Freitag, 4. August 18.00 – 19.30 Uhr

2. Juli 2017

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Widerständiges Frauenleben

Frauen streiten nach der Befreiung für eine Gesellschaft ohne Hunger, Krieg und Unterdrückung. Eine Lesung über kämpferisches Frauenleben nach 1945.

Ort: Ohlsdorfer Friedhof, (Bestattungs-)Forum, Fuhlsbüttler Straße 758

Sonntag, 27. August, 17.00 Uhr

2. Juli 2017

Dui Rroma von Iovanca Gaspar, A 2014

Ein Dokumentarfilm über die Leidensgeschichte von Hugo Höllenreiner, KZ-Überlebender in Auschwitz. Er litt unter den Experimenten des sogenannten „Todesengels“ Josef Mengele! Der junge Komponist, Adrian Gaspar, vertonte diese grausamen Erlebnisse in einem Oratorium unter dem Titel „Synphonia Romani – Bari Duk“. […] Der Film „Dui Rroma“ („zwei Roma“) zeigt Gegensätze mit demselben Ziel: Bewusstsein schaffen, um selbstbewusst die eigene Identität zu stärken. (DVD „Dui Rroma“)

Gesprächsgäste: Inge Weiß und Arnold Weiß (Vorsitzender) vom Landesverein der Sinti in Hamburg e. V.

Im Anschluss Ausstellungseröffnung im Foyer „Ohh Poorajmos…“ von Boris Weinrich

Illustrationen zur Diskriminierung- und Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma.

Eine Kooperationsveranstaltung von Landesverein der Sinti in Hamburg e. V. und VVN-BdA Hamburg

Ort :Kommunalen Kino – METROPOLIS Metropolishaus

Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstraße

(Eingang Kleine Theaterstraße 10)

Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!

Sonnabend, 9. September

2. Juli 2017

Demonstration und Konzert gegen Rassismus näheres unter : http://www.keine-stimme-dem-nazis.org

Sonntag, 10. September, 11.00 Uhr

2. Juli 2017

Gedenkveranstaltung – „Menschen, wir hatten Euch lieb“

Blumen für unsere Toten zum Internationalen Gedenktag für die Opfer von Faschismus und Krieg.

Ort: Friedhof Ohlsdorf, Ehrenhain Hamburger Widerstandskämpfer

Montag, 11. September, 18.00 Uhr

2. Juli 2017

Täterprofile – Vortrag von Hans-Peter de Lorent

Kooperationsveranstaltung GEW Hamburg / VVN-BdA Hamburg

Ort: GEW im Curiohaus (Hinterhof) , Rothenbaumchaussee 15

Sonntag, 24. September, 17.00 Uhr

2. Juli 2017

Lissabon Hafen der Hoffnung

von Pavel Schnabel, D 1994

„Kein Land hat so vielen Flüchtlingen geholfen wie Portugal“, sagen Fritz und Kaethe Adelsberger. Lissabon bedeutete für sie Rettung. Unter hunderttausenden Juden flohen sie quer durch Europa vor den Nationalsozialisten. Und sie leben noch heute in Lissabon. Die Stadt in diesem armen kleinen Land war TransitStation für viele prominente Flüchtlinge wie Heinrich Mann, Franz Werfel, Lion Feuchtwanger, Alfred Polgar. Portugal, autoritär regiert von Premierminister Antonio Salazar, galt während des Zweiten Weltkriegs als neutral. Er gewährte den Gejagten, die durch das Land mussten um sich nach Amerika durchzuschlagen, für dreißig Tage Zwischenstation. Aber als wegen des immer heftiger werdenden Krieges kaum noch Schiffe fuhren, „strandeten“ immer mehr Menschen in Lissabon.

https://cpmediaload.com/download/LissabonHafen_der_Hoffnung.html#.WTfcsTq1t9A)

Ort : Kino METROPOLIS Metropolishaus

Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstraße

(Eingang Kleine Theaterstraße 10)

Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!

 

Rede von Traute Springer-Yakar auf der Kundgebung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten am 7. Mai 2017 anlässlich des 72. Jahrestages der Befreiung von Faschismus und Krieg

14. Mai 2017

Heute vor 72 Jahren minus einem Tag wurde Deutschland, Europa, die Welt durch die Streitkräfte der Anti-Hitler-Koalition vom Hitler-Faschismus befreit.

Heute, vor 72 Jahren und 18 Tagen legten befreite KZ-Häftlinge auf dem Appellplatz in Buchenwald die Grundlage dafür, dass wir heute hier stehen, sie legten den Schwur ab, den wir heute den Schwur von Buchenwald nennen.

Vor 70 Jahren wurde zu unterschiedlichen Zeitpunkten in den vier Besatzungszonen die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes von Überlebenden des Hitler-Faschismus gegründet

Die Befreiung im Mai 1945 hatte den meisten von ihnen das Leben gerettet, nur wenige von ihnen hätten die nächsten Monate überlebt. Der Schwur von Buchenwald wurde die Grundlage, der Konsens, auf der sich die aus den unterschiedlichsten politischen, religiösen und philosophischen Lagern stammenden Antifaschisten einigen konnten und auf der unsere VVN-BdA bis heute aufbaut, auf den wir uns als VVN bis heute beziehen.

Ich finde, wir sollten uns den Schwur von Buchenwald einmal in Langfassung anhören:

 

Ansprache in französischer, russischer, polnischer, englischer und deutscher Sprache auf der Trauerkundgebung des Lagers Buchenwald am 19. April 1945.

Kameraden! Wir Buchenwalder Antifaschisten sind heute angetreten zu Ehren der in Buchenwald und seinen Aussenkommandos von der Nazibestie und ihrer Helfershelfer ermordeten 51.000 Gefangene!

51.000 erschossen, gehenkt, zertrampelt, erschlagen, erstickt, ersäuft, verhungert, vergiftet, abgespitzt

51.000 Väter, Brüder, Söhne starben einen qualvollen Tod, weil sie Kämpfer gegen das faschistische System waren.

51.000 Mütter und Frauen und hunderttausende Kinder klagen an!

Wir lebend gebliebenen, wir Zeugen der nazistischen Bestialitäten sahen in ohnmächtiger Wut unsere Kameraden fallen. Wenn uns eins am Leben hielt, dann war es der Gedanke: Es kommt der Tag der Rache!

Heute sind wir frei!

Wir danken den verbündeten Armeen, der Amerikaner, Engländer, Sowjets und allen Freiheitsarmeen, die uns und der gesamten Welt Frieden und das Leben erkämpfen. Wir gedenken an dieser Stille des grossen Freundes der Antifaschisten aller Länder, eines Organisatoren und Initiatoren des Kampfes um eine neue demokratische, friedliche Welt. F. D. Roosevelt – Ehre seinem Andenken!

Wir Buchenwalder,

Russen, Franzosen, Polen, Tschechen, Slovaken und Deutsche, Spanier, Italiener und Österreicher, Belgier und Holländer, Engländer, Luxemburger, Rumänen, Jugoslaven und Ungarn

kämpften gemeinsam gegen die SS, gegen die nazistischen Verbrecher, für unsere eigene Befreiung.

Uns beseelte eine Idee: Unsere Sache ist gerecht – der Sieg muß unser sein!

Wir führten in vielen Sprachen den gleichen, harten, erbarmungslosen, opferreichen Kampf und dieser Kampf ist noch nicht zu Ende.

* Noch wehen Hitlerfahnen! * Noch leben die Mörder unserer Kameraden! * Noch laufen unsere sadistischen Peiniger frei herum!

Wir schwören deshalb vor aller Welt auf diesem Apellplatz, an dieser Stätte des faschistischen Grauens:

Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht!

Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.

Zum Zeichen Eurer Bereitschaft für diesen Kampf erhebt die Hand zum Schwur und sprecht mir nach:

WIR SCHWÖREN!

 

Ihr habt‘s gehört: Wir Buchenwalder Antifaschisten Es kümmerte sie damals, zumindest an diesem Tage nicht, ob sie Kommunisten waren oder Zeugen Jehovas, Sozialdemokraten oder Liberale, aus dem Widerstand der Kirchen stammten, ob sie den roten, lila, rosa, grünen, schwarzen oder den braunen Winkel der Sinti und Roma trugen, sie waren überlebende Verfolgte des NS-Regimes. Eugen Kogon zum Beispiel, Buchenwald-Häftling von 1936-1945 stammte aus dem katholischen Widerstand, schrieb noch 1945 das Buch „Der SS-Staat“, das bis heute eins der Standardwerke über die NS-Verbrechen ist. In den 60ern war er einer der ersten Leiter des ARD-Politmagazins Panorama.

 

Wir wissen, dass diese Einheit der Antifaschisten auf dem Appellplatz des KZ Buchenwald nicht hielt. Wir kämpfen immer noch gegen alte und neue Faschisten und nur die reichen Industrienationen sind vom Krieg auf ihrem eigenen Staatsgebiet befreit. Das entbindet uns aber nicht von der Pflicht, diese Einheit der Antifaschisten immer und überall anzustreben und einzufordern. Gerade durch die Vielfalt der Zugänge zum Antifaschismus können wir Argumente entwickeln in der Abwehr des Rechtspopulismus.

 

 

Wir brauchen alle Antifaschisten und wollen die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen, wonach lange Zeit viele NS-Opfergruppen ausgeblendet und vernachlässigt wurden.

Heute sind zum Glück fast alle sozialen Tabus der ersten Jahrzehnte nach dem Krieg durch die Weiterentwicklung der Demokratie und des   gesellschaftlichen Diskurses aufgehoben worden. Projekte wie die Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes haben sich auf diesem Gebiet sehr große Verdienste erworben.

 

Wir sollten mit unseren Freunden und Bündnispartnern sorgsam und mit Respekt umgehen und gerade deshalb mit Bestimmtheit Bestrebungen begegnen, den Antifaschismus einseitig zu definieren. Mein persönlicher Zugang zum Antifaschismus ist ganz entschieden vom Antikapitalismus geprägt, jedoch würde ich mich immer dafür einsetzen, dass meine Organisation und die Bündnisse, zu denen ich Zugang habe, alle Antifaschisten willkommen heißt, denn für den Zugang zum Antifaschismus gibt es keinen Königsweg.

 

Es ist schlimm genug, dass   wir all diese Menschen an den Hitlerfaschismus verloren haben.

 

Wie oft habe ich mich damals als Jugendliche gefragt, wie es denn gewesen wäre, wenn all diese Opfer der faschistischen Diktatur, die ermordeten Widerstandskämpfer und Widerstandskämpferinnen, Jüdinnen und Juden, Roma und Sinti, überlebt hätten, so dass nicht nur der steinerne Druck der ewig Gestrigen meine Kindheit und Jugend in den 50er Jahren bestimmt hätten, sondern Mut und Geist, Freundschaft und Musik, Kreativität und Solidarität dieser Menschen, die ich allerhöchstens von Bildern und aus Büchern kenne. Sie fehlen mir, ich weiß, dass sie mir fehlen. Und ich finde, eigentlich müsste es jeder und jedem der nachfolgenden Generation genauso gehen, wenn sie auch nur ansatzweise darüber nachdenken und -fühlen.

 

Es mag schwächlich anmuten, dass ich hier keine Lösungen anbiete, sondern mich auf längst bekannte Paradigmen und Metaphern berufe. Der Schwur von Buchenwald aber ist zeitlos, er wird noch lange zentral für die Arbeit aller Antifaschisten sein. Denn die vor 72 Jahren und 18 Tagen auf dem Appellplatz in Buchenwald versammelten Antifaschisten haben erfahren und an uns weitergegeben:

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hamburger antifa Seiten Mai/Juni 2017

7. Mai 2017

AntifaLS_2017_0506_HH_S. 8-9

20.04 – 31.5 2017

19. April 2017

Monat des Gedenkens in Eimsbüttel

Alle Veranstaltungen hier: broschuere-mdg-2017-WEB

Montag, 24. April 2017 18.30 Uhr

19. April 2017

GEDENKEN UND ERINNERN BEGINNT IN UNSERER NACHBARSCHAFT Zum vierten Monat des Gedenkens in Hamburg-Eimsbüttel vom 20.4. bis 31.5.2017

Herzliche Einladung zur Eröffnung mit Gästen

die Arbeitsgemeinschaft „Monat des Gedenkens in Hamburg-Eimsbüttel“ lädt herzlich ein zur Eröffnungsveranstaltung des vierten Gedenkmonats:

… BESTIMMT KEINE „WENDE UM 180 GRAD“ –

GEDENKARBEIT DERZEIT UND IN ZUKUNFT

Eine Podiumsdiskussion mit

Dr. Detlef Garbe (Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme),

Ruben Herzberg (Schulleiter),

Prof. Dr. Susanne Rohr (Sprecherin des Graduiertenkollegs „Vergegenwär- tigungen: Repräsentationen der Shoah in komparatistischer Perspektive“) und

Prof. Dr. Axel Schildt (Leiter der Forschungsstelle für Zeitgeschichte an der Universität Hamburg),

Moderation: Oliver Vornfeld (AStA Uni Hamburg)

Ort:   Universität Hamburg, Fachbereich Sozialökonomie (ex-HWP), von-Melle-Park 9

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