VVN-BdA Harburg: Die Geheimdienste im braunen Sumpf. Beispiel: Bundesnachrichtendienst
Ort: Rieckhof, 1. Stock, Rieckhofstr., Harburg.
Bund der Antifaschistinnen und AntifaschistenLandesvereinigung Hamburg
20. Januar 2014
VVN-BdA Harburg: Die Geheimdienste im braunen Sumpf. Beispiel: Bundesnachrichtendienst
Ort: Rieckhof, 1. Stock, Rieckhofstr., Harburg.
20. Januar 2014
„Damals bei uns in Groß Borstel“ – Erinnerungen an Nazizeit und Krieg, ein Stadtteilrundgang mit Udo Spengler – Veranstalterin: VVN-BdA Hamburg-Nord
Treffpunkt: Vor der Sparkasse, Ecke Borsteler Chaussee / Brödermannsweg
20. Januar 2014
Die Gehörlosen in der NS-Zeit
Helmut Vogel, D 2013
Der Dokumentarfilm zeigt auf, wie die vor 1933 bestehende Vielfalt im Leben Gehörloser während des Nationalsozialismus zunehmend zerstört worden ist. Es wird auf die Gehörlosenverbände, die Juden, die Zwangssterilisationen und die NS-Euthanasie eingegangen.
Schließlich wird verdeutlicht, wie nach 1945 die Vielfalt im Leben Gehörloser langsam wieder „zurückkehrt“. Vier gehörlose Zeitzeugen erzählen ihre Erlebnisse.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Gehörlosenverband Hamburg e.V.
Gesprächsgast und Gebärdendolmetscher sind angefragt
Ort: Kommunales Kino METROPOLIS, Kleine Theaterstr. 10
19. Januar 2014
Gedenkkundgebung zum 71. Jahrestag für die hingerichteten Mitglieder der antifaschistischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“.
Ort: „Weiße Rose“, am Gedenkstein „Weiße Rose“ in Volksdorf, Nähe U-Bahnstation Volksdorf
19. Januar 2014
Was bleibt
Gesa Knolle und Birthe Templin, D 2008
WAS BLEIBT ist der erste Dokumentarfilm, der die familieninterne Auseinandersetzung mit dem Holocaust sowohl auf der Seite der Täter, sowie der Opfer beleuchtet. Der Film spiegelt fast 70 Jahre deutscher Geschichte wieder und stellt zwei Familien vor, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Er zeigt eindringlich, dass die Vergangenheit stets präsent und immer ein Teil der Gegenwart sein wird, auch wenn die Auswirkungen für jeden Einzelnen anders sind.
Gesprächsgäste: Die Filmemacherinnen sind angefragt
Ort: Kommunales Kino METROPOLIS, Kleine Theaterstr. 10
19. Januar 2014
Am 6. Dezember 2013 ist das erste Hörbuch des Arbeiterschriftstellers Willi Bredel (1901–1964) erschienen. »Der Opfergang. Eine zeitgenössische Chronik« wird eindrucksvoll gelesen v o n d e m bekannten Schauspieler Rolf Becker. Die Erzählung schrieb Bredel 1944/45 im sowjetischen Exil. Sie schildert vor dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges und der Zwangsarbeit im Deutschland der Nazizeit die Liebe zwischen der deutschen Arbeiterin Inge Lee und dem polnischen Zwangsarbeiter Kasimir Koralski im norddeutschen Dorf Himmelpforten und in der Kreisstadt Stade im Jahr 1944. Die Liebesbeziehung wird als »Rassenschande« kriminalisiert und durch die SS mit der Ermordung des polnischen Arbeiters zerstört. Inge Lee wird als »Rassenschänderin« durch Stade getrieben und dann ins Gefängnis geworfen.
