihr gesehen haben!!!!!!

VVN-BdA in Zeiten der Corona-Einschränkungen

7. April 2020

Unser Büro ist weiterhin nur sporadisch besetzt,  die Mitglieder des Geschäftsführenden Landsvorstandes, Christiane, Georg, Ilse und Traute arbeiten von zu Hause aus. Aber Ihr könnt uns eine E-Mail schicken – vvn-bda.hh@t-online.de – , denn der Anrufbeantworter wird nur einmal pro Woche abgehört und beantwortet. Wir freuen uns darauf, euch möglichst bald wieder zu sehen.

Die VVN-BdA muss gemeinnützig bleiben!

28. Januar 2020

Die Berliner Finanzbehörden haben der Vereinigung der Nazi-Verfolgten den Status der Gemeinnützigkeit aberkannt. Wir fordern, der VVN-BdA diesen Status wieder anzuerkennen.

Die Erinnerung an die Verbrecher und Opfer des Nationalsozialismus ist gerade in der heutigen Zeit wichtig für die Gesellschaft, da dadurch ein weiteres Erstarken des Faschismus gestoppt werden kann.

Nur eine von 17 Verfassungsschutzbehörden in Deutschland stuft die VVN-BdA als „linksextremistisch beeinflusst“ ein. Der bayerische Verfassungsschutz tut dies seit Jahren in seinen Berichten fast nach dem Copy-und-Paste-Verfahren.

Quelle: www.tagesschau.de/inland/verfolgte-naziregime-gemeinnuetzigkeit-101.html

Des Weiteren hat das Finanzamt Oberhausen aufgrund derselben Sachlage und Eingabe der VVN-BdA  NRW die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Von daher ist die Entscheidung des Berliner Finanzamts nicht nachvollziehbar.

Wer seine Solidarität auch mit Taten ausdrücken will, kann hier die Petition unterzeichen:

https://www.openpetition.de/petition/online/die-vvn-bda-muss-gemeinnuetzig-bleiben#petition-main

oder auch Mitglied der VVN-BdA werden:

vvn-bda.de/mitglied-werden/

Pressemitteilung:

Droht die Zerschlagung der VVN-BdA Bundesvereinigung durch die Finanzämter? 

Am 6. Januar 2020 wurde der thüringischen Landesvereinigung (TVdN-BdA e.V.) der VVN-BdA vom Finanzamt Erfurt die Gemeinnützigkeit erneut bescheinigt. Allerdings macht das Erfurter Finanzamt zur Auflage, dass der Thüringer Landesverband an die Bundesvereinigung keine Mittel mehr abführen darf. Damit sind die der Bundesvereinigung zustehenden Anteile am Beitragsaufkommen gemeint. Darüber hinaus fordert das Finanzamt Erfurt nun „aus gemeinnützlichkeitsrechtlicher Sicht“, dass der Thüringer Verband „bei der nächsten Mitgliederversammlung“seine Satzung zu ändern habe – was offenbar bedeutet, dass der Mittelfluss sogar satzungsmäßig unterbunden werden soll. Sollte der Thüringer Verband dieser Auflage nicht folgen, wird ihm mit Aberkennung der Gemeinnützigkeit gedroht, denn – so die Begründung – gemeinnützige Vereinedürfen nur an andere „steuerbegünstigte Körperschaften“ Mittel weitergeben. Hintergrund ist, dass der Bundesvereinigung am 4.11.2019 vom Berliner Finanzamt für Körperschaften 1 die Gemeinnützigkeit entzogen worden ist, wogegen diese Widerspruch  eingelegt hat. Am 16. Januar forderte das Finanzamt Saarbrücken die Landesvereinigung im Saarland auf, binnen drei Wochen zu erklären, wie sie künftig mit der Mittelweitergabe an die nunmehr  nicht mehr gemeinnützige Bundesvereinigung verfahre. Sollte die Aberkennung der Gemeinnützigkeit Rechtskraft erlangen ist also mit ähnlichen Auflagen wie in Thüringen in anderen Bundesländern zu rechnen. Dies würde den Verlust der Haupteinnahmen der Bundesvereinigung und damit das Aus für den Verband bedeuten. Unser Landesverband Thüringen wird gegen diese Auflage Einspruch einlegen und beantragen, die Angelegenheit bis zur Entscheidung über den Einspruch der Bundesvereinigung gegen den Berliner Bescheid ruhen zu lassen. Der Anwalt wird auch zur Anfrage im Saarland entsprechend Stellung nehmen.

Es bleibt dabei: Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben! 

Cornelia Kerth, Dr. Axel Holz, Bundesvorsitzende 

Elke Pudszuhn Vorsitzende TVdN-BdA  

22.01.20

Pressekontakt: Bundesgeschäftsführer Thomas Willms, 0176-22638719–

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten(VVN-BdA) e.v., Bundesvereinigung

Magdalenenstr. 19, 10365 Berlin

Tel.: +49 (0)30 5557 9083 2Fax: +49 (0) 5557 9083 9

Spendenkonto  IBAN: DE94 1005 0000 0190 0372 70   BIC: BELADEBEXXX

Initiative Gedenkort Stadthaus: Der Protest geht weiter!

30. Juni 2019

Mahnwache: jeden Freitag von 17.00 – 18.00 Uhr Stadthausbrücke / Ecke Neuer Wall

GERADE JETZT: Erinnern für Gegenwart und Zukunft 

WIR FORDERN:

  • Lern-, Dokumentations- und Gedenkort, der diese
    Geschichte des Stadthauses, die zur Geschichte Hamburgs
    gehört, ins öffentliche Bewusstsein bringt
  • Einen Raum für die Darstellung des antifaschistischen
    Widerstandes und die Würdigung der Widerstandskämpferinnen
    und Widerstandskämpfer
  • Für diesen Lernort Stadthaus eine Fläche, in der zumindest
    die schon vorhandenen Ausstellungen und Inhalte
    angemessen präsentiert werden können
  • Als einen Schritt dazu die Durchsetzung des zwischen
    der Stadt und dem Investor Quantum geschlossenen
    Vertrages über 750 Quadratmeter

Unterstützerinnen und Unterstützer:

Amicale Internationale de Neuengamme; Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V.; Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS); Auschwitz- Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. ; Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V.; City-Hof e.V. – Für gelebte und bebaute Kultur; Denkmalverein Hamburg; Förderkreis Gedenkstätte und Lernort Stadthaus; Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V.; Gängeviertel; Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.; Geschichtswerkstatt St. Georg; Hamburger Bündnis gegen Rechts; Initiative Gedenktafel Stadthaus 1981; Landesjugendring Hamburg e.V.; Lelka & Mania; Netzwerk Recht auf Stadt Hamburg; Stolperstein-Initiative Hamburg; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen; ver.di: AK Antirassismus, FG Sozial-, Kinderund Jugendhilfe, OV Hamburg des FB Medien, Kunst, Industrie; Verlag Assoziation A; Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V.; Dr. Sigrid Curth, Geschichtswerkstatt Wandsbek; Dr. Stephan Linck, Evangelische Akademie der Nordkirche; Hein Pfohlmann, 1. Vorsitzender des Kuratoriums der Gedenkstätte Ernst Thälmann Hamburg; Ibrahim Arslan; Detlef Baade; Prof. Dr. Ulrich Bauche; Rolf Becker; Esther Bejarano; Christine Ebeling; Bernhard Esser; Norbert Hackbusch; Hannes Heer; Ulrich Hentschel, Pastor i.R.; Barbara Hüsing; Michael Joho; Siri Keil; Bernhard Nette; Peggy Parnass; Bernhard Stietz- Leipnitz; Sönke Wandschneider, Pastor; Sylvia Wempner

V.i.S.d.P.: I. Jacob | Hein-Hoyer-Str. 41 | 20359 Hamburg

Initiative Gedenkort Stadthaus: Der Protest geht weiter – Jeden Freitag, 17.00 – 18:00 Uhr

29. März 2019

Mahnwache Stadthausbrücke / Ecke Neuer Wall

Ehrenamtliches Engagement für NS-Verfolgte in Hamburg

28. Mai 2015

Ein neues Projekt des Vereins „Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten“ bietet interessierten Hamburgerinnen und Hamburgern die Möglichkeit, sich ehrenamtlich in einem Besuchs- und Begleitdienst zu engagieren, der als Zielgruppe in Hamburg lebende ehemals NS-Verfolgte hat. Ziel ist es, die Lebenssituation der Betroffenen nachhaltig und konkret zu verbessern. Gespräche, Begleitung bei Einkäufen und zu Veranstaltungen, gelegentliche Hilfe im Haushalt oder im Garten, gemeinsam Spazierengehen, Vorlesen – angeboten wird alles, was den Aktionsradius der alten Menschen vergrößert und ihre Möglichkeit der Teilhabe am öffentlichen Leben steigert. Das Angebot ist kostenlos.   In den kommenden Monaten möchte das Projekt „Ehrenamtliches Engagement für NS-Verfolgte in Hamburg“ seinen Aktionsradius weiter ausdehnen. Gesucht werden deshalb:

  • Kontakte zu weiteren ehemals Verfolgten oder deren engen Angehörigen in Hamburg und im Hamburger Umland, die Begleitung und Unterstützung im Alltag wünschen. Auch Angehörige und Freunde können sich mit Hinweisen und Fragen gerne an den Verein „Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten“ wenden.

 

  • Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Die Ehrenamtstätigkeit kann flexibel vereinbart werden; die Einsätze finden einmal pro Monat oder wöchentlich statt, in der Regel tagsüber. Die Ehrenamtlichen erhalten eine Aufwandsentschädigung und sind über den Verein versichert. Sie sollten Interesse für die besondere Situation ehemals NS-Ver­folg­ter und Einfühlungsvermögen mitbringen. Der Verein „Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten“ bietet eine Einführung in die Tätigkeit sowie regelmäßige Treffen zum Austausch mit anderen Ehrenamtlichen und Fortbildungen.
  • Spenden. Geldspenden ermöglichen die Ausweitung des Projektes und garantieren seinen Fortbestand. Sie ermöglichen außerdem, Ausflüge mit den ehemals Verfolgten zu organisieren oder gemeinsam mit ihnen Veranstaltungen zu besuchen. Bankverbindung: Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V., IBAN: DE89 2019 0003 0012 2136 08, BIC: GENODEF1HH2

(Hamburger Volksbank, Kontonr. 12213608, BLZ 201 900 03)

Kontakt für alle Interessierten sowie für weitere Auskünfte:

Petra Schondey (1. Vorsitzende)

Katja Hertz-Eichenrode (Projektkoordination)

Lagerstraße 30-32

20357 Hamburg

Telefon: 040-38 68 66 -12

ehrenamt@psychosoz-arbeit.org www.psychosoz-arbeit.org

Das Projekt wird unterstützt von der VVN-BdA, Hamburg und dem Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme; gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“, Berlin.

Ehrenamt-Projekt_Info für VVN_2

8. März 2021 Internationaler Frauentag – Katharina Jacob – „Widerstand war mir nicht in die Wiege gelegt“

22. Februar 2021

Lesung und Musik – Online Videopräsentation: https://www.youtube.com/playlist?list=PLoTSLYR58bWVKHyXEiuxGqLgbCRyThcmp

Anmeldung nicht erforderlich

Katharina Jacob, geboren 1907 in einer Kölner Arbeiterfamilie, engagierte sich bereits früh politisch, seit 1928 war sie Mitglied der KPD in Hamburg. Von 1933 bis zur Befreiung 1945 war sie mehrmals im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel und anderen Gefängnissen und am Ende im Frauen-KZ Ravensbrück inhaftiert. Mit ihrem zweiten Mann, Franz Jacob, war sie wesentlich am Aufbau der Widerstandsorganisation um Bernhard Bästlein, Franz Jacob, Robert Abshagen beteiligt, die mehrere hundert Mitglieder in Norddeutschland umfasste. Katharina Jacob wurde in der Nacht zum 1. Mai 1945 von der sowjetischen Armee befreit. Bis kurz vor ihrem Tod 1989 schrieb Katharina Jacob an ihrer Autobiografie, die über 30 Jahre später endlich erschienen ist und auch die Rolle von Frauen im Widerstand beleuchtet. Ilse Jacob (Hamburg), Jahrgang 1942, stellt den präzisen und eindringlichen Bericht ihrer Mutter vor und berichtet, wie während der Haft und in anderen Lebensabschnitten einige Lieder eine besondere Bedeutung für ihre Mutter hatten.

Ilse Jacob (Lesung) – Uwe Böhm-Everding (Musik)

Eine Kooperationsveranstaltung der VVN-BdA Hamburg mit dem  Kultur Palast Hamburg

Sonnabend, den 27. Februar 2021, 11.00 Uhr – Gedenkkundgebung zum 78. Jahrestag der Ermordung der Mitglieder der „Weißen Rose“  

22. Februar 2021

Ort: Weiße Rose, Volksdorf – am Gedenkstein

(Nähe U-Bahnstation Volksdorf)

Sprecherin:     Heike von Borstel, VVN-BdA Hamburg

Eine Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-

Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Hamburg  

Unterstützt von

Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e. V., Deutscher Freidenker-Verband Landesverband Nord e.V., DKP Wandsbek, Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V., Friedensinitiative Bramfeld, Kuratorium Gedenkstätte Ernst Thälmann e.V., , Arbeitsgemeinschaft Jugendweihe Groß-Hamburg e.V., Motorradclub Kuhle Wampe,

Corona-Regeln sind unbedingt einzuhalten! (siehe nächste Seite)

Corona-Regeln für diese Veranstaltung:

Mindestabstand von 1,5m untereinander halten.

Platz lassen, damit Fußgänger*innen und Radfahrer*innen unter Einhaltung des Abstandsgebots problemlos die Versammlung passieren können.

Maskenpflicht: teilnehmende Personen sind verpflichtet, eine ausdrücklich für diesen Zweck hergestellte Mund-Nasen-Maske zu tragen. Empfohlen wird eine medizinische Maske.

Stadthaus – Der Protest geht weiter – jeden Freitag 17-18 Uhr

16. Februar 2021

Ecke Stadthausbrücke / Neuer Wall

Donnerstag, 18. Februar 11 bis 13 Uhr – „Sonderführungen in der Gedenkstätte Kolafu“

16. Februar 2021

Mit der Zeitzeugin  Ilse Jacob , und Thomas Mayer

Anmeldung unter vvn-bda-hh-nord@gmx.de

Veranstalterin VVN-BdA Hamburg-Nord

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Ort: Gedenkstätte Kolafu, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

19.02.2021 – 11.00 Uhr – Gedenken an Hanau in Hamburg Billstedt

16. Februar 2021

Ort: Gedenkstein vor dem ehemaligen Ortsamt, Öjendorfer Weg 9, Hamburg-Billstedt

Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun junge Menschen aus rassistischen Gründen erschossen. Der Täter aus der Nachbarschaft hat sich vor den Augen der Sicherheitsbehörden auf seine Tat vorbereitet wie es bereits der Täter von Halle, der dort ein Blutbad in der Synagoge anrichten wollte, und der Mörder von Walter Lübcke in Kassel tun konnten. Kurz nach dem Massaker in Hanau wurde in Celle der 15-jährigeArkan Hussein Khalaf durch einen Messerangriff von einem Nazi ermordet.

Die Prozesse und Urteile gegen die Mörder von Halle und Kassel haben noch einmal deutlich gemacht: Die Tragweite rechten Terrors wird nach wie vor verharmlost durch die immer wiederholte These von „Einzeltätern“, die die Rolle ihrer gemeinsamen Ideologie vom „großen Austausch“ und angeblicher weißer Überlegenheit ebenso ausblendet wie die rechte Vernetzung auch in der digitalen Welt.

Aus diesem Grund veranstaltet das Bündnis „Billstedt/Mümmelmannsberg ist bunt“ am Gedenkstein vor dem Kundenzentrum des Bezirksamtes ein Treffen um an dieses traurige Ereignis zu erinnern und rassistischem und faschistischem Gedankengut etwas entgegen zu setzen.

Als Redner treten Hildegard Jürgens und Sven Dahlgard auf. Bei gutem Wetter gibt es Musik von Uwe Everding-Böhm

Veranstalter: Billstedt / Mümmelmannsberg sind bunt

Online ab Sonntag, 24. Januar 2021, 12 Uhr – Dass Auschwitz nie wieder sei & Das zweite Leben nach dem Überleben

19. Januar 2021

Lesung – Film – Gespräch

Mit

  • Esther Bejarano, Überlebende der KZ Auschwitz und Ravensbrück
  • Éva Stocker, Budapest und Bern, Regisseurin
  • Rolf Becker, Schauspieler und Gewerkschafter

Livestream www.auschwitz-komitee.de/januar2021

Online ab Sonntag, 24. Januar 2021, 12 Uhr

Anmeldung nicht erforderlich, kein Eintritt.

Rückfragen an: kontakt@auschwitz-komitee.de

www.auschwitz-komitee.de

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