8. Juli 15.00 Uhr: ERINNERN AN DEN Hamburger NS-WIDERSTANDSKÄMPFER HANS LEIPELT

14. Juli 2021

in Volksdorf am Mahnmal für die Weiße Rose am 18. Juli um 15.00 Uhr

Wir möchten – wie auch schon zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl –

zum Erinnern und Gedenken einladen: Hans Leipelt war ein Mitglied der „H amburger Weißen Rose“, wie die vielen Gleichgesinnten in Hamburg nach dem Ende des Faschismus genannt wurden.

Geschichtsraum Walddörfer und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregims Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, VVN BdA  Kreis Wandsbek

So, 25.07.2021, 13 Uhr – Katharina Jacob „Widerstand war ihr nicht in die Wiege gelegt.“

10. Juli 2021

Ilse Jacob stellt den präzisen und eindringlichen Bericht ihrer Mutter vor und berichtet auch von Liedern, die während der Haft und später eine besondere Bedeutung für sie hatten.

Musik: Uwe Böhm-Everding.

Ort: Friedhof Ohlsdorf  – Mittelallee, Bombenopfer-Mahnmal

…Anschließend Gang zu den Gräbern der Valvo-Zwangsarbeiterinnen mit Gedenken dort.

Wir trauern um Esther Bejarano

10. Juli 2021

Heute Nacht ist unsere Ehrenpräsidentin Esther Bejarano ruhig und friedlich eingeschlafen.

Wir alle kannten sie als eine Frau von großer Entschiedenheit und geradezu unglaublichem Elan, die viele von uns noch bis vor kurzem auf der großen Bühne erleben durften. Zuletzt saß sie am 8. Mai auf unserer kleinen Bühne im Hamburger Gängeviertel und erzählte von ihrer Befreiung am 3. Mai 1945 durch Soldaten der Roten Armee und der US-Armee, die kurz nacheinander in der kleinen Stadt Lübsz eintrafen. Dort hatte Esther mit einigen Freundinnen aus dem KZ Ravensbrück Unterschlupf gefunden, nachdem sie gemeinsam dem Todesmarsch entflohen waren.

Wenige Tage zuvor, am 3. Mai, den sie ihren zweiten Geburtstag nannte, hat Esther sich noch mit einer Video-Botschaft zum Tag der Befreiung an uns alle gewendet. Darin bezog sie noch einmal deutlich Stellung zu aktuellen Auseinandersetzungen in der Stadt Hamburg und im ganzen Land. Obwohl sie dabei schon im Rollstuhl saß, waren ihre Worte klar und ihre Stimme kräftig:

https://www.auschwitz-komitee.de/5249/esther-bejarano-wir-sind-da-meine-befreiung-im-mai-1945-und-meine-hoffnungen/

Wir verdanken Esther viel; sie war immer da, wenn wir sie brauchten.

Als 1990 zum ersten Mal ein Bundessprecher:innenkreis gewählt werden sollte und dafür Personen gesucht wurden, die Tradition und „Neuanfang“ verkörperten, stand sie dafür zur Verfügung und wurde eine unserer ersten Bundessprecherinnen in einer Zeit, in der wir der Diffamierung des Antifaschismus als „diskreditiert“ und „überkommen“ entgegentreten mussten. Sie hat einen großen Anteil daran, dass das gelungen ist.

Zum 50. Geburtstag der VVN richtete sie zusammen mit Peter Gingold einen bewegenden „Appell an die Jugend“: https://perlavitamovie.files.wordpress.com/2013/08/appell-an-die-jugend-vers-2005-esther-bejarano-und-peter-gingold-doc.pdf

Als im November 2019 das Finanzamt für Körperschaften in Berlin unsere Gemeinnützigkeit bestritt, schritt sie mit ihrem flammenden Appell an Olaf Scholz „Das Haus brennt und Sie sperren die Feuerwehr aus“ ein und verbreiterte die öffentliche Debatte. Damit hat sie wesentlich zu unserem Erfolg in dieser Auseinandersetzung beigetragen.

Nun ist die unermüdliche „Zeitzeugin“ gegen Vergessen des historischen und Verharmlosen des aktuellen Faschismus, Mahnerin und Kämpferin für Menschenrechte, Frieden und eine solidarische Gesellschaft von uns gegangen. Sie wird uns fehlen, vielen von uns auch als verlässliche Freundin.

