Filmreihe der VVN-BdA
25. September 2013
Die Verwandlung des guten Nachbarn
Peter Nestler, S / D 2001/2002,
Dokumentarfilm, 85 Min.
6. Oktober 2013 – 17.00 Uhr
Im Kommunalen Kino METROPOLIS Metropolishaus
Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstr. (Eingang Kleine Theaterstr. 10)
Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!
Der Aufstand im Vernichtungslager Sobibór im Oktober 1943 ist ein Schlüsselereignis der NS-Geschichte. Einer der 320 Insassen, denen damals die Flucht gelang, war der 16-jährige Thomas Toivi Blatt. Die wiedergewonnene Freiheit erwies sich jedoch als Illusion, einer seiner vermeintlichen Beschützer versuchte sogar, ihn umzubringen. Vierzig Jahre lang hat Blatt, der heute in den USA lebt, an seinem Lebensbericht „Nur die Schatten bleiben“ gearbeitet und dabei regelmäßig seine alte Heimat aufgesucht. Peter Nestler hat ihn auf seinen Reisen in Polen mit der Kamera begleitet und ist der Frage nachgegangen: Wie kommt es, dass sich gute Nachbarn und sogar Freunde plötzlich in Verräter, Peiniger und Mörder verwandeln?
Redebeitrag der VVN-BdA-Vertreterin auf der Friedensdemonstration am 31.8.22013
13. September 2013
Liebe Friedenfreundinnen und Friedensfreunde
Gerne spreche ich einige Worte für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschist+innen hier
80 Jahre nach der Machtübertragung an Hitler ist die Frage: Was ist in den 80 Jahren aus der aus Lehre der Geschichte und der Losung: Nie wieder Faschismus nie wieder Krieg geworden?
Die imperialistischen Regierungen und ihre Waffenlobbies führen Kriege, wir müssen gegen Neofaschismus und Rassismus ,gegen Geschichtsverleugnung, gegen Extremismustheorie- und Totalitarismusdoktrin kämpfen .
Die Kriege in Jugoslawien, Irak, Afghanistan , in Libyen haben Millionen Menschen das Leben gekostet.
Nun droht mit Syrien das gleiche und wieder gegen den Willen der Bevölkerung und ohne rechtliche Grundlage.
Schon wieder stehen wir an einem Scheidweg eines Kriegseinsatzes, dessen weltweite Wirkungen noch gar nicht absehbar sind.
Es ist geradezu zynisch, zu behaupten, dies sei zum Schutz der Zivilbevölkerung.
Wir wissen, dass Gegenteil ist der Fall
Die Rolle der BRD nicht nur Beteiligung an und Führen von Krieg, sondern die Bundeswehr zu hoffähig machen in die Zivilgesellschaft hinein.
Das Bündnis Bildung ohne Bundeswehr hat dazu vorhin ausführlich berichtet.
Die Bundeswehr dient nicht nur zur weltweiten Durchsetzung imperialistischer Interessen, sondern wird auch regulär im Innern zum Einsatz kommen. Militär, Polizei und Geheimdienste werden immer weiter aufgerüstet und bekommen immer mehr Befugnisse. Überwachung und Kontrolle nehmen zu
Aggression nach außen – Repression nach innen sind zwei Seiten einer Medaille
Wir fordern :Keine weitere Militarisierung der Gesellschaft
Neofaschismus
Heute hat die in Dortmund die Partei die Rechte zu einem Aufmarsch in aufgerufen um gegen das Verbot einer ihrer Organisationen dem sog. Nationalen Widerstand (NwdO)zu protestieren
Und wieder instrumentalisieren Nazis den Antikriegstag für Ihre Interessen
In HH hat die NPD bisher im Wahlkampf mit ihrem Flaggschiff eher eine Schlappe erlitten, auch wenn nachzuhaken ist, warum Bergedorf von der Versammlungsbehörde als Ausweichort erlaubt wurde.
Aber auch hier (z.B. in Horn im Zusammenhang mit der Moschee, z.B. bei Flüchtlingsunterkünften) nutzen sie Rassismus als Nährboden, gemeinsam mit Rechtspopulisten gegen Flüchtlinge und sog. gegen Nichtdeutsche vorzugehen.
Die Lampedusa Flüchtlinge – vor dem Krieg in Libyen geflohen, hier von der Politik allein gelassen kommen gleich selbst zu Wort.
An dieser Stelle aber vielen Dank an die Verdi Kolleg+innen die durch die Mitgliedschaft die Flüchtlinge in ihrem Recht unterstützen.
Neue Flüchtlinge produzieren schon jetzt – durch den geplanten Angriff auf Syrien werden es noch mehr
Unsere Forderung kann nur sein: Schluss mit den Kriegen und Bleiberecht für die Flüchtlinge.
