Ohlsdorfer Friedensfest 2026

23. Juni 2026

TROTZ DEM
Vom Erinnern zum Handeln

Unter diesem Leitgedanken findet vom 18. Juli bis 2. August 2026 das 18. Ohlsdorfer Friedensfest am Mahnmal für die Bombenopfer auf dem Friedhof Ohlsdorf statt. In zwölf Veranstaltungen lädt das Friedensfest dazu ein, Vergangenheit und Gegenwart miteinander ins Gespräch zu bringen – und aus dem Erinnern Verantwortung für heute und morgen abzuleiten.

Was ist das Ohlsdorfer Friedensfest?

Im Juli und August 1943 erlebten die Menschen in Hamburg mit den Bombardierungen der Stadt während der Operation Gomorrha eine bis dahin unvorstellbare Kriegskatastrophe. Diese Zerstörung war Teil des Zweiten Weltkriegs, der von Deutschland ausging und mit aller Grausamkeit zurückkehrte.

In den 2000er Jahren versuchten rechtsextreme Gruppen, die Jahrestage der Bombardierungen für ihre Aufmärsche und geschichtsverfälschenden Kundgebungen zu instrumentalisieren. Als Antwort darauf gründete sich das Bündnis Ohlsdorfer Friedensfest. Seit 2009 setzt es mit dem Friedensfest ein sichtbares Zeichen gegen jede Form der Umdeutung von Geschichte – durch Präsenz, Erinnerung und eine klare demokratische Haltung.

Warum ein Friedensfest?

Die historischen Ereignisse selbst sind kein Anlass zum Feiern. Das Friedensfest versteht sich vielmehr als Erinnerung an die Befreiung vom Nationalsozialismus und als Bekenntnis zu den demokratischen Grundwerten, die heute unser Zusammenleben tragen: Menschenwürde, Freiheit, Vielfalt und Frieden.

Es erinnert daran, dass diese Werte unter dem NS-Regime systematisch missachtet wurden – und dass ihre Verteidigung auch heute nicht selbstverständlich ist.

Was gibt es beim Friedensfest zu erleben?

Das Ohlsdorfer Friedensfest sucht und erprobt Jahr für Jahr neue Formen des Gedenkens – als Ausdruck lebendiger Erinnerungskultur und aktiven Friedenshandelns.

Das Programm umfasst:

Künstlerische Beiträge und Performances

Andachten und spirituelle Impulse

Vorträge, Gespräche und Präsentationen

Diskussionsrunden zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen

Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf die Opfer der Weltkriege und die Biografien von Menschen des Widerstands, sondern auch auf die Herausforderungen der Gegenwart: gesellschaftliche Spaltung, Radikalisierung und Bedrohungen demokratischer Werte.

Das Friedensfest verbindet Vergangenheit und Gegenwart – und stellt die Frage, wie Frieden heute konkret gestaltet und verteidigt werden kann.

Hier geht’s zum Programm