Gegen Rassismus und Ausgrenzung

9. Mai 2013

 

Am 7. April demonstrierten etwa 3000 Menschen gegen Rassismus und Ausgrenzung von Flüchtlingen. Die Demo führte vom Hachmannplatz durch die Innenstadt zum U-Bahnhof Feldstraße und wurde von mehreren Zwischenkundgebungen unterbrochen. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis verschiedener Organisationen, darunter der Hamburger Flüchtlingsrat und weitere 60 Initiativen aus dem ganzen Bundesgebiet. Jens Kuhn vom Bündnis sagte, es sei eine gefährliche Behauptung, dass Rassismus nur von einzelnen Neonazis ausgehe. Er sei fest in der Gesellschaft verankert und werde von den Medien und der Mehrheit der Menschen ignoriert. Es wurde aufgerufen, eine Woche später vor dem Flüchtlingslager Horst bei Boizenburg zu demonstrieren. Dieses gefängnisähnliche Lager wurde nach dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen von Hamburg bewusst in aller Abgeschiedenheit angelegt, isoliert von der Bevölkerung und allen kulturellen Einrichtungen. Der Vertrag mit Mecklenburg-Vorpommern, der eigentlich im September 2012 auslaufen sollte, wurde kürzlich um weitere sechs Jahre verlängert. Das Kontingent der Hamburger Flüchtlinge wurde sogar noch erhöht.

   hjm

„Oder hast du den Stolperstein sauber gemacht?“

7. Mai 2013

Die Mitglieder der Bergedorfer VVN-BdA trafen sich am 26. April 2013 vor dem Bahnhof des Hamburger Bezirks. Ziel war die Reinigung der Stolpersteine, von denen einige durch den Schmutz der Straße nicht mehr zu erkennen waren. Über etwas, das nicht zu sehen ist, kann ja nicht „gestolpert“ werden. Um das zu verhindern, putzt die Bergedorfer VVN-BdA  ein mal im Jahr die Steine und nutzt dabei die Aufmerksamkeit der vorübergehenden Passanten, um über die Schicksale der Menschen im Nationalsozialismus zu informieren. Es gab dabei jedoch eine Schwierigkeit: An diesem Tag regnete es in Strömen. Unbeeindruckt, neben Fahnen und Putzeimer mit Regenschirmen bewaffnet, zog die Bergedorfer VVN-BdA los. Trotz des schlechten Wetters verlief die Reinigung erfolgreich. Ein netter Geschäftsinhaber, der seinen Laden in der Nähe eines Stolpersteines hatte, schenkte einem Mitglied einen Regenschirm. Doch besonders beeindruckend war die Geschichte hinter einem blitzblanken Stolperstein. Die Bergedorfer VVN-BdA  freute sich so sehr über den sauberen Stein, dass sie bei dem Haus dahinter klingelte, um sich zu bedanken. Eine eine junge Frau mit einem Kind öffnete die Tür. Die Bewohnerin erklärte, dass sich sich zwar im Internet über die Reinigung informiert hatte, aber putzen würde sie den Stein nicht. Sie beugte sich fragend zu dem kleinen Mädchen an ihrer Seite hinunter und fragte im scherzhaften Ton: „Oder hast du den Stolperstein sauber gemacht?“. Zur Überraschung aller nickte das Mädchen. Wir applaudierten freudig und bedankten uns. Die junge Frau staunte, war unheimlich stolz und tätschelte dem Mädchen den Kopf. Wer jetzt noch sagt, die jüngere Generation würde sich für nichts interessieren, dem sei hier eine Lehre erteilt.

Ostermarsch

1. April 2013

Foto L.Meimberg

Foto: L.Meimberg

Im Folgenden dokumentieren wir den Beitrag von Georg Chodinski für die  VVN-BdA auf dem Hamburger Ostermarsch:

Vielen Dank für die Einladung zu einem Redebeitrag hier auf dem Ostermarsch 2013

Seit unserer Gründung gehört es zu unserem Selbstverständnis der VVN, Teil Friedensbewegung zu sein.

