Bund der Antifaschistinnen und AntifaschistenLandesvereinigung Hamburg
Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Diese Machtübertragung erfolgte formal legal – doch sie markierte den Beginn der systematischen Zerstörung der Demokratie in Deutschland. Vom ersten Tag an nutzten die Nationalsozialisten die staatliche Macht, um politische Gegner auszuschalten, Grundrechte außer Kraft zu setzen und innerhalb weniger Monate Diktatur zu errichten. Es folgten die Menschheitsverbrechen, die bis heute einzigartig in der Geschichte sind.
In Hamburg sind Nazi-Terror, Völkermord und Vernichtungskrieg untrennbar mit dem Stadthaus verbunden.
93 Jahre später erinnern wir an diesen Einschnitt in der deutschen Geschichte – nicht nur als historisches Datum, sondern als Mahnung. Denn angesichts erstarkender autoritärer, nationalistischer und demokratiefeindlicher Bewegungen in Deutschland und weltweit gewinnt das Erinnern an den 30. Januar 1933 erneut bedrückende Aktualität.
Anlässlich des Jahrestages erinnern wir an die Ereignisse nach der Machtübertragung: an das rasche Vorgehen gegen politische Opposition, an den Abbau von Presse-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit, an die Gewalt von SA und Polizei, an die Reichstagsbrandverordnung und an die frühe Errichtung eines Terrorapparates, der den Herrschaftsanspruch der deutschend Faschisten absicherte. Zugleich richtet sie den Blick in die Gegenwart und fragt nach unserer Verantwortung heute.
Die Kundgebung findet im Rahmen unserer regelmäßigen Mahnwache von 17:00 bis 18:00 Uhr am Stadthaus statt.
Mit Redebeiträgen von
Wolfgang Kopitzsch, Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten
Cornelia Kerth, VVN-BdA
Svenja Badekow, Enkelin des Widerstandskämpfers Ali Badekow