Finanzamt droht der VVN-BdA mit der Aberkennung der Gemeinnützigkeit

2. September 2026

Das Berliner Finanzamt für Körperschaften I fordert von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA) eine vorzeitige Abgabe der Steuererklärung für die Jahre 2024 und 2025 und droht damit, ihr die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Begründet wird dieser Schritt damit, „dass auch die aktuelle Kampagne zum AfD-Verbot sowie die damit im Zusammenhang stehenden Aktivitäten der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V. deren Gemeinnützigkeit gefährden kann.“
„Das ist ein Angriff auf die demokratische Zivilgesellschaft. Für uns ist klar: Engagement gegen die im Kern faschistische AfD ist mit gemeinnützigen Zwecken vollkommen vereinbar – mehr noch: ein AfD-Verbot ist notwendig, um Demokratie und die Achtung der Menschenrechte zu bewahren.
Florian Gutsche (Bundesvorsitzender der VVN-BdA)
Dieser Angriff kommt, nachdem der rechtskonservative Jura-Professor Boehme-Neßler (SPD-Mitglied und AfD-Apologet) „die Berliner Finanzverwaltung“ bereits im Juni aufgefordert hatte, die Prüfung unserer Gemeinnützigkeit zu veranlassen und anschließend verschiedene extrem rechte Medien von Apollo News über die Junge Freiheit bis Nius und zuletzt die Tageszeitung DIE WELT dies aufgegriffen haben.
Über die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (kurz: VVN-BdA)
Die VVN-BdA steht in der Tradition der Widerstandskämpfer*innen und Verfolgten des Nationalsozialismus, die die Vereinigung 1947 gegründet haben. Ihr Vermächtnis „Nie wieder!“ ist Auftrag und Verpflichtung. Deshalb setzt sich die VVN-BdA unermüdlich gegen Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Faschismus ein. Dazu gehört auch das entschiedene Handeln gegen die AfD, die heute in geistiger und politischer Tradition der damaligen Täter*innen steht.
Weitere Hintergrundinformationen, den Verweis auf unsere Petition sowie eine Erklärung des Holocaust-Überlebenden und VVN-Mitglieds Ernst Grube finden Sie hier

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