Was wir heute erleben ist: Deutschlands Bundeswehr beteiligt sich immer mehr an Kriegen und die zunehmende Militarisierung des gesellschaftlichen Lebens: Militarisierung der Außenpolitik, der Justiz, Militarisierung im Inneren,  der Wirtschaft, der Bildungseinrichtungen und auch in den Spielzimmern unserer Kinder zieht die Bundeswehr ein. Überall nimmt das Militär Einfluss, wird unsere Gesellschaft aufgerüstet.

Die populistischen Klammern dazu lautet „Interessen Deutschlands in Welt“.

Die Kernstrategie dazu lautet, alle gegeneinander ausgespielt: Die Beschäftigten gegen Hartz-IV-Empfänger, den Norden gegen den globalen Süden, Ost- gegen Westdeutschland, Junge gegen Alte, Menschen mit Migrationshintergrund gegen sogenannte Einheimische oder ChristInnen gegen MuslimInnen  und und und… Die Liste lässt sich noch sehr verlängern.

 

All das folgt der Formel eines Nützlichkeitsrassismus: Wer sich nicht einfügt oder nicht gebraucht wird für die Interessen Deutschlands und auch nicht für sich selbst sorgen kann, der hat hier nichts verloren und braucht auch nicht auf nachhaltige Hilfe zu hoffen.

 

Griechenland ist nur ein Beispiel von vielen dafür. Nur wenn die Schieflage einer Wirtschaft droht Banken Deutschlands zu gefährden, wird das Bankensystem gestützt. Nicht die Menschen, deren Existenz verloren geht, sind das Maß für Hilfe. Den Menschen Griechenlands wird nur zugerufen: „Da müsst ihr nun mal durch.“

 

Noch ein Beispiel.  Bulgarien und Rumänien – Innenminister Friedrich wörtlich in einem Spiegel-Interview: Das Recht auf Freizügigkeit bedeutet, dass jeder EU-Bürger sich in jedem Mitgliedsland aufhalten kann, wenn er dort arbeitet oder studiert. Jeder EU-Bürger, der diese Voraussetzungen erfüllt, ist bei uns willkommen. Wer aber nur kommt, um Sozialleistungen zu kassieren, und das Freizügigkeitsrecht missbraucht, der muss wirksam davon abgehalten werden.

 

Die gleiche Argumentation kennen Hartz-IV-Empfänger seit langem.

 

Der Zweck: Druck ausüben und Verunsicherung herbeiführen.

 

Die Kurzfassung davon lautet: Das Recht auf ein Leben in Freiheit und Sicherheit steht nur dem zu, der es sich das leisten kann.

 

Und die Wirkung wird erzielt: Ausgrenzung in Form von Ausländerfeindlichkeit und Rassismus ist Teil Gesellschaft. Das  zeigt uns die regelmäßig die Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung sehr deutliche:

Als Ergebnis der Befragung von 2012 stellten die Autoren der Studie fest, dass 25 % der bundesweit Befragten ausländerfeindlich sind.

Noch erschreckender die Ergebnisse zur Islamfeindlichkeit

Die Aussage „Die islamische Welt ist rückständig und verweigert sich den neuen Realitäten“ 57,6 % überwiegend oder voll und ganz zugestimmt

Bei der Aussage „Der Islam ist eine archaische Religion, unfähig sich an die Gegenwart anzupassen“ lag die Zustimmung bei  56,3 %

All diese Ausgrenzung und Abwertung folgt dem Zweck, die Menschen zu entsolidarisieren und den Mächtigen im Land in die Hände zu spielen. Und bei allem ist das Militär dabei.

 

  • ·         In der Außenpolitik ist der Einsatz der Bundeswehr zur Standardoption geworden Dazu die Verteidigungspolitische Richtlinien 2011 unter der Kapitelüberschrift „Das strategische Sicherheitsumfeld“: Zugang zu Bodenschätzen, Vertriebswegen und Märkten werden weltweit neu geordnet. … Deshalb werden Transport und Energiesicherheit und damit verbundene Fragen künftig auch für unsere Sicherheit eine wachsende Rolle spielen.

