„Vier Tage im Mai“ (Deutschland/Russland/Ukraine 2011, Film von Achim von Borries, 97 min),
Veranstalterin: Geschichtswerkstatt St. Georg
Ort: Gemeindesaal, Stiftstraße 15, 1. Stock
Bund der Antifaschistinnen und AntifaschistenLandesvereinigung Hamburg
29. März 2015
„Vier Tage im Mai“ (Deutschland/Russland/Ukraine 2011, Film von Achim von Borries, 97 min),
Veranstalterin: Geschichtswerkstatt St. Georg
Ort: Gemeindesaal, Stiftstraße 15, 1. Stock
9. Februar 2015
Hamburger Bündnis gegen Rechts:
Trotz des Schulterschlusses mit der Partei „Die Rechte“ (Christian
Worch) und der Unterstützung von Nazikadern aus Baden-Württemberg,
Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gelang es der
Hamburger NPD heute nur 30-40 Nazis zu ihrer Wahlkampfkundgebung am
Gänsemarkt zu mobilisieren.
Rund um den Gänsemarkt gab es Gegenprