Freitag, 18. März ab 16.00 Uhr – Kundgebung Stadthaus

23. Februar 2022

Ort: Stadthausbrücke 6-8

Die Einrichtung eines Dokumentations –, Lern – und Gedenkortes im Stadthaus bleibt notwendig.

Die Dokumentation und Würdigung des Hamburger Widerstandes darf davon nicht ausgeschlossen bleiben.

Die Anpassung des öffentlichen Gedächtnisses an die Interessen von Immobilienunternehmen muss endlich ein Ende haben.

Mit

Dr. Martine Letterie, Präsidentin der Amicale Internationale KZ Neuengamme (angefragt), Johannes Tuchel, Gedenkstätte Deutscher Widerstand (angefragt), Conny Kerth, Bundesvorsitzende der VVN-BdA, Wolfgang Kopitzsch, Vorsitzender der AVS

Musik: „Tuten und Blasen“

Es gelten die dann gültigen Corona – Regeln.

Sonntag, 27. März, 17.00 Uhr – „Bernsteinland“

23. Februar 2022

Ein Film von Julia Bourgett, D 2008

Ostpreußen im Januar 1945: Weil die Rote Armee auf dem Vormarsch ist, werden die Außenlager des KZ Stutthof geräumt; etwa 7.500 Insassen, meist jüdische Frauen, werden in einem Gewaltmarsch an die Bernsteinküste und auf die zugefrorene Ostsee geführt, wo sie ermordet werden. Nur etwa 200 Menschen überleben das Massaker. Der Dokumentarfilm zeichnet die historischen Ereignisse anhand der Erinnerungen einer Überlebenden an den Originalschauplätzen nach. Die Aussagen weiterer Überlebenden und Zeitzeugen ergänzen den Film zu einem komplexen Ganzen.

Ort: METROPOLIS Kino, Kleine Theaterstraße 10, Hamburg

Sonntag, 10. April, 17.00 Uhr – „Der Hauptmann“

23. Februar 2022

Ein Film von Robert Schwentke, D/F/PL 2017

Der in Schwarzweiß gedrehte Historienfilm erzählt von den Gräueltaten des Kriegsverbrechers Willi Herold in der Endphase des Zweiten Weltkriegs.

Ort: METROPOLIS Kino, Kleine Theaterstraße 10, Hamburg

Sonntag, 24. April, 11.00 Uhr – Stadtteilrundgang: Auf den Spuren von Widerstand und Verfolgung in St. Pauli

23. Februar 2022

In den Straßen St. Paulis erinnern zahlreiche Gedenktafeln und Stolpersteine an den Terror der Nazis. Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Euthanasie, Hass und Feindschaft gegen Andersdenkende führten zu faschistischen Übergriffen und brutaler Verfolgung, deren Grausamkeit bis heute nicht vergessen ist. Präsent sind aber auch die Spuren des Widerstands. Das Spektrum der Gegenwehr war breit und reichte von kommunistisch-sozialdemokratischer Untergrundarbeit über mutiges Verhalten von Wehrmachtdeserteuren bis hin zu unangepassten Aktivitäten der Swing-Jugend.

Begrenzte Teilnehmerzahl – Anmeldung erforderlich bei der VVN-BdA Hamburg unter 040 314254 (Anrufbeantworter) oder vvn-bda.hh@t-online.de

Eine Kooperationsveranstaltung der Kurverwaltung St. Pauli und der VVN-BdA Hamburg

Preis: 15,00 € / ermäßigt 7,50 €

Treffpunkt: U-Bahnstation „St. Pauli“ – Ausgang Reeperbahn / Millerntorplatz

Verfolgtenverbände zur Weiterentwicklung des Gedenkorts Stadthaus

5. Februar 2022

Wir freuen uns über den breit getragenen Beschluss der Hamburger Bürgerschaft, die Verantwortung für den Gedenkort Stadthaus zu übernehmen. Wir begrüßen, dass der Kultursenator sich für die Übergabe der gesamten Fläche an die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte einsetzt.

Damit wird aus dem Scheitern des Konzepts, Erinnern und Gedenken zu privatisieren die richtige Konsequenz gezogen: Erinnern und Gedenken müssen öffentliche Aufgaben bleiben!

Damit gibt es endlich eine Chance, zu einem tatsächlichen Gedenk- und Lernort im Stadthaus zu kommen. Der Kultursenator hat öffentlich angekündigt, die Kulturbehörde wolle den Gedenkort nun zusammen mit den Verfolgtenverbänden weiterentwickeln. Daran beteiligen wir uns gern.

