Ein Film von Andrzej Wajda, Polen, 1957
Aus der Reihe „Täter – Opfer – Widerstand“ – Gemeinsames Projekt der VVN-BdA und des Metropolis Kommunales Kino, jeweils Kleine Theaterstrasse 10, 20354 Hamburg
Bund der Antifaschistinnen und AntifaschistenLandesvereinigung Hamburg
21. Juli 2020
Ein Film von Andrzej Wajda, Polen, 1957
Aus der Reihe „Täter – Opfer – Widerstand“ – Gemeinsames Projekt der VVN-BdA und des Metropolis Kommunales Kino, jeweils Kleine Theaterstrasse 10, 20354 Hamburg
21. Juli 2020
Der nächste Termin: Bis auf Weiteres jeden Freitag von 17-18 Uhr
Mahnwache findet wieder statt!!
21. Juli 2020
Sonnabend, 25. Juli, 13.00 Uhr (Abfahrt Bus in Hamburg)
Wir laden zum Wiedertreffen, Essen, Diskutieren, Informieren.
Viele Sitz- und Liegegelegenheiten laden zum Verweilen und bieten die Möglichkeit Abstand als auch Kontakt zu haben. Die Diskussionsrunden finden in offenen Zelten statt. Die Kantine ist den Kaltgetränken vorbehalten. Die Kinderbetreuung nutzt den Raum im Wald. Wir bieten Tischservice, so dass die Schlangen an den Ständen stark reduziert sind. Alle haben Übung sich mit 1,5 Meter Abstand selbst verantwortlich zu begegnen und so schaffen wir ein Wiedersehen. Vieles ist neu, das wir Euch zeigen wollen.
Am Vorabend findet um 19 Uhr die Lesung mit Ulli Sander „Mörderisches Finale“ statt.
Anreise mit der VVN-BdA – Es sind noch Busplätze frei:
13.00 Uhr: Abfahrt – Hamburger Bus: S-Bhf. Dammtor Tankstelle Moorweide
Anmeldung: VVN-BdA 040-314254 (Anrufbeantworter) oder
vvn-bda.hh@t-online.de – Fahrpreis: 6,00 Euro
20.30 Uhr: Rückfahrt nach Hamburg
21. Juli 2020
Ein Film von Michaël Prazan, F 2015
In einer Nacht im Juni 1942 kommt es zu einer der größten Tragödien der tschechischen Geschichte, einem der bekanntesten Verbrechen des Zweiten Weltkrieges. Das böhmische Dorf Lidice hört auf zu existieren, wird vollkommen zerstört, als „Vergeltungsmaßnahme“ für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Die Hauptfiguren dieses Filmes beruhen auf Charakteren des realen Geschehens von damals. František Šíma, der im Streit seinen älteren Sohn ungewollt tötet landet für diese Tat im Gefängnis und rettet dadurch paradoxerweise als einziger Mann des Dorfes sein Leben. Dann gibt es noch den jungen Mann, der versucht seine Untreue mit einer Lüge zu tarnen, einen Brief schreibt und dadurch den Nazis unbewusst den vermeintlichen Vorwand liefert um Lidice dem Erdboden gleich zu machen. Das Dorf wird geplündert, brutal zerstört und niedergebrannt; sogar der Bach wird umgeleitet um jegliche Erinnerung zu vernichten. Alle männlichen Bewohner werden hingerichtet, Frauen und Kinder in Konzentrationslager transportiert. Als František Šíma vollkommen ahnungslos aus dem Gefängnis zurück kehrt, findet er den Landstrich wo einst das malerische Lidice, seine Heimat, stand, bis zu Unkenntnis verändert vor. (Filmmit)
Ort: Kommunales Kino METROPOLIS, Kleine Theaterstraße 10, Hamburg
21. Juli 2020
Amtsgericht Altona, Max-Brauer-Allee 89, Hamburg-Altona
21. Juli 2020
Ein Konzert gegen rechts beim Billstedter Sommerleben – Frank Berno Timm liest eigene Texte und die Chansons von Uwe Everding Böhm. Uwe EverdingBöhm begleitet die Lesung mit dem Akkordeon.