 

  • ·         Auch die Justiz wird weiter aufgerüstet. Neuester Schritt, das Gesetz für einen Gerichtsstand bei besonderer Auslandsverwendung der Bundeswehr. Zukünftig wird es einen speziellen Gerichtsstandort für Straftaten von Soldatinnen und Soldaten in Kempten / Allgäu gebe. Für Ludwig Baumann, dem letzten noch lebenden verurteilten Deserteur der Nazi-Wehrmacht ist das ein erster Schritt in Richtung einer neuen Militärjustiz. Ludwig Baumann hat erlebt was Militärjustiz bedeutet: Willkür nach dem Motto: Recht ist, was der Truppe nützt.

 

Militarisierung heißt auch,

  • ·         das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erlaubt den bewaffneten Einsatz der Bundeswehr gegen Terroristen im Inneren
  • ·         Die Wirtschaft  jubelt: Platz drei in der Welt der Rüstungsexporteure
  • ·         In den Schulen gehören die Jugendoffiziere der Bundeswehr zum Alltag
  • ·         Und auch in den Jobcentern ist die Bundeswehr allgewärtig. Wir haben uns seit langem an Arbeitslosenzahlen von 3 Millionen gewöhnt. Was früher eine bedrohliche Situation war ist heute im öffentlichen Sprachgebrauch ein relativ geringer Stand an Arbeitslosigkeit. Wer dann keinen Arbeitsplatz hat oder als junger Mensch befürchtet keinen zu bekommen, dem kann geholfen werden: Durch die Bundeswehr, sie geht in den Jobcentern und Berufsinformationszentren ein und aus und führt regelmäßig Anwerbeveranstaltungen durch.
  • ·         Und auch in den Zimmern unserer Kinder und Jugendlichen rüstet die Bundeswehr via Internet auf.

 

Der Werbetitel der Bundeswehr dazu lautet: Wir.dienen.Deutschland,  Weil ich meinem Land etwas zurückgeben möchte. Seht Euch bei Eurem nächsten Kneipenbesuch mal um. Da findet Ihr oft die Werbekarten mit den markigen Sprüchen ausgelegt

 

Vor diesem Hintergrund freuen mich Erfolge, wie die des Bündnisses für ein Hamburger Deserteursdenkmal. Dessen Initiative hat ein Projekt der Hamburger Bürgerschaft angestoßen, auch in Hamburg einen Gedenkort für die Opfer der Wehrmachtsjustiz zu schaffen.

 

Und mehr noch: Die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Horn haben der alltäglichen Ausgrenzung mehr als ein Zeichen entgegengesetzt. Sie haben einer muslimische Gemeinde, die in ihrem Stadtteil eine Moschee einrichten will, herzlich willkommen geheißen, auch gegen die fremdenfeindliche Hetze einiger des rechten „Pro-Deutschland“.

 

Das sind Beispiele die Mut machen. Davon gibt es mehr und wir brauchen noch mehr.

 

Zurück zur Bundeswehr. Die VVN-BdA fordert: die Beendigung aller Auslandseinsätze

Wir fordern: Bundeswehr raus aus Schulen und gesellschaftlichen Einrichtungen. Kein Werben für‘ s Morden und Sterben!

Um es hier kurz zu machen. Es gibt es nur eine sinnvolle Bundeswehrreform: Abrüstung.

