Bund der Antifaschistinnen und AntifaschistenLandesvereinigung Hamburg
Adriana, eine 16-jährige Jugendliche aus einer jüdisch-niederländischen Familie, steht in Rotterdam an einer Straßenbahnhaltestelle. Wir sind im Jahr 1944, genauer im späten Frühjahr. Die Stadt liegt nach der Bombardierung durch die deutsche Luftwaffe in Trümmern, das Land ist seit vier Jahren von deutschen Truppen besetzt. Diese Besatzung ist auch für Adriana und ihre Familie eine lebensbedrohliche Gefahr, die sie jedoch lieber verdrängt. Sie will leben, Spaß haben, glücklich sein. Da steigt Karl, ein junger deutscher Marinesoldat aus Bad Waldsee (Süddeutschland) aus der Straßenbahn. Es ist fast wie im Film: Sie schaut ihn an, er schaut sie an, und es klickt. Adriana wird diesen Moment auch 70 Jahren später immer noch als ‚Liebe auf den ersten Blick‘ bezeichnen. Die beiden verabreden sich zur Nachmittagsvorstellung in einem Kino. An den Film selbst können sie sich später kaum mehr erinnern. Sie treffen sich in den nächsten Wochen und Monaten so oft wie möglich. Adriana entdeckt bald, dass sie ungewollt schwanger geworden ist. Wie soll sie es ihren Eltern sagen?
Zu Gast: Prof. Dr. Rudolf Leiprecht. Familienangehöriger und Regisseur des Films
Sonntag, 28.06 um 17 Uhr
Metropolis Kino