Projekt: Billstedt United
Kooperation mit VVN-BdA
Ort: Kultur Palast Hamburg, Öjendorfer Weg 30a, Hamburg-Billstedt
Eintritt: Umsonst (Spenden sind erwünscht)
Da die Zahl der möglichen Zuschauer*innen stark begrenzt ist, bitten wir euch um eine Anmeldung, wenn ihr diese Veranstaltung besuchen möchtet. Ihr erreicht uns unter info@kph-hamburg.de oder 040 – 822 45 68 0.
*Die Veranstaltung findet unter Vorbehalt statt.
Hygieneregeln
21. Juli 2020
Ein Film von Gerhard Klein, DDR 1961.
Der Film rekonstruiert minutiös den von den Nazis am 31. August 1939 fingierten polnischen Überfall, der den Grund für den Krieg gegen Polen liefern sollte. Der Rundfunksender Gleiwitz befindet sich nahe der polnischen Grenze. Sechs aus Polen stammende Volksdeutsche kommen von einer SS-Schule im Sonderauftrag nach Gleiwitz und werden von SS-Hauptsturmführer Naujocks empfangen. Am 31. August gibt Heydrich aus Berlin den telefonischen Befehl, die geplante Aktion durchzuführen. Ein KZ-Häftling wird in eine polnische Uniform gesteckt, zum Sender gebracht, erschossen und als „Beweis“ für den Überfall der Polen zurückgelassen. Am Morgen darauf wird „zurückgeschossen“. (DEFA-Stiftung)
Ort: Kommunales Kino METROPOLIS, Kleine Theaterstraße 10, Hamburg
20. Juni 2020
Eine „Fenster-Ausstellung“ der VVN-BdA Hamburg-Eimsbüttel
Ort: Geschichtswerkstatt Galerie Morgenland, Silemstrasse 79, Hamburg
Ganztägig von außen anzusehen.
20. Juni 2020
Ein Film von von Gerhard Klein, DDR 1961
Der Film rekonstruiert minutiös den von den Nazis am 31. August 1939 fingierten polnischen Überfall, der den Grund für den Krieg gegen Polen liefern sollte. Der Rundfunksender Gleiwitz befindet sich nahe der polnischen Grenze. Sechs aus Polen stammende Volksdeutsche kommen von einer SS-Schule im Sonderauftrag nach Gleiwitz und werden von SS-Hauptsturmführer Naujocks empfangen. Am 31. August gibt Heydrich aus Berlin den telefonischen Befehl, die geplante Aktion durchzuführen. Ein KZ-Häftling wird in eine polnische Uniform gesteckt, zum Sender gebracht, erschossen und als „Beweis“ für den Überfall der Polen zurückgelassen. Am Morgen darauf wird „zurückgeschossen“. (DEFA-Stiftung)
Aus der Reihe „Täter – Opfer – Widerstand“ – Gemeinsames Projekt der VVN-BdA und des Metropolis Kommunales Kino, jeweils Kleine Theaterstrasse 10, 20354 Hamburg
18. Juni 2020
Erinnerungspolitische Bagatellisierung wird zum Programm
Die spärlichen Aussagen des neuen Koalitionsvertrags zur Erinnerungskultur in Hamburg dokumentieren den fortgesetzten Unwillen, sich mit der NS-Geschichte dort zu konfrontieren, wo sich das Zentrum des Nazi-Terrors in Hamburg befand: im und am Stadthaus. Weiterhin soll es dabei bleiben, dass eine privat betriebene Buchhandlung mit Café und einer kleinen, kompakten Info-Ecke von 50 qm als Geschichtsort fungiert, kaum sichtbar und eingequetscht zwischen großen Luxus-Geschäften. So bleiben „die dunklen Seiten unserer Stadtgeschichte“, wie sie von der Koalition genannt werden, auch weiterhin im Dunkeln. Und Schulklassen, die sich mit der Bedeutung der Nazi-Terror-Zentrale auseinandersetzen wollen, haben keine Chance auf dieser kleinen Fläche. Der nach wie vor wichtige Bildungsauftrag wird hier ad absurdum geführt.
Wie Hohn klingt die Behauptung, dass „Impulse von zivilgesellschaftlichen Gruppen einbezogen werden“ sollen angesichts der Tatsache, dass sich fast alle in der Erinnerungskultur aktiven Gruppen klar ablehnend gegenüber dem Konzept einer Lesesaal-Geschichtsecke geäußert haben und in dieser Kritik von zahlreichen Wissenschaftler*innen unterstützt werden. Deren Forderung, die Wagenhalle oder eine ähnliche große Fläche im Stadthauskomplex durch die Stadt anzumieten, wird einfach ignoriert.