Deshalb auch von hier noch einmal unser Appell an die Gewerkschaften: Keine Unterstützung von Rüstung und Krieg! vom 7. March 2013

Die bei einem Treffen mit dem DGB-Bundesvorstand am 5. Februar 2013  abgegebene  Erklärung von Minister de Maizière, die Bundeswehr sei Teil der Friedensbewegung, ist blanker Zynismus. Wir sehen das Streben des DGB nach einer engeren Zusammenarbeit mit der Bundeswehr als einen großen Rückschritt an, der in krassem Widerspruch zu dem starken Engagement der Gewerkschaften für Frieden, Abrüstung und Demokratie steht. Das Bemühen der Gewerkschaften um Erhaltung und Ausbau von Arbeitsplätzen darf nicht zur Rechtfertigung der Rüstungsindustrie und der Kriegspolitik führen. Gerade das aktuelle Streben der Regierung nach Kampfdrohnen und noch mehr Rüstungsexport muss den DGB nachdenklich mache. In Kauf zu nehmen, dass auch in Zukunft Waffen an menschenrechtsverletzende Regime wie u.a. Saudi-Arabien exportiert werden, stellt das Thema Arbeitsplätze über jegliche moralische Verantwortung! Vielmehr muss die Forderung nach Abrüstung und Konversion der Rüstungsproduktion wieder belebt werden.

Die wirklichen Konfliktlinien verlaufen zwischen denen, die für ihre Arbeitsleistung gerade einmal einen mäßigen Lohn bekommen, und denen, die sich an der Arbeit ihrer Mitmenschen hemmungslos bereichern.

Mehr als 60 Jahre nach der Gründung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes durch Überlebende des faschistischen Terrors ist die VVN-BdA, ein lebendiger, generationsübergreifender antifaschistischer Verband.

Auch wenn bald keine Angehörigen unserer Gründergeneration mehr in unseren Reihen stehen werden, bleibt unser Wirken dem Schwur von Buchenwald verpflichtet: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.”

02.-04. Mai 2013

29. März 2013

Klotzfest «Sag Nein» am Stephansplatz –

Veranstalterin: Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal

alle Infos :  http://www.niqel.de/deserteur/klotzfest13.htm

Kinderland ist abgebrannt

23. März 2013

D 1998, Doku von Sibylle Tiedemann und Ute Badura, 94 Min.

24.03.2013

Filmreihe

Kinderland ist abgebrannt

D 1998, Doku von Sibylle Tiedemann und Ute Badura, 94 Min.

Sonntag, 24. März 2013, 17.00 Uhr

Metropolis Kommunales Kino; Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstr. (Eingang Kleine Theaterstr. 10)

Jüdische und nicht-jüdische Einzelschicksale der Jahrgänge 1934 bis 1942 in einer Ulmer Mädchenoberschule. 60 Jahre später kommen einige der damaligen Schülerinnen zum „Klassentreffen“ zusammen und erinnern sich an Kindheit und Jugend. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten gehen die Erlebnisse der acht christlichen und vier jüdischen Frauen immer stärker auseinander. Die einen treten begeistert in die Jungmädelgruppe ein; ihr Vorbild wird die BDM-Führerin Sophie Scholl, die auf dieselbe Schule geht und deren Entwicklung zum Widerstand der Weißen Rose sie nicht verstehen. Dann bestimmt der Kriegsalltag ihr Leben. Die anderen werden schrittweise entrechtet und ausgegrenzt, schließlich vom Unterricht ausgeschlossen. Sie dürfen sich nur noch in jüdischen Vereinen organisieren. Während ihre Großeltern deportiert werden, können sie sich in die Emigration retten. Amateurfilme und persönliche Dokumente ergänzen die Erinnerungen der Frauen, die unkommentiert wiedergegeben werden.

„Sibylle Tiedemann und Ute Badura haben in ihrem Dokumentarfilm stille, schlichte Stimmen eingefangen, in denen das Dritte Reich unterschiedlich nachhallt. (…) Durch die einfache Dokumentation der authentischen Erzählungen stellen die Autorinnen die Frage nach Schuld und Unschuld am eindringlichsten.“ (taz, 5.11.1999).

