Verhandlungen und eine Konflikt-lösung auf der Grundlage des Völkerrechts statt Krieg in Nahost!
7. Oktober 2026
Am 7. Oktober 2023 hat mit dem antisemitischen Massaker und der Verschleppung hunderter israelischer Geiseln durch die Hamas und ihre Verbündeten eine neue Eskalation der Gewalt in der Region begonnen.
Die danach von der israelischen Regierung propagierte „vollständige Vernichtung der Hamas“ mit Flächenbombardements in Gaza hat inzwischen zehntausende zivile Opfer gekostet und zu einer humanitären Katastrophe in Gaza geführt, die bis heute anhält. Zugleich führen Siedlergewalt und der Bau weiterer israelischer Siedlungen in der Westbank zu weiterer Zerstörung palästinensischer Orte und zur Vertreibung der Bewohner:innen aus ihrer Heimat.
Seit dem Beginn der israelischen Angriffe auf Gaza ist es weltweit und auch in Deutschland zu Bedrohungen und Angriffen gegen jüdische Menschen und Einrichtungen gekommen. Die VVN-BdA steht an der Seite der Betroffenen. Jüdische Menschen für die kriegerische Reaktion Israels auf den Angriff der Hamas verantwortlich zu machen, ist antisemitisch.
Für die VVN-BdA ist das Verhältnis zu Israel in erster Linie davon bestimmt, dass dort eine große Zahl von Überlebenden des Holocaust und deren Nachkommen leben. Israel war und ist Zufluchtsort für jüdische Menschen aus aller Welt.
Wer wie die Hamas und ihre Verbündeten diese grundsätzliche Konsequenz nach dem Holocaust infrage stellt und alle jüdischen Israelis zu Terror-Zielen erklärt, kann für uns kein Bündnispartner sein. Genau das tun die Gruppe Thwara als Anmelderin und das „Hamburger Bündnis Palästina“ für den 7. Oktober in Hamburg, die – analog zur 2023 von der Hamas ausgerufenen „Al-Aqsa“-Flut – aufrufen, die Straßen Hamburgs zu „fluten“ und in Wort und Bild mit der Losung „Bis zur vollständigen Befreiung“ das Ende des Staates Israel fordern.
Unsere Bündnispartner sind die Kräfte der Demokratie und des Friedens in Israel und Palästina, die fürVerhandlungen und eine Konfliktlösung auf der Grundlage des Völkerrechts eintreten.
In diesem Sinne erklären wir:
• Die VVN-BdA erkennt das Recht Israels auf Selbstverteidigung an. Gleichzeitig hat
Israel wie alle Staaten die Verpflichtung, völkerrechtliche und humanitäre Standards
Einzuhalten.
• Wir verurteilen alle Bestrebungen rechter und rechtsextremer Kräfte in Israel nach
Annexion palästinensischer Gebiete und Vertreibung palästinensischer
Bevölkerungsteile.
• Wir verurteilen die Politik Israels hinsichtlich der gegen Völkerrecht und israelisches
Recht verstoßenden Siedlungen im Westjordanland und der dortigen menschen- und
völkerrechtswidrigen Besatzungspraxis. Die Siedlungs- und Besatzungspolitik und die
mit ihr verbundene Entrechtung, Enteignung und Vertreibung palästinensischer
Einwohner*innen stehen einer Konfliktlösung im Sinne von Frieden, Sicherheit und
Gleichberechtigung für alle Bevölkerungsgruppen der Region entgegen.
• Die VVN-BdA bekräftigt ihre Unterstützung für die Kräfte der Demokratie und des
Friedens auf israelischer und palästinensischer Seite, wie z.B. עומדיםביחדنقفمعًا
standing together, die für Verhandlungen und eine Konfliktlösung auf der Grundlage
des Völkerrechts eintreten
Wir distanzieren uns ausdrücklich von dem Versuch, den Terroranschlag vom 7. Oktober 2023 als Teil eines legitimen Befreiungskampfes darzustellen und so die Ermordung von 1195 Menschen an diesem Tag oder später in Geiselhaft zu heroisieren.