Zahlreiche Berichte von Akteuren des Widerstands, die im Stadthaus unter Folter verhört wurden und miterleben mussten, dass dort auch Kameraden ermordet wurden, sowie deren Angehörige bezeugen, dass sich hier im Zentrum Hamburgs auch die Zentrale ihrer Verfolgung befand. Darum kann auch nur hier am historischen Ort die zentrale Gedenkstätte des Widerstands eingerichtet werden, wie es von den Verfolgtenverbänden VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes– Hamburg) und AvS (Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten) gefordert wird. Es zeugt von großer Respektlosigkeit, wenn die Koalition die Dokumentation und Würdigung des Hamburger Widerstands jetzt in die JVA Fuhlsbüttel nach Ohlsdorf verschieben will, an den Ort, wo diejenigen, die Widerstand leisteten, zu Opfern wurden, der aber weit entfernt von dem Zentrum von Terror und Unterdrückung (nicht nur in Hamburg, sondern in Norddeutschland) in der inneren Stadt liegt.
Diese Missachtung des Widerstands und das Verstecken der historischen Erinnerung an die zentrale Rolle des Stadthauses als Zentrum von Terror und Unterdrückung in einer privaten Buchhandlung mit angeschlossenem Café wird der Bedeutung der Erinnerung in Zeiten, in denen faschistische Ideologie erneut gesellschaftliche Akzeptanz gewinnt und die historischen Verbrechen immer wieder bagatellisiert werden, in keiner Weise gerecht. Statt dem entgegenzutreten, gibt die Koalition von SPD und Grünen an diesem zentralen Ort der kommerziellen Nutzung, dem luxuriösen Schein und großen Investoren den Vorzug.
Im grünen Wahlprogramm stand noch, dass die Grünen für den Fall ihrer Regierungsbeteiligung „Flächen für einen tatsächlich geeigneten Lernort schaffen“ wollen. Und auch die SPD war der Meinung, dass die wichtigste Aufgabe des Gedenkortes, nämlich auch Lernort zu sein, bisher nicht erfüllt ist. Außerdem braucht die neu geschaffene Stelle (Historikerin, bzw. Historiker) auch den ausreichenden Raum für entsprechende Aktivitäten. Ist das alles schon vergessen?
Auch die von Hamburg aus besonders geforderte und geförderte deutsche Kolonialpolitik war eng mit Ideologie und Propaganda von Rassismus und völkischem Nationalismus verbunden und schuf damit eine der Voraussetzungen für den Aufstieg der NSDAP. Der Koalition ist das nur eine allgemeine Bemerkung wert, es findet sich kein Wort zur anhaltenden Hamburger Kolonialverklärung in Straßennamen und Denkmälern. Da wundert es dann auch nicht, dass die Koalitionäre die enge Verbindung der Kolonialpolitik vor dem Ersten Weltkrieg, mit den Plänen und der teilweisen Umsetzung durch die Nazis in den besetzten Gebieten nach 1939, z.B. dem „Generalplan Ost“ (unter aktiver Beteiligung Hamburger Polizeieinheiten), erkennbar nicht im Blick haben.
Das Desinteresse der Koalition an einer angemessenen Erinnerungspolitik wird auch in der folgenlosen Behauptung, dass „der 8. Mai … als Tag der Befreiung und als Mahnung an die Gesellschaft, im Kampf gegen rechte Gewalt nicht nachzulassen, (für uns) eine große Bedeutung“ habe, deutlich. Die inzwischen breit unterstützte Forderung der VVN und Esther Bejaranos, den 8. Mai zum staatlichen Feiertag zu machen, wird schlichtweg ignoriert.
Es ist anstrengend, bleibt aber notwendig: Wie schon in den vergangenen Jahrzehnten muss das Erinnern an die NS-Vergangenheit Hamburgs und des Hamburger Widerstandes gegen Senat und Bürgerschaftsmehrheit erkämpft werden. Und solange diese einen Ort der Erinnerung an Terror und an Widerstand im Stadtzentrum verweigern, werden wir unsere Forderungen aufrechterhalten,
vor Ort aktiv bleiben und in aller Öffentlichkeit an die Verbrechen des NS-Regimes im Stadthaus erinnern.
Kontakt:
Cornelia Kerth (VVN-BdA)
Wolfgang Kopitzsch (AvS)
Hamburg, 18.06.2020