Wir denken ans sie in Dankbarkeit, Trauer und Liebe.

Nehmen wir ihre letzte öffentliche Botschaft als Vermächtnis und arbeiten wir weiter daran, dass der 8. Mai endlich auch in Deutschland ein Feiertag wird, so wie sie es in ihrer Rede am 3. Mai noch einmal vorgetragen hat:

„Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschla­gung des NS-Regimes. Am 8. Mai wäre dann Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken: Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit.“



Sonnabend, 24. Juli 2021 – Sommerfest Heideruh

7. Juli 2021

13.00 Uhr: Busabfahrt Dammtorbahnhof, die Busfahrt ist kostenlos.

Abfahrtsort: Tankstelle vor dem Bahnhof Dammtor (Moorweide).

Anmeldung für die Mitfahrt im Bus unbedingt erforderlich: Landesbüro der VVN-BdA unter

Tel. 040 / 314254 (Anrufbeantworter) oder
per Mail vvn-bda.hh@t-online.de

Unkostenbeitrag: 10,00 € – 20,00 € für ein umfangreiches Kulturprogramm, ausführliches Programm siehe Link, Kaffee und Kuchen satt, Abendessen vom Grill mit vielen Salaten und Extras.

https://www.heideruh.de/sommerfest-2021-in Heideruh/

14.00 Uhr Beginn vor Ort: – Rückfahrt ca. 21.30 Uhr

Sonntag, 25. Juli, 17.00 Uhr – 300 Juden gegen Franco

7. Juli 2021

Ein Film von Eran Torbiner, 2006 ISR im Rahmen der Reihe „Täter – Opfer – Widerstand“ – ein gemeinsames Projekt der VVN-BdA und des Kommunales Kino Metropolis

Jüdische Freiwillige aus Palästina im Spanischen Bürgerkrieg

Viele von ihnen waren jüdische Kommunisten und davon überzeugt, dass der Faschismus nicht nur das größte Übel für die Juden, sondern der Menschheit überhaupt sei.

Diese Freiwilligen aus Palästina mussten sich mit dem Widerstand der zionistischen Gemeinschaft sowie der Kommunistischen Partei auseinander setzen. Denn auch in Palästina wurde beim Aufbau der jungen Siedlungen und Kibbuzim jede Hand gebraucht – im „gelobten Land“ für einen jüdischen Staat zu kämpfen, hielten viele für wichtiger, als das Leben in der Fremde aufs Spiel zu setzen. Auch die Familien der Freiwilligen verstanden diesen Einsatz oft nicht. Denn manche der engagierten Kämpfer waren ja gerade erst den Verfolgungen durch die Nationalsozialisten in Deutschland entkommen, so wie der junge Deutsche Kurt Goldstein.

Neben Kurt Goldstein (der Journalist und Träger des Bundesverdienstkreuzes ist im September 2007 in Berlin gestorben) kommen in der Dokumentation weitere der letzten heute noch lebenden Freiwilligen und Familienangehörigen zu Wort, ergänzt von Filmausschnitten, Tagebuchauszügen, Briefen und Dokumenten. Der Film zeichnet lebendig die Schicksale der Menschen in Palästina und Spanien nach, ihren Kampf, aber auch ihre Lieben, Enttäuschungen, Hoffnungen und Verluste.

Ort: Kommunales Kino METROPOLIS, Kleine Theaterstraße 10

Ohlsdorfer Friedensfest 24. Juli bis 9. August – Eröffnung: Sonnabend, 24. Juli 15.00 Uhr und Programm

7. Juli 2021

Ort: Friedhof Ohlsdorf  – Mittelallee, Bombenopfer-Mahnmal

Programm:

S o n n t a g, 8. A u g u s t

10.30 Uhr – Führung zu Fuß oder mit dem Fahrrad

Ziel der Führungen sind Grabstätten ausgewählter Persönlichkeiten, die unter dem Nationalsozialismus gelitten haben. Auch die großen Grabfelder werden aufgesucht.

Anmeldung bis 31.7.: 0176 7417 9415 oder fuehrungen@fof-ohlsdorf.com

12:00 Uhr – Zwei Hamburgerinnen im Widerstand

Wir erinnern an Erna Mros und Margarethe Hoefer, zwei Hamburgerinnen im Widerstand mit Kurzbiografien.

Musik: Sascha Nedelko Bem.

14.00 Uhr – Antiziganismus. Erfahrungen der Hamburger Sinti und Roma.

Erzählen und Zuhören: Die Kontinuität der Ausgrenzung, Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung unter dem NS-Terror prägen und bestimmen bis heute das Leben von Sinti und Roma. Kinder und Kindeskinder der Überlebenden erzählen.

Musik: Sascha Nedelko Bem

Veranstalter: Bündnis Ohlsdorfer Friedensfest

Arbeitskreis Kirchliche Gedenkstättenarbeit Neuengamme + Blankeneser Gespräche + Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. + Garten der Frauen e.V. + Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. + Hamburger Friedhöfe -AöR- + Initiative Dessauer Ufer + Initiative Gedenkort Stadthaus + Kirchengemeinden Mittleres Alstertal, Bramfeld und Steilshoop + Kulturverein Grüner Saal e.V. + Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V. + Ver.di Hamburg + Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes e.V. – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten + Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Hamburg

Kontakt / V.i.S.d.P.: Petra Schondey, Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V., Lagerstraße 30-32, 20357 Hamburg, Tel. 040 386 866 12

Als Veranstalter behalten wir uns vor, von unserem Hausrecht nach § 6 Versammlungsgesetz Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu unserer Veranstaltung zu verwehren oder sie auszuschließen.

Montag, 26. Juli, 18.00 Uhr (voraussichtlich) Lesung Ilse Jacob und Inés Fabig

7. Juli 2021

Altonaer Theater, Museumstraße 17, Hamburg

Sonnabend, 7. Aug. 13.00 Uhr – Buchvorstellung„Soldat – Zwangsarbeiterin – Deserteur“

7. Juli 2021

Wer ist in den »Soldatengräbern« auf dem Friedhof Ohlsdorf bestattet?

Herausgegeben vom Runden Tisch zum Gräberfeld »Deutsche Soldatengräber« auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Ort: Friedhof Ohlsdorf  – Mittelallee, Bombenopfer-Mahnmal

Sonntag, 27. Juni, 17.00 Uhr – Komm und sieh!

23. Juni 2021

Ein Film von Elem Klimow, 1985

Täter – Opfer – Widerstand – Filmreihe der VVN-BdA Hamburg in Kooperation mit dem Kommunalen Kino Metropolis

Ort: Kommunales Kino METROPOLIS – Kleine Theaterstraße 1

Mit einer Einleitung von Hannes Heer,

Historiker, u. a. Kurator der Ausstellungen »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944« und »Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der ‚Juden’ aus der Oper 1933 bis 1945«

Wir erinnern an die Opfer des Vernichtungskrieges und alle Kämpfer:innen für die Befreiung


Vor 80 Jahren: Überfall auf die Sowjetunion


Am 22. Juni 1941 überfielen die Armeen Hitlerdeutschlands und ihrer Verbündeten die Sowjetunion. Damit begann das letzte Kapitel der Aggression des deutschen Faschismus gegen die Menschen Europas und darüber hinaus. Doch dieser Krieg war nicht allein ein Eroberungskrieg um Raum und Ressourcen – gemessen an der zugrundeliegenden Ideologie und der Kriegsplanung war es ein Vernichtungskrieg gegen den „jüdischbolschewistischen“ Feind.
Die Generalität der Deutschen Wehrmacht machte mit dem Kommissarbefehl, dem Generalplan Ost sowie dem Handeln der Einsatzgruppen deutlich, dass sie dieses Konzept des Vernichtungskriegs von Anfang an unterstützten. Dieser Vernichtungswille zeigte sich in zahlreichen Mordaktionen, die Wehrmachtseinheiten und Einsatzgruppen des SD (Sicherheitsdienst der SS) gegen jüdische, slawische und Roma-Zivilist:innen in den okkupierten Gebieten verübten. Allein dem Massaker von Babi Jar fielen im September 1941 über 30.000 Menschen zum Opfer. Dieser Vernichtungskrieg brachte unendliches Leid über die Menschen und forderte mehr als 27 Millionen Opfer aus allen Teilen der Sowjetunion.