Mit der Geschichtskonferenz Das Jahr 33 hat VVN BdA sich mit der Geschichtsverfälschung auseinandergesetzt, bei der versucht wird den deutschen Faschismus zu verharmlosen und seine Einzigartigkeit in Frage zu stellen.
Eine besondere Rolle hat hier der Inlandsgeimdienst
Die besondere Rolle des Inlandsgeheimdienstes und der strukturelle Rassismus wurde beim Aufdecken der NSU Morde deutlich
Dr. Rolf Gössner belegt die skandalöse Verstrickung des „Verfassungsschutzes“ in gewaltbereite Neonazi-Szenen. Er kommt zu dem Schluss: Der Inlandsgeheimdienst dient nicht dem Schutz der Verfassung, sondern ist ein Fremdkörper in der Demokratie
Wie bei der Bundeswehr wird angesichts der Kritik in der Bevölkerung versucht, Inlandsgeheimdienste hoffähig machen und deren Tätigkeit gegen Gegenwehr und Bündnisse zu richten,z.B. durch Ausstellungen und Besuch von Schulen
Unsere kann nur sein gegen Inlandsgeheimdienste alles mobilisieren, sie gehören aufgelöst und in dem Zusammenhang zur weltweite Überwachung der Geheimdienste (siehe NSA)
fordern wir: Datenschutz statt Ausspähung
Aber es gibt auch Positives . So wie das HHer Forum ein Bündnis ist, brauchen wir noch viel mehr Bündnisse gemeinsam
3 Positive Beispiele von Bündnissen und Gegenwehr
1. Desertörsbündnis – da wo wir vorhin waren, am Kriegsklotz ist es dem Bündnis gelungen . ein Gegendenkmal , ein Denkmal für Deserteure politisch durchzusetzen.
2. Bündnisse Ohlsdorfer Friedensbündnis OFF
Zum 5. Mal am Mahnmal und Sammelgrab der Bombenopfer machte das OFF als breites Bündnis nicht nur den Nazis den Platz streitig, sondern hat erfolgreich neue Formen der Erinnerungskultur entwickelt.
3. Zusammen mit der Willi Bredel Gesellschaft hat der Bildhauer Axel Richter
ein temporäres Mahnmal in der St. Petri errichtet .
Unter dem Motto: Erinnerungen aufbrechen
Zeigt er: Anlässlich der Bombennächte dass das
Grauen nicht im Jahre 1943 begann, zuvor mit Hitlers
Machtantritt. mit der Bombardierung Gernikas
der Zerstörung von Rotterdam und Coventry, Liverpool und Minsk
Aufgabe der Friedensbewegung Druck auszuüben und aufzuklären
und in Bewegungen aktiv zu sein.
Lasst uns weiter Bündnisse machen im Sinne von:
“Die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.”
CHILE – Der andere 11. September 1973
8. September 2013
Veranstaltung auf dem Salvador-Allende-Platz
anlässlich des 40. Jahrestages des Militärputsches in Chile
Es sprechen:
Vertreterinnen der Solidarität mit Chile in Hamburg
ein Vertreter der Veranstaltungsorganisation
Musik: Resistencia und Sindicato Latino
Der sprechende Klotz
22. August 2013
Sa, 7. September 2013
14–16 Uhr
U1 Stephansplatz
„Der sprechende Klotz’“ nennt das „Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal
seine kritische Annäherung an das 1936 geschaffene
Kriegerdenkmal am Dammtor. Das Bündnis setzt sich seit 2010 dafür ein,
dass der Kriegsklotz, wie der Hohlquader auch genannt wird, umgestaltet
wird. Solch eine Umgestaltung soll dem Andenken an die mehreren Hundert
Wehrmachtsdeserteure und andere Opfer der Wehrmachtsjustiz, die zumeist
am Höltigbaum im 2. Weltkrieg hingerichtet worden sind, gerecht werden.
Gespannt sein darf man am Denkmaltag auf eine kurzweilige Führung,
die begleitet wird von einer Kunstaktion am Klotz, an der alle Anwesenden
teilhaben können.
Flyer: 20130820 Der sprechende Klotz
mehr Info: http://www.niqel.de/deserteur/index.htm
Gedenkveranstaltung für die Opfer der Euthanasie Sonntag, 18. August 2012, 15 Uhr
17. August 2013
Am 16. August 1943 wurden 300 Frauen und Mädchen aus den Alsterdorfer Anstalten und Ochsenzoll nach Wien in die Tötungsanstalt „Spiegelgrund“ deportiert, um dort ermordet zu werden.