Nun hat der Senator in der Bürgerschaft schon verkündet, im Fokus des Gedenkorts müssten die Täter:innen stehen. Auch aus unserer Sicht ist es wichtig, in der ehemaligen Zentrale des Nazi-Terrors in Hamburg zu fragen, wie es möglich war, dass innerhalb weniger Monate aus der Polizei der Weimarer Republik das Werkzeug dieses Terrors werden konnte. Allerdings: wir halten daran fest, dass auch der Widerstand gegen diesen Terror in die Mitte der Stadt zum Stadthaus gehört. Die Beschränkung auf die Täter an diesem Ort ist eine nicht nachvollziehbare und eindimensionale Sicht der Geschichte, die wir als Opferverbände so nicht hinnehmen können und werden. Den zahllosen dort Verhafteten, Verhörten, Gefolterten und Gequälten und den Ermordeten von 1933 bis mindestens 1943 muss würdig und angemessen vor Ort gedacht werden!

Wir wünschen uns, dass über diese Fragen mit uns gesprochen wird, bevor neue Festlegungen über Fokus und Gestaltung der „gesamten Fläche“ getroffen werden.

Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten

Wolfgang Kopitzsch, Tel. 5133684

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist:innen

Cornelia Kerth, Tel. 2004296

Hamburg, den 4. Februar.2022 – PRESSEMITTEILUNG – Das Hamburger Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark ist nicht nur ein koloniales, sondern auch ein nationalistisches und antidemokratisches Denkmal!!

5. Februar 2022

Zahlreiche Initiativen kritisieren den rein postkolonialen Blick von Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda auf das Bismarck-Denkmal, das intransparente Vorgehen seiner Behörde und die Nichtbeteiligung der zivilgesellschaftlichen und dekolonialen Aktivist:innen bei dem Prozess der Neukontextualisierung. Sie fordern ein offenes Beteiligungsverfahren und transparente, demokratische Entscheidungen zum weiteren Umgang mit dem Denkmal.

Nach drei englischsprachigen Online-Vortragsabenden mit dem Titel „Bismarck neu kontextualisieren“, an denen es nicht gelungen war, die eingeladenen internationalen Sachverständigen mit den städtischen Expert:innen an einen Tisch zu bringen, sagte die Hamburger Behörde für Kultur und Medien (BKM) den vierten und letzten dieser sogenannten Workshops Ende 2021 kurzfristig ab. Bei diesem sollte es, so die Ankündigung der BKM, um „die Zusammenführung der Ergebnisse und Ausarbeitung der Wettbewerbsaufgabe“ gehen. Stattdessen nutzte Kultursenator Carsten Brosda am 28. Januar 2022 den „Runden Tisch Hamburgs (post)koloniales Erbe“ als Plattform, um in einer Videobotschaft seine Vorgaben zum Umgang mit dem problematischen Denkmal zu unterbreiten – und um Neukontextualisierungen von vornherein eine Grenze zu setzen: Künstlerische Eingriffe in das Denkmal selbst sind nicht erwünscht.

„Das Verfahren für den künstlerischen Wettbewerb ist immer noch unklar“, so Ulrike Bergermann von der Initiative Bismarck’s Critical Neighbours. „Klar ist dagegen, dass noch keine Finanzierung bereitsteht. Mit der Vorgabe, das Denkmal an sich nicht zu verändern, wird zudem eine Option von vornherein und von oben ausgeschlossen.“ Bergermann weiter: „Die Gleichsetzung von Erinnerung und historischen Überresten ist falsch. Geschichte ist lebendig, sie wird gemacht. Denkmäler werden überbaut, Statuen gestürzt, Hakenkreuze entfernt – entscheidend ist die Frage, wer über die
Gestaltung des Stadtraums mitbestimmt.“ Auch ein Abriss der Bismarck-Statue und eine Dokumentation im verbleibenden Sockel sei keine „Zensur der Geschichte“, sondern eine Umgestaltung, die dem aktuellen Stand der zivilgesellschaftlichen Debatte entspricht.