Sonntag, 24. März 2013, 17.00 Uhr Metropolis Kommunales Kino; Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstr. (Eingang Kleine Theaterstr. 10) Jüdische und nicht-jüdische Einzelschicksale der Jahrgänge 1934 bis 1942 in einer Ulmer Mädchenoberschule. 60 Jahre später kommen einige der damaligen Schülerinnen zum „Klassentreffen“ zusammen und erinnern sich an Kindheit und Jugend. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten gehen die Erlebnisse der acht christlichen und vier jüdischen Frauen immer stärker auseinander. Die einen treten begeistert in die Jungmädelgruppe ein; ihr Vorbild wird die BDM-Führerin Sophie Scholl, die auf dieselbe Schule geht und deren Entwicklung zum Widerstand der Weißen Rose sie nicht verstehen. Dann bestimmt der Kriegsalltag ihr Leben. Die anderen werden schrittweise entrechtet und ausgegrenzt, schließlich vom Unterricht ausgeschlossen. Sie dürfen sich nur noch in jüdischen Vereinen organisieren. Während ihre Großeltern deportiert werden, können sie sich in die Emigration retten. Amateurfilme und persönliche Dokumente ergänzen die Erinnerungen der Frauen, die unkommentiert wiedergegeben werden. „Sibylle Tiedemann und Ute Badura haben in ihrem Dokumentarfilm stille, schlichte Stimmen eingefangen, in denen das Dritte Reich unterschiedlich nachhallt. (…) Durch die einfache Dokumentation der authentischen Erzählungen stellen die Autorinnen die Frage nach Schuld und Unschuld am eindringlichsten.“ (taz, 5.11.1999).

Keine rassistische Hetze in Hamburg Horn!

22. März 2013

Aufruf des Hamburger Bündnis gegen Rechts

23.03.2013

Gegenkundgebung

Keine rassistische Hetze in Hamburg Horn!

Aufruf des Hamburger Bündnis gegen Rechts

am Samstag den 23. März soll in HH-Horn eine rassistische Versammlung gegen eine geplante Moschee stattfinden. Das „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ ruft Euch zu einer antirassistischen Protestkundgebung dagegen auf. Transparente, Plakate, Instrumente vor Ort und Weiterleitung des Aufrufes sind erwünscht! Alles weitere entnehmt bitte dem folgenden Aufruf.

Samstag, 23. März 2013, 13:00 Uhr

Horner Weg/Sievekingsallee (U-Bahn Horner Rennbahn)

Keine Rassistische Hetze in Hamburg- Horn!

Seit Wochen mobilisiert Stephan Buschendorff, Funktionär der rassistischen „Bürgerbewegung Pro-Deutschland“ zu einer Kundgebung am 23. März gegen die geplante Eröffnung einer Moschee im Stadtteil Horn. Buschendorff wurde in Schleswig-Holstein als Spitzenkandidat von Pro Deutschland zur Bundestagswahl 2013 nominiert. Die Kleinst-Partei und ihre Ableger sind in den letzten Jahren vor allem durch islam-feindliche Wahlkämpfe in Nordrhein-Westfalen und Berlin aufgefallen. Momentan will sie sich bundesweit aufstellen. Der Bundesvorsitzende Manfred Rouhs kommt ursprünglich aus der NPD und hat eine lange neofaschistische Vergangenheit. “Pro Deutschland gilt als rechtsextrem.

Unterstützung von der NPD In Hamburg-Horm soll das entwidmete Gebäude der ehemaligen Kapernaum-Kirche in eine Moschee umgewandelt werden. Eine der größten islamischen Gemeinden Hamburgs, die sunnitische „Al-Nour-Gemeinde“, die über keine geeigneten Gebetsräume verfügt, hatte das Gebäude im Herbst gekauft. Buschendorff hofft mit seiner Mobilisierung an antimuslimische Vorurteile in der Mitte der Gesellschaft anzuknüpfen zu können und fordert die Bürger Hamburgs, die „nicht Willens sind ihre Kultur und ihr Land nach und nach aufzugeben“ nach Horn zu kommen. Bei der Suche nach UnterstützerInnen ist Buschendorff nicht zimperlich. Über seine Internetseite lud er neben anderen das aktuelle NPD-Bundesvorstandsmitglied Matthias Faust ein, der sein Kommen prompt angekündigt hat. Auf Buschendorffs Facebookseite sind zahlreiche eindeutig rassistische Kommentare und Beleidigungen gegenüber Menschen muslimischen Glaubens zu finden. Dieses steigert sich bis hin zu der nationalsozialistischen Vernichtungsfantasie, „irgendwie muss da mal eine Endlösung her.“