Die Erzählung ist von großer Aktualität. Im Booklet des Hörbuchs heißt es dazu: »Die Ausländerfeindlichkeit und der ihr zugrunde liegende Rassismus, die Zerstörung von Moral und sozialer Sicherheit durch Krieg und Sozialabbau, die Zwangsarbeit, die den Charakter von brutaler Ausbeutung und Sklaverei annimmt, die umfassende öffentliche Kontrolle, die vor persönlichen Gefühlen nicht haltmacht und dadurch Angst und Lähmung provoziert – all das sind auch aktuelle Erfahrungen und Gefahren.«
Das Hörbuch ist als Doppel-CD mit einem achtseitigen, informativen Beiheft erschienen und zum Preis von 14,90 € im Buchhandel (ISBN: 978-3-940229-07-6) oder bei der Willi-Bredel-Gesellschaft, Im Grünen Grunde 1b, 22337 Hamburg, Tel. (040) 59 11 07, E-Mail: willi-bredel-gesellschaft@tonline.de erhältlich. René Senenko
19. Januar 2014
Anlässlich der Reichspogromnacht erlebten etwa 180 Oberstufenschüler(innen) der Lessing-Stadtteilschule in Harburg im November eine Geschichtsstunde der besondern Art. Unsere Kameradin Steffi Wittenberg, die während der Nazizeit ins Exil nach Uruguay ging, schilderte aus eigener Erfahrung, welche Repressalien die jüdische Bevölkerung unter den Nazis erdulden musste. Als Jüdin durfte sie auf der Eisbahn in Planten un Blomen nicht Schlittschuh laufen, auch an Klassenreisen durfte sie nicht teilnehmen. Inzwischen habe sie, so der „Neue Ruf“ vom 16.11.13, auch wieder eine Art Heimatgefühl in Deutschland. Aber dass Deutschland bei irgendeiner WM Weltmeister werden wird, möchte sie bis heute nicht. Hjm
19. Januar 2014
„Erinnerungen“ heißt das neue Buch von Esther Bejarano, Ehrenvorsitzende der VVN-BdA und Leiterin des Auschwitz-Komitees. Es beinhaltet ihren gesamten Lebensweg, der sie auch ins Vernichtungslager Auschwitz geführt hat. Das Vorwort schrieb Kultursenatorin Barbara Kisseler. Auch die Autorin Peggy Parnass hat einen Beitrag beigesteuert. Das Buch ist im Laika-Verlag erschienen, hat 208 Seiten und kostet 21 Euro. Esther hat das Buch selbst am 24. Oktober im Haus der Patriotischen Gesellschaft vorgestellt. hjm
19. Januar 2014
Rund 3500 Schülerinnen und Schüler demonstrierten am 12. Dezember in der Hamburger Innenstadt während des Unterrichts für das Bleiberecht der Lampedusa-Flüchtlinge. Diese Zahl ist umso erstaunlicher, als dass es nur ein sehr kleines Organisationsteam gab. Auf den Transparenten las man Losungen wie „Welcome Lampedusa“ und „Kein Mensch ist illegal“. Einer der Demonstranten sagte laut „Morgenpost“: „Wir verkaufen Waffen in die Krisengebiete und tragen damit auch eine Schuld an der Situation der Flüchtlinge.“ Sanktionen befürchten die Schüler nicht. Viele Lehrer(innen) und die Gewerkschaft GEW hatten die Demonstration unterstützt.
Leider ist die Solidarität der rund 300 Flüchtlinge untereinander am Bröckeln. Etwa ein Viertel von ihnen hat inzwischen bei der Ausländerbehörde vorgesprochen, ihre Identität angegeben und Duldung beantragt. Hans-Joachim Meyer
19. Januar 2014
Unser Mitglied Anke Schulz mit dem Luruper Kulturpreis ausgezeichnet
Seit 2009 verleiht das Lichtwark-Forum Lurup den Luruper Kulturpreis an Menschen, die sich um den Stadtteil Lurup verdient gemacht haben. In diesem Jahr erhielt ihn unser Mitglied Anke Schulz.
Eigentlich ist sie Lehrerin, aber sie hat sich als Autorin, Literatur- und Sozialwissenschaftlerin einen Namen gemacht. In ihrem bekanntesten Werk „Fischkistendorf Lurup“ (2002, z.Zt. leider vergriffen) erzählt sie die Geschichte des proletarischen Stadtteils Lurup zwischen 1920 und 1950, wo viele Arbeitslose in aus Fisch- und Seifenkisten selbst gezimmerten Notunterkünften zu überleben versuchten.
Anke Schulz packt nicht nur die „Fischkisten“ an, sondern auch „heiße Eisen“, die mit der NS-Zeit auch in Lurup und den angrenzenden Stadtteilen Einzug hielten. Sie forschte zu Zwangsarbeiterlagern in der Gegend und insbesondere zu dem Lager für Sinti und Roma, das ab 1938 in der Lederstraße in Stellingen bestand. Nach 1940 wurde es mit bis zu 2000 Gefangenen zu einem der größten Zwangsarbeiterlager Hamburgs. Auf Initiative von Anke Schulz wurde 2010 eine Gedenktafel für das Lager in der Lederstraße im Eingangsbereich des Bahnhofs Stellingen angebracht.
Anfang dieses Jahres veröffentlichte Anke Schulz außerdem eine Untersuchung über die Zwangsenteignung der jüdischen Luruper Familie Bondy. Gegenwärtig recherchiert sie für ein Buchprojekt die Lebensläufe von Luruper Gewerkschaftern, Sozialdemokraten und Kommunisten, die wegen ihres Widerstandes gegen die NS-Diktatur nach Amerika auswandern mussten.
Anke Schulz übergibt die Früchte ihrer Recherchen nicht nur in Buchform der Öffentlichkeit, sondern bietet auch Stadtteilrundgänge zu einschlägigen Themen in Lurup und Umgebung an.
In ihrer Dankesrede nach der Verleihung des Luruper Kulturpreises sagte sie:
„Wenn ich hier heute diesen Preis bekomme, möchte ich es als Ermutigung für uns alle verstehen, für einander einzustehen, für eine Politik, die ihre Lehren aus der NS-Zeit gezogen hat, die Andersdenkende und Menschen, die nicht der eigenen gewohnten Herkunft entsprechen oder zu entsprechen scheinen, mit Respekt und Toleranz begegnet, die für menschliche Lösungen eintritt. Angesichts der breiten Solidarität in der Hamburger Bevölkerung für die Lampedusa-Flüchtlinge habe ich die Hoffnung auf einen tiefgehenden Wandel in unserer Gesellschaft, an dem auch wir hier in Lurup mit zahlreichen Initiativen und Engagements beteiligt sind.“ Tsy