Freitag, 24. Juli 2015, 18.00 Uhr
8. Juli 2015
„Verboten – Verfolgt – Vergessen“ Ein Film von Daniel Burkholz, D 2013 Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der Kalte Krieg. Die Bundesregierung unter Kanzler Adenauer plante schon 1950 den Aufbau einer Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste. Schnell wurde ein politisches Strafrecht eingeführt, das seine Wurzeln im Strafrecht der Nazizeit hatte. Alle BürgerInnen, die gegen die Wiederbewaffnung oder für die Wiedervereinigung waren, galten nun als Staatsfeinde. Über 200.000 Menschen wurden politisch verfolgt – häufig von Polizisten, Staatsanwälten oder Richtern, die schon in der Nazizeit in Amt und Würden waren – und ca. 10.000 von ihnen zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. So wurde lange vor 1968 eine große außerparlamentarische Bewegung zerschlagen. (http://roadside-dokumentarfilm.de/)
Ort: Ohlsdorfer Friedhof, Bestattungsforum, Fuhlsbüttler Straße 758
Sonntag, 26. Juli 2014, 17.00 Uhr
8. Juli 2015
Die Mörder sind unter uns
Wolfgang Staudte, DEFA 1946 Der erste deutsche Nachkriegsfilm überhaupt (Drehbeginn: Mai 1946) und zugleich die erste Produktion der DEFA (vor deren Gründung Staudte bereits in Eigeninitiative tätig wurde): In der Berliner Trümmerlandschaft begegnet ein ehemaliger Unterarzt, den das Kriegserlebnis quält, jenem Hauptmann wieder, der zu Weihnachten 1942 an der Ostfront in Rußland die Erschießung von Frauen und Kindern veranlaßte. Inzwischen läßt der Mann als Fabrikant aus Stahlhelmen Kochtöpfe pressen und feiert sein Weihnachtsfest als biederer Familienvater ohne eine Spur von Schuldbewußtsein. Der empörte Arzt greift zur Pistole, doch seine Geliebte, eine Verfolgte des Nazi-Regimes, hält ihn von der Selbstjustiz ab. In ausdrucksstarkem Helldunkel gefilmt, ist Staudtes Arbeit, wenngleich symbolüberfrachtet, einer der wenigen deutschen Trümmerfilme, der eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Schuld und Gewissen sucht. (Filmlexikon Zweitausendeins.de) im
Kommunalen Kino
METROPOLIS
Metropolishaus Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstraße (Eingang Kleine Theaterstraße 10) Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!
Samstag, 1. August 2015, 17. 00 Uhr
8. Juli 2015
Mahnwache zum „Altonaer Blutsonntag“
in Erinnerung an die Ermordeten Bruno Tesch, Karl Wolff, Walter Möller und August Lütgens
Ort: Hinterhof des Amtsgerichts Altona (Zugang über Gerichtsstraße)
Sonntag, 13. September 2015, 11.00 Uhr
8. Juli 2015
Gedenkveranstaltung – „Menschen, wir hatten Euch lieb – Seid wachsam“
Blumen für unsere Toten zum Internationalen Gedenktag für die Opfer von Faschismus und Krieg. Patriot zu sein, hieß für sie, gegen die Nazis zu kämpfen. „Aufrechte Patrioten“ so nannte sie Jean-Paul Sartre.
Es lesen Ilse Jacob, Christiane und Georg Chodinski. Die Musik bringt die Song-Gruppe Hamburg mit.
Ort: Friedhof Ohlsdorf, Ehrenhain Hamburger Widerstandskämpfer (Nähe Haupteingang)
Sonntag, 27. September 2015, 17.00 Uhr
8. Juli 2015
Akte Grüninger – Die Geschichte eines Grenzgängers
Von Alain Gsponer, AT/CH/DE 2013
August 1938: Die Schweiz schliesst ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge. Doch weiterhin gelangen Hunderte von Menschen ohne gültiges Visum über die Grenze. Zur Überprüfung der illegalen Grenzübertritte wird vom Chef der eidgenössischen Fremdenpolizei, Heinrich Rothmund …, eine Untersuchung eingeleitet. Polizeiinspektor Robert Frei…, ein junger, ehrgeiziger und obrigkeitsgläubiger Beamter, wird in den Kanton St. Gallen beordert. Dort kommt er einem Hilfssystem auf die Schliche, das von breiten Teilen der Bevölkerung getragen und vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger … ermöglicht wird.
Im Laufe der Ermittlungen erhärtet sich der Verdacht, dass Grüninger Flüchtlinge ohne gültige Visa hereinlässt, auch Dokumente fälscht und Flüchtlinge illegal über die Grenze bringt. Grüninger gesteht Frei zwar seine Taten, doch dass er damit gegen das Gesetz und somit gegen die Staatssicherheit handle, will er partout nicht einsehen. Er tue dies aus reiner Menschlichkeit und könne nicht anders… (http://grueninger-film.com/)
Gesprächsgast: Conni Gunßer (Flüchtlingsrat Hamburg)
im
Kommunalen Kino
METROPOLIS
Metropolishaus
Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstraße
(Eingang Kleine Theaterstraße 10)
Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!
Geschichte verpflichtet: Bleiberecht für Roma in Hamburg – Abschiebestopp sofort!