Brauner Kack im neuen Frack 180 Menschen sind seit der Wiedervereinigung Opfer faschistischer und rassistischer Morde geworden, darunter viele Muslime. Moscheen wurden angegriffen und besudelt, Gläubige verhöhnt und beleidigt. Letztes Jahr provozierte die „ Bürgerbewegung Pro NRW“ mit islamfeindlichen Mohammed-Karikaturen vor rund 25 Moscheen. Im antimuslimischen Rassismus kehrt der altbekannte völkische Fremdenhass im neuen Gewand zurück.

Die Religionsfreiheit ist ein Grundrecht aller Menschen in Deutschland und entsprechende Gotteshäuser gehören dazu. Dieses Grundrecht werden wir gegen rassistische Angriffe verteidigen, unabhängig davon, ob wir selbst gläubig sind oder fundierte Kritik an Religionen haben. Dazu laden wir alle demokratisch gesinnten Menschen – gleich welcher Herkunft, Religion, Weltanschauung oder Parteizugehörigkeit – ein. Die Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus ist eine zentrale Aufgabe der Gesellschaft.

Samstag, 23. März 2013, 13:00 Uhr Horner Weg/Sievekingsallee (U-Bahn Horner Rennbahn) Keine Rassistische Hetze in Hamburg- Horn! Seit Wochen mobilisiert Stephan Buschendorff, Funktionär der rassistischen „Bürgerbewegung Pro-Deutschland“ zu einer Kundgebung am 23. März gegen die geplante Eröffnung einer Moschee im Stadtteil Horn. Buschendorff wurde in Schleswig-Holstein als Spitzenkandidat von Pro Deutschland zur Bundestagswahl 2013 nominiert. Die Kleinst-Partei und ihre Ableger sind in den letzten Jahren vor allem durch islam-feindliche Wahlkämpfe in Nordrhein-Westfalen und Berlin aufgefallen. Momentan will sie sich bundesweit aufstellen. Der Bundesvorsitzende Manfred Rouhs kommt ursprünglich aus der NPD und hat eine lange neofaschistische Vergangenheit. “Pro Deutschland gilt als rechtsextrem. Unterstützung von der NPD In Hamburg-Horm soll das entwidmete Gebäude der ehemaligen Kapernaum-Kirche in eine Moschee umgewandelt werden. Eine der größten islamischen Gemeinden Hamburgs, die sunnitische „Al-Nour-Gemeinde“, die über keine geeigneten Gebetsräume verfügt, hatte das Gebäude im Herbst gekauft. Buschendorff hofft mit seiner Mobilisierung an antimuslimische Vorurteile in der Mitte der Gesellschaft anzuknüpfen zu können und fordert die Bürger Hamburgs, die „nicht Willens sind ihre Kultur und ihr Land nach und nach aufzugeben“ nach Horn zu kommen. Bei der Suche nach UnterstützerInnen ist Buschendorff nicht zimperlich. Über seine Internetseite lud er neben anderen das aktuelle NPD-Bundesvorstandsmitglied Matthias Faust ein, der sein Kommen prompt angekündigt hat. Auf Buschendorffs Facebookseite sind zahlreiche eindeutig rassistische Kommentare und Beleidigungen gegenüber Menschen muslimischen Glaubens zu finden. Dieses steigert sich bis hin zu der nationalsozialistischen Vernichtungsfantasie, „irgendwie muss da mal eine Endlösung her.“ Brauner Kack im neuen Frack 180 Menschen sind seit der Wiedervereinigung Opfer faschistischer und rassistischer Morde geworden, darunter viele Muslime. Moscheen wurden angegriffen und besudelt, Gläubige verhöhnt und beleidigt. Letztes Jahr provozierte die „ Bürgerbewegung Pro NRW“ mit islamfeindlichen Mohammed-Karikaturen vor rund 25 Moscheen. Im antimuslimischen Rassismus kehrt der altbekannte völkische Fremdenhass im neuen Gewand zurück. Die Religionsfreiheit ist ein Grundrecht aller Menschen in Deutschland und entsprechende Gotteshäuser gehören dazu. Dieses Grundrecht werden wir gegen rassistische Angriffe verteidigen, unabhängig davon, ob wir selbst gläubig sind oder fundierte Kritik an Religionen haben. Dazu laden wir alle demokratisch gesinnten Menschen – gleich welcher Herkunft, Religion, Weltanschauung oder Parteizugehörigkeit – ein. Die Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus ist eine zentrale Aufgabe der Gesellschaft.