Dirk Lau von der Initiative Intervention Bismarck-Denkmal Hamburg wiederum kritisiert den auf die postkoloniale Perspektive fokussierten Prozess, bei dem Diskussionen und Fragerunden auf ein Minimum beschränkt blieben. Das Denkmal im Alten Elbpark huldige aber nicht nur dem Kolonialakteur, sondern genauso dem „Reichseiniger“ und Antidemokraten Bismarck. Auch werde die Instrumentalisierung des Denkmals durch Rechtsradikale bislang von der Stadt ignoriert. Stattdessen rechtfertigt die BKM die Sanierung der nach 1939 entstandenen Wandbilder mit NS-Propaganda im Bunker des Denkmalsockels mit den Worten, es sei noch weitere Forschung nötig. Lau: „Außerdem kritisieren wir die Nichtbeteiligung der zivilgesellschaftlichen Initiativen, die diese Debatte erst angestoßen haben, sowie die fehlende Einbindung der Selbstorganisationen Schwarzer Menschen und People of Color in Hamburg und Deutschland.“

Auch Millicent Adjei von Arca – Afrikanisches Bildungszentrum findet den städtischen Umgang mit dem Denkmal schade und eine verpasste Chance, für Hamburg eine komplexe und gute Aufarbeitung vorzunehmen: „Reichskanzler Bismarck spielte europaweit eine zentrale Rolle bei der Kolonisierung Afrikas. Der steinerne Gigant ist der Dank der Hamburger Kaufleute für die satten Gewinne aus dem Kolonialgeschäft. Wir verlangen eine lokale und maßgebliche Expert:innen-Beteiligung an den Entscheidungsprozessen!“

Die Unterzeichnenden fordern bereits seit Frühjahr 2020 ein Moratorium für die Sanierung des Bismarck-Denkmals. Statt des von der Kulturbehörde praktizierten Top-Down-Verfahrens verlangen sie endlich eine echte Beteiligung durch ein neues Format: einen „Eckigen Tisch“, an dem Expert:innen, zivilgesellschaftliche Aktivist:innen und die städtischen Vertreter:innen zusammen und gleichberechtigt diskutieren – kritisch-kontrovers, inhaltlich breiter und zunächst ergebnisoffen.     Arca – Afrikanisches Bildungszentrum, Hamburg
Arbeitskreis Hamburg Postkolonial
Aufstehen gegen Rassismus
Berlin Postkolonial
Bielefeld postkolonial
Bismarck’s Critical Neighbours
Decolonize Bismarck, Hamburg
Decolonize Cologne, Köln
Decolonize Erfurt Decolonize Thüringen Decolonize Weimar Decolonize Wuppertal
Göttingen Postkolonial  
Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, ISD-Hamburg
Tahir Della, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, ISD-Bund Intervention Bismarck-Denkmal Hamburg
Quo Vadis?, Hamburg Stadtteilinitiative Walle Entkolonialisieren, Bremen
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Landesvereinigung Hamburg   Kontakt und Pressebilder: bismarckdenkmalhh@gmail.com 

Initiative Gedenkort Stadthaus: Gedenk- und Lernort jetzt!

27. Januar 2022

Erklärung vom 27. Januar 2022

Damit ist ein Konzept gescheitert, mit dem sich der Investor der „Stadthöfe“ seiner im Kaufvertrag festgelegten Verpflichtung, im neuen Konsumtempel in der ehemaligen Zentrale des Nazi-Terrors im Norden auf wenigstens 750 qm einen Gedenk- und Lernort „auf seine Kosten zu realisieren sowie dauerhaft den Betrieb und die öffentliche Zugänglichkeit sicherzustellen“, billig entledigen wollte. Dieses Konzept – Gedenkort als „Dreiklang aus Buchhandlung, Café und Ausstellung“ – wurde bei Bekanntwerden 2018 auch von der Kulturbehörde als „innovativ“ verkauft.

Ob die Kulturbehörde über die aktuelle Entwicklung informiert war, ob es von Seiten der Investoren ein neues Konzept gibt, wissen wir nicht.

Wir fordern, das Ende des „Dreiklangs“ muss der Anfang für die Umsetzung der vertraglichen Verpflichtung sein!

Angehörige von Menschen, die zwischen 1933 und 1945 im Stadthaus schwer gefoltert oder gar ermordet worden waren, und Verfolgtenorganisationen haben von Anfang an gegen diese zynische Kombination von Erinnerung „light“, Kommerz und Plausch protestiert. Bis heute fordert die Initiative Stadthaus mit wöchentlichen Mahnwachen am Ort sämtlicher Nazi-Verbrechen: Terror, Deportation, Vernichtungskrieg, Zwangsarbeit die Erfüllung des Vertrags.

Vier gegen Hitler – eine Filmrezension

18. Januar 2022

Das Vermächtnis: Verantwortung übernehmen 

Wie wird der Mensch zum Menschen? Erst die unbedingter Verantwortung für den, die Anderen mache ihn zum Subjekt, so der Philosoph Emanuel Levinas.

Seine Kindheit verläuft eher trübe: Vater unbekannt, Halbgeschwister, Armut, Hänseleien in der Schule. Die hart arbeitende Mutter heiratet einen Mann mit „Nazinähe“, dessen Namen er tragen muss. Der Junge lebt viel bei den Großelten.

Hamburg, Lohbrügge: Vor dem Straßenschild:  „Helmuth-Hübener-Weg“ werden Vorbeieilende befragt: „Kennen Sie …?“ – „Nee“,  „Kenne ich nicht“ ….“tut mir leid“. Anfang des Films: „Vier gegen Hitler. Auf den Spuren der Helmuth – Hübener Gruppe.“ von Jürgen Kinter und Gerhard Brockmann. Helmuth Hübener (geb. 1925), 1942 vom Volksgerichtshof  zum Tode verurteilt, hingerichtet am 27. Oktober. Die Mitstreiter Karl- Heinz Schnibbe (geb.1925),  Rudolf Wobbe (geb.1926), Gerhard Düwer (geb. 1924) überleben, nach langer Haft und Zwangsarbeit.

Der  junge Student Mario Wienecke stimmt mit seiner  Ballade „Der Widerstand lebt“ ins Thema ein.

Dann übernimmt Ulrich Sander, er führt durch den Film. Als Jugendlicher, Mitglied der Gruppe „Sophie Scholl Jugend“, bekommt er Ende der fünfziger Jahre das Urteil des Volksgerichtshofes in die Hände. In seiner Schule am Bullenhuser Damm, wo Kinder bestialisch ermordet worden sind, werden NS-Verbrechen verleugnet. Bis heute lässt ihn die Geschichte dieses jugendlichen Widerstandes nicht los.  

Helmuth Hübener wird als eher stiller Junge beschrieben, dabei trotzdem kontaktfreudig,  wissbegierig. Mit Schnibbe und Wobbe war er als Kind in der Pfadfindergruppe der Mormonen. Nach dem Verbot der religiösen Gemeinschaft, müssen sie ins Jungvolk, bleiben nur kurz in der HJ. Nach der Schule gehen sie in die Lehre; Helmuth in die Sozialverwaltung im Bieberhaus, wo er sich mit dem Lehrling Düwer anfreundet. Schwibbe lernt Maler, Wobbe will Schlosser werden. 

Ältere Jugendliche überzeugen Hübener, BBC zu hören, er dann seine Freunde. Die Jungen werden  überzeugte „Rundfunkverbrecher“. Sie erfahren von NS- Gräueltaten. Die wiederkehrende Parole, „Tut was!“, wird ihnen zur Pflicht. Sie fasziniert Churchills Aufruf, das Victory Zeichen zu verbreiten. Etwa 60 Texte entstehen, überwiegend von Helmuth verfasst: kurze, lange, auf oft roten Streuzetteln, mit klaren Aufrufen, wie „Nieder mit Hitler“, viele mit dem „V“ versehen. Die Vier deponieren sie in Telefonzellen, werfen sie in Briefkästen. Eines Tages bringt eine Nazisse einen Streuzettel zur Polizei. Absender noch unbekannt. Schließlich bespitzelt Heinrich Mohns, NSDAP, Arbeitsfront, Hübener und Drüwer im Bieberhaus, liefert sie der Gestapo aus. Schnibbe sieht Hübener in Hamburg nur noch einmal, im Stadthaus, schwer von Folter gezeichnet. Zum allerletzten  Mal nehmen die drei Freunde von Hübener im Volksgerichtshof Abschied – nur im Augenkontakt.

Der Film bleibt bis dahin ruhig, auf Sanders Kraft des Erzählens gerichtet, unterstrichen von eingeblendeten Dokumenten. Der zweite Teil entwickelt eine andere Lebendigkeit. Wir werden nichts weniger als zu Zeuge:innen, wie Schüler:innen von Sander den Stab der Verantwortung aufnehmen. Berlin 2020: Zum 95. Geburtstag von Helmuth Hübener wird die Schule für straffällige Jugendliche nach Hübener benannt. Zuständige des Berliner Senats sind gekommen. Höhepunkt ist die szenische Auseinandersetzung junger Inhaftierter: „Er war so alt wie wir“, heißt es im Refrain. Fast keiner der Verantwortlichen sei zur Verantwortung gezogen worden, stellt Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Plötzensee fest. 

Hamburg: Der Denunziant Mohns kommt auch davon. Bereits seit 2012 ist eine Stadtteilschule in Barmbek nach Hübener benannt. 2012 hat die Schule einen künstlerischen Wettbewerb ausgerufen, der dann alle zwei Jahre wiederholt wird. Die künstlerischen Interventionen zeigen, wie innerlich angefasst sich Jugendliche mit kreativen Methoden die Geschichte ihrer Vorbilder aneignen: Songs, Musik, szenisches Spiel, kleine Kunstwerke, Installationen, überwiegend von Mädchen gestaltet. Viele sind Kinder von Einwanderern. Eine Schülerin hat ein  Logo für die Schule geprägt, aus dem Namen, die mittleren Buchstaben markiert: „Helmuth Hübener“.

>>Foto „MUT ÜBEN“<<

Was würde er einem jungen Menschen im Abitursjahr antworten, der ihn frage, was Philosophie sei: „Schlaflosigkeit, als ein erneutes Erwachen inmitten der Gewissheiten“, so Levinas. Es sei „genaugenommen die Begegnung mit dem anderen Menschen, die uns zum Aufwachen ermahnt“.

Auch das zeigt der Film – Zusammengefasst: Diese Auseinandersetzung mit dem Vermächtnis der Hübener Gruppe ist ein filmisches Kleinod, nicht nur für Hamburger Schulen.

Gastautorin Brigitta Huhnke

„Vier gegen Hitler – Auf den Spuren der Helmuth-Hübener-Gruppe“, D2021 von Dr. Jürgen Kinter und Gerhard Brockmann

Sonntag, 30. Januar 2022, 17.00 Uhr          

Ort: Kommunales Kino METROPOLIS, Kleine Theaterstraße 10 – Hamburg

DVD demnächst erhältlich für 19,80 € plus Versand 2,50 €: VVN-BdA Hamburg – bestellen unter vvn-bda.hh@t-online.de

Woche des Gedenkens Hamburg Nord

18. Januar 2022

Programm unter

https://www.hamburg.de/contentblob/15778654/b7f771c6f3562b6be3504a0a07cea1a3/data/download-flyer-woche-des-gedenkens-2022.pdf

Sonntag, 30. Januar 2022, 17.00 Uhr – Vier gegen Hitler – Auf den Spuren der Helmuth-Hübener-Gruppe

18. Januar 2022

Ein Film von Jürgen Kinter und Gerhard Brockmann (mpz), 2021 D

Der Film erinnert an die Hamburger Widerstandsgruppe „Helmuth-Hübener“. Sie hörte in der Nazizeit ausländische Radiosender ab und verteilte in verschiedenen Hamburger Stadtteilen selbst geschriebene Flugblätter, die das Unrecht der Naziherrschaft ­ anprangerten. Durch Verrat am Arbeitsplatz flogen die Aktivitäten der Jugendlichen auf. Mitausdurchsuchungen, Verhören und Ha­ versuchte die Geheime Staatspolizei die Jugendlichen einzuschüchtern.

Im Oktober 1942 wird Helmuth Hübener mit 17 Jahren zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Die drei anderen Mitglieder der Gruppe, Karl-Heinz Schnibbe, Rudolf Wobbe und Gerhard Düwer, erhielten langjährige Haftstrafen. Nachdem in der Nachkriegszeit nur wenige an die Geschichte der Hamburger Widerstandsgruppe erinnerten, hat in jüngerer Zeit ein Umdenken stattgefunden. An zahlreichen Orten wird heute in Hamburg und anderswo die Erinnerung an dieses mutige Eintreten für die Gedanken- und Meinungsfreiheit wachgehalten, in Form von Straßen- und Schulbenennungen, Wandbildern, Ausstellungen, Kulturwettbewerben an Schulen, Gedenktafeln, Liedern, Stolpersteinaktionen und Mahnwachen an ehemaligen Haftorten.

Gesprächsgäste: die Filmemacher Jürgen Kinter und Gerhard Brockmann

Ort: Kommunales Kino METROPOLIS, Kleine Theaterstraße 10 – Hamburg

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