Wir erinnern an die Menschen und an die an ihnen begangenen Verbrechen und laden Sie & Euch herzlich zu unserer Veranstaltung ein.
Geschwister-Scholl-Ehrenfeld (Nähe Kapelle 13)
Friedhof Ohlsdorf
Gedenkfeier am Donnerstag, den 29. August 2013 um 18.00 Uhr
17. August 2013
Das KZ im Herzen Wandsbeks
Zugang über die Nordmarkstraße gegenüber Hausnummer 30, 22045 Hamburg
Mit einer Lesung und Redebeiträgen von Hans Joachim Klier (Bezirksversamm-lung Wandsbek, SPD) und der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme
2. bis 4. August
25. Juli 2013
Methfesselfest – Das große nichtkommerzielle Initiativen- und Kulturfest in Hamburg-Eimsbüttel.
Ort: Else-Rauch-Platz, 20255 Hamburg (U-Lutterothstraße).
Al de drüdde Oploog!
25. Juli 2013
Nu is al de drüdde Oploog vun’t plattdüütsche „Manifest“ rutkomen. Bummelig veerhunnert Stück sünd in ganz Düütschland verköfft worrn. Bi mien annern plattdüütschen Beuker heff ik nie mehr as een Oploog henkregen. Överto is noch mellt worrn: Dat Kommunistische Manifest schall ton Weltkulturarv verklort warrn! Dor bün ik eerst recht stolt, dat ik düt wichtige Wark vun Marx un Engels op Platt översett heff. Wenn ji noch keen hebbt: Dat köst jümmer noch negen Euro. Stüürt man en Mail to: hjm-harburg(at)gmx.de. hjm
Geboren am Pfingstmontag, dem 20. Mai1923 – Erich Röhlck – ein unermüdlicher Kämpfer wird 90
25. Juli 2013
Eine Friedenstaube überbrachte die Einladung. Unser Mitglied Erich lud seine Weggefährten ein, mit ihm seinen 90sten Geburtstag zu feiern, natürlich an einem Pfingstmontag. „Ick hebb jo allns“ hatte er uns geschrieben. Auch wenn Erich damit das Materielle meinte, er hat wirklich alles: Familie, Freund/innen, Kolleg/innen, Kampfgefährt/innen, Nachbarn, Genoss/innen, sie füllten rasch das „Café Sternchance“ mit Musik, Gesang, Dankesworten und Erinnerungen.
Geboren im ländlichen Mecklenburg, aufgewachsen in Hamburg, unter wirtschaftlich knappen Lebensumständen. Acht Jahre Volksschule, Hitlerjugend, Tischlerlehre, Arbeitsdienst, dann Kriegsdienst. „Ich erlebte die Grauen des Krieges…Am 5. März 1943 wurde ich von Rotarmisten gefangen genommen… Ich hatte Angst. Ich mit meiner Naziideologie.“ Im Lager lernte Erich das andere Deutschland kennen. „Ich traf einen Hamburger Antifaschisten, Willi von der Reith, der Aufklärungsarbeit unter Kriegsgefangenen leistete…und schloss mich dem Aufruf des Nationalkomitees Freies Deutschland gegen die Hitlerdiktatur an.“
Erichs Schlüsselerlebnis bis zum heutigen Tage war jedoch die Begegnung mit einer Ärztin aus Leningrad. „Sie half mir, Leiden und Krankheit zu überwinden. Welcher Edelmut [und] großer Humanismus, einem Feind, einem Eindringling, … [einem] Angehörigen der faschistischen Armee, die ihre Familie vernichtet hatte,…das Leben zu retten.“
1946 kehrte Erich als Antifaschist nach Hamburg zurück und wurde noch im selben Jahr Mitglied der KPD. In der Gewerkschafts- und Jugendgruppenarbeit lernte Erich bald seine Lydia kennen. „Wir hatten gleichen Sinn und gleiches Streben für ein von Faschismus und Krieg befreites Leben in Solidarität, Völkerfreundschaft und gesellschaftlichen Fortschritt…“.
Ende der 50er Jahre kam Erich wegen Verstoßes gegen das KPD-Verbot „für 29 Monate in Gefangenschaft nach Wolfenbüttel“. Erneut eine schwere Zeit für beide, Lydia und Erich.
Heute blickt Erich mit Freude auf seine Kinder, Enkel und Urenkel. „Es hängt davon ab, nicht passiver Beschauer …, sondern aktiver Gestalter der Verhältnisse zu sein…, das ist meine Lebenserfahrung.“ Damit wünschte Erich uns ein solidarisches Beisammensein, „denn Solidarität macht stark“.
(Die Zitate stammen aus Erichs Geburtstagsrede.) Georg Chodinski