„Gedenken am Höltigbaum“

15. März 2013

16.03.2013

„Gedenken am Höltigbaum“

für die dort auf dem Schießstand während des Zweiten Weltkrieges erschossenen Wehrmachtssoldaten

Samstag, 16. März 2013, 13.00 Uhr

Haus der Wilden Weiden, Eichberg 63, 22143 Hamburg

Veranstalterin: Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal

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Samstag, 16. März 2013, 13.00 Uhr Haus der Wilden Weiden, Eichberg 63, 22143 Hamburg Veranstalterin: Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal

Wie kann Altona an die Opfer der NS-Wehrmachtsjustiz erinnern?

8. März 2013

09.03.2013

Podiumsdiskussion

Wie kann Altona an die Opfer der NS-Wehrmachtsjustiz erinnern?

Samstag, 09. März 2013, 16 Uhr

Rathaus Altona, Platz der Republik

Mit Dr. Magnus Koch, Historiker Peter Petersen, geb. 1923, Wehrmachtsdeserteur Pastor Ulrich Hentschel, Evangelische Akademie der Nordkirche René Senenko, Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal Vertreterinnen der Fraktionen von SPD, CDU, GAL und Linke in der Bezirksversammlung Altona Moderation: Georg Chodinsky, VVN-BdA

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Samstag, 09. März 2013, 16 Uhr Rathaus Altona, Platz der Republik Mit Dr. Magnus Koch, Historiker Peter Petersen, geb. 1923, Wehrmachtsdeserteur Pastor Ulrich Hentschel, Evangelische Akademie der Nordkirche René Senenko, Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal Vertreterinnen der Fraktionen von SPD, CDU, GAL und Linke in der Bezirksversammlung Altona Moderation: Georg Chodinsky, VVN-BdA

Widerständiges Frauenleben

7. März 2013

über kämpferisches Frauenleben gegen Faschisten und Neonazis.

08.03.2013

Internationaler Frauentag

Widerständiges Frauenleben

über kämpferisches Frauenleben gegen Faschisten und Neonazis.

Freitag, 08. März 2013, 19:00 Uhr Eintritt frei

Kulturpalast Hamburg, Öjendorfer Weg 30 a, Hamburg-Billstedt

Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Hamburg in Kooperation mit dem Kultur Palast Hamburg

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Freitag, 08. März 2013, 19:00 Uhr Eintritt frei Kulturpalast Hamburg, Öjendorfer Weg 30 a, Hamburg-Billstedt Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Hamburg in Kooperation mit dem Kultur Palast Hamburg

zum 70. Jahrestag für die hingerichteten Mitglieder der antifaschistischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“.

22. Februar 2013

23.02.2013

Gedenkkundgebung

zum 70. Jahrestag für die hingerichteten Mitglieder der antifaschistischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“.

Samstag, 23. Februar 2013, 11:00

Weiße Rose“, am Gedenkstein „Weiße Rose“ Volksdorf , Nähe U-Bahnstation Volksdorf

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Samstag, 23. Februar 2013, 11:00 Weiße Rose“, am Gedenkstein „Weiße Rose“ Volksdorf , Nähe U-Bahnstation Volksdorf

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