In Erinnerung an alle Menschen, die sich an dieser Front für die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln und die Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit eingesetzt haben, treten wir ein:

  • für eine angemessene Erinnerung und Würdigung der Millionen Opfer des Vernichtungskrieges
  • gegen jede Form von Geschichtsrevisionismus und Rehabilitierung von NS-Kollaborateur:innen
  • für eine Friedenspolitik, die im Dialog mit Russland und den anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion eine neue Politik der Entspannung und Abrüstung in Europa ermöglicht.

Corona-Regeln im Kino (Stand 1. Juni 2021)

  • AHA-Regeln
  • Kontaktdaten werden erhoben
  • Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im gesamten Gebäude, auch im Kinoraum
  • Vorlage eines tagesaktuellen negativen Coronavirus-Testnachweises

8. Mai – TAG DER BEFREIUNG

7. Mai 2021

Aufruf vom Bündnis zum 08. Mai in Hamburg – 2021

„Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes. Wie viele andere aus den Konzentrationslagern wurde auch ich auf den Todesmarsch getrieben. Erst Anfang Mai wurden wir von amerikanischen
und russischen Soldaten befreit. Der 8. Mai wäre dann eine Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken. Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit.”

Esther Bejarano, Überlebende der KZ Auschwitz und Ravensbrück

Vor dem 8. Mai 1945 hatten mehr als 60 Millionen Menschen die Nazi-Ideologie und ihrer Vorstellung von „Volksgemeinschaft“ und dem Konzept vom „Lebensraum im Osten“ mit dem Leben bezahlt. Noch kurz vor Kriegsende wurden in Hamburg 71 Frauen und Männer des antifaschistischen Widerstandes im Konzentrationslager Neuengamme ermordet, die SS schickte tausende KZ-Häftlinge auf Todesmärsche. Um die Spuren ihrer Verbrechen zu beseitigen, vernichteten Hamburger Behörden, Polizei und Gestapo in umfangreicher Weise Dokumente. 20 jüdische Kinder und ihre Betreuer sowie 24 sowjetische Kriegsgefangene wurden in der Schule am Bullenhuser Damm von der SS getötet. Am 8. Mai 1945 hatte das Morden ein Ende: Für unseren Freund Peter Gingold, Jude, Kommunist und Résistance-Kämpfer, war dieser Tag “Die Morgenröte der Menschheit“. Dieser Sieg, die Niederschlagung des deutschen Angriffskriegs, war nur durch den gemeinsamen Kampf der Alliierten möglich. Die schwerste Last des Krieges mit Millionen Toten trug die Sowjetunion. Hierzulande leistete nur eine geschwächte Minderheit Widerstand gegen den Faschismus, um das NS-Regime und den NS-Terror zu verhindern. Das vergessen wir nie. Für die Mehrheit der Deutschen blieb der der 8. Mai 1945 ein Tag des „Zusammenbruchs“ und der „Niederlage“. Die Täter *innen kamen weitgehend ungeschoren davon, die überlebenden Opfer mussten bitter um Entschädigung kämpfen. Die Nazis waren nie weg. Sie hatten nur die Uniformen und Parteiabzeichen abgelegt. Manche saßen in Regierungen, in Parlamenten, sie „funktionierten“, hatten ja „Erfahrung“. Auch die Profiteure der Verbrechen und der Enteignungen jüdischen Eigentums hatten an der Aufdeckung kein Interesse. „Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes. Wie viele andere aus den Konzentrationslagern wurde auch ich auf den Todesmarsch getrieben. Erst Anfang Mai wurden wir von amerikanischen und russischen Soldaten befreit. Der 8. Mai wäre dann eine Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken. Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit.” – Esther Bejarano, Überlebende der KZ Auschwitz und Ravensbrück 8. MaiErst vor 30 Jahren führte wachsendes Interesse der nachkommenden Generationen dazu, dass Richard von Weizsäcker, damals Bundespräsident, den 8. Mai öffentlich als Tag der Befreiung bezeichnete. Das war längst überfällig, die bis dahin verdrängten Perspektiven der ehemals Verfolgten und Widerstandskämpfer*innen wurden aufgenommen. In vielen befreiten Ländern Europas ist der 8. Mai seit langem ein Feiertag, im Land der Täter*innen jedoch immer noch nicht. Wir sagen: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann, ein Tag der Besinnung, ein Tag der Ermutigung, Nazis keinen Platz in unserer Gesellschaft zu geben. Wir unterstützen die Forderung der VVN-BdA: Der 8. Mai muss Feiertag werden, damit wir der Opfer des Faschismus in Deutschland gedenken. Der 8. Mai muss Feiertag werden, damit wir eine Erinnerungskultur schaffen können, die aufzeigt, dass rassistische und antisemitische Gewalt nach dem Ende des faschistischen Regimes als Konsequenz und Kontinuität aufgrund ungründlicher Entnazifizierung begreift. Der 8. Mai muss Feiertag werden, damit wir uns vor Augen führen, wie wichtig Antifaschismus ist. Es muss diesen Feiertag geben, damit wir dem grassierenden Antisemitismus und den verschiedenen Formen von Rassismus weiterhin bestimmt entgegentreten können. Heute reicht es nicht, nicht rechts zu sein. Nötig ist, offensiv gegen rechts zu kämpfen. Unser Entsetzen und unsere Trauer über rechten Terror wie in Kassel, in Halle und in Hanau wird zu Wut und Zorn. Wir müssen alle aufstehen, wenn eine*r von uns angegriffen wird. Wir müssen lauter werden. Das geht nur gemeinsam:

Für eine solidarische Gesellschaft! Alle zusammen gegen den Faschismus! Im Gedenken an die Gequälten und Ermordeten fordern wir:

• Antifaschismus ist Grundlage unserer Gesellschaft!

• Antifaschismus ist gemeinnützig!

• Kein Relativieren der Verbrechen des Nazi-Regimes.

• Eine Gesellschaft ohne Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Ausgrenzung!

• Solidarische Hilfe für Geflüchtete ist gemeinsame Aufgabe!

• Menschenrechte sind unteilbar!

• Stopp der Ausbeutung der Menschen und unseres Planeten! • Verbot des Waffenexports!

• Rechten Terror gemeinsam bekämpfen! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

• Konsequente und transparente Verfolgung aller rechten, rassistischen und antisemitischen Strukturen und Personen bei der Bundeswehr, Polizei und Justiz!

Kommt am 8. Mai 2021 mit zu unserem antifaschistischen Stadtrundgang! Los geht’s im Gängeviertel (Valentinskamp 34) um 15:00

Unterstützer*innen – Aufruf vom Bündnis zum 08. Mai in Hamburg 2021
• Esther Bejarano
• Peggy Parnass
• AgR – Aufstehen gegen Rassismus
• AK Distomo
• Arbeitsgemeinschaft Neuengamme
• AStA Universität Hamburg
• Auschwitz Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
• Barmbeker Ini gegen Rechts
• Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal
• DFG-VK Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Hamburg
• DGB Jugend Hamburg
• DIDF Hamburg
• Die Falken Hamburg
• DIE LINKE Hamburg
• Die VIELEN Hamburg
• DKP
• EFRAS Hamburg
• Fanladen St. Pauli
• Flüchtlingsrat Hamburg
• Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
• Fux eG
• Gängeviertel e.V.
• Gedenkstätte Ernst Thälmann
• Geschichtswerkstatt St. Georg
• GEW Hamburg
• GRÜNE JUGEND Hamburg
• Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR)
• Hartwig Zillmer, Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg e. V.
• Heideruh e. V. – Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte
• IL – Interventionistische Linke
• Initiative Dessauer Ufer
• Initiative ehemaliges KZ- Uckermark
• Initiative „Kein Vergessen im Weidenviertel“
• Internationaler Jugendverein Hamburg
• Jugendrat Hamburg
• Kinder des Widerstands Hamburg
• Kirchliche Gedenkstättenarbeit Neuengamme
• Kritische Jurastudierende Hamburg
• Kurverwaltung St. Pauli
• Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis
• Landesverein der Sinti in Hamburg
• Lelka und Mania
• Lesben gegen Rechts – Regionalgruppe Hamburg
• Lesbenverein Intervention e. V.
• Michael Joho, Geschichtsverein St. Georg
• Nationale Vereinigung Ehemaliger Politischer Gefangener – UNExPP Chile
• Omas gegen Rechts Hamburg
• Projektgruppe italiensche Militärinternierte IMI
• SDAJ Hamburg• St. Pauli-Archiv
• ver.di Hamburg
• ver.di Arbeitskreis AntiRassismus
• ver.di Fachgruppe Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe
• Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm
• VVN-BdA – Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten Hamburg (Landesvereinigung)
• Willi-Bredel-Gesellschaft-Geschichtswerkstatt e.V

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