8. Juli 2015
An die Presse
04.07.2015
Abschiebungen von Roma in die Nachfolgestaaten Jugoslawiens gehen unvermindert weiter. Trotz der Beschreibung der skandalösen Lebensumstände, die die Familien nach Berichten unabhängiger Berichterstatter dort erwarten, hat die Bundesregierung Mazedonien, Bosnien und Serbien bereits zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt, Kosovo soll folgen.
In diesen ethnisch begründeten Staaten, die auch mit erheblicher diplomatischer Unterstützung Deutschlands und zuletzt auch mit dem völkerrechtswidrigen Krieg unter deutscher Beteiligung entstanden sind, ist für Roma kein Platz. Stigmatisiert, ausgegrenzt und mittellos sich selbst überlassen, fehlt es ihnen dort an allem. Der weit verbreitete Antiziganismus macht es nahezu unmöglich Fuß zu fassen. Selbst physische Gewalt durch Polizei und Zivilisten ist an der Tagesordnung.
Dabei steht Deutschland gegenüber den Nachkommen der Opfer des Holocaust an geschätzten 500.000 Sinti und Roma in einer besonderen Pflicht.
Schon bei der Einweihung des Mahnmals für die ermordeten Sinti und Roma Europas 2012 wurden diejenigen, die im Anschluss an die Rede der Bundeskanzlerin nach den Abschiebungen fragten, zurechtgewiesen, das sei „heute“ kein Thema . Welchen Sinn kann ein Mahnmal haben, wenn es für das Heute keine Bedeutung hat?
Nachkommen von jüdischen Holocaust-Opfern aus der zerfallenden Sowjetunion wurde wegen der Situation in den Nachfolgestaaten in den 1990er Jahren die Einreise und Niederlassung als Kontingent-Flüchtlinge erlaubt. Warum kann nicht für die Roma aus den Ex-jugoslawischen Staaten eine entsprechende Regelung geschaffen werden? Die historische Verpflichtung ist die gleiche.
Jetzt haben sich Betroffene in der Initiative „Romano Jekipe ano Hamburg“ zusammengeschlossen und werden in der nächsten Woche Mahnwachen vor der Ausländerbehörde durchführen und am 18. Juli für ein Bleiberecht demonstrieren. Wir werden sie dabei nach Kräften unterstützen!
Landesvorstand der
Vereinigung der Verfolgten des Naziiregimes
– Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Hamburg e. V.
Hein-Hoyer-Str. 41
20535 Hamburg
Telefon 040 -31 42 54,
Telefax 040 -319 37 95
Do. 25.06.15, 19 Uhr
23. Juni 2015
Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Ioannis Stathas (SYRIZA, Mitglied des griechischen Parlaments) und Gabriele Heinecke (AK Distomo)
Veranstalter: VVN BdA-Hamburg Nord, AG Antifa / Gegen Rechts LINKE Hamburg
Ort: Barmbek°Basch
Wohldorfer Straße 30, 22081 Hamburg / U Dehnhaide
Sonntag, 28 Juni 2015 17.00 Uhr
9. Juni 2015
Ein Lied für Argyris
von Stefan Haupt, CH, 2006
Der Dokumentarfilm folgt dem Lebensweg des 66-jährigen Argyris Sfountouris, der sich mit dem Wahnsinn auseinandersetzt, der ihm als Kind widerfuhr: Im Sommer 1944 wurden seine Eltern und Verwandten sowie über 200 weitere Menschen aus dem griechischen Dorf Distomo Opfer des Massakers einer deutschen SS-Division, das als Reaktion auf einen Partisanenangriff verübt wurde. Neben Archivmaterial und privaten Fotos lässt der beeindruckende Film den Protagonisten und andere Zeitzeugen erzählen. Getragen von der Hoffnung auf eine mitmenschlichere Zukunft und Völkerverständigung, werden die Zeit- und Handlungsebenen stilsicher verknüpft und wirken lange nach. (Filmlexikon Zweitausendeins.de) Ein Kooperationsprojet der VVN-BdA Hamburg mit dem Kino METROPOLIS
Ort: Kommunalen Kino METROPOLIS, Kleine Theaterstraße 10, Hamburg
(Eingang Kleine Theaterstraße 10) Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!
Sonnabend, den 6. Juni 2015
2. Juni 2015
Einladung Gedenken 6. Juni 2015
Gegen das Vergessen – Zur Erinnerung an die Opfer des Faschismus
…sie stehen für unzählige Widerständler*innen, die von den Faschisten in Zuchthäusern und KZs verfolgt und ermordet wurden.
Liebe Freundinnen und Freunde,
am 6. Juni 1935 um 6.00 Uhr wurde Fiete Schulze im Hof des Untersuchungsgefängnisses in Hamburg mit dem Handbeil hingerichtet. Seine Tat: Widerstand gegen das Naziregime.
Wir möchten mit Ihnen und Euch am Sonnabend, den 6. Juni 2015 um 13.00 Uhr zu einer Gedenkkundgebung zusammenkommen am Gedenkstein vor dem Kundenzentrum Billstedt (ehemals Ortsamt) Öjendorfer Weg 9
Mit herzlichen Grüßen
Christiane Chodinski
(VVN-BdA Kreis Hamburg-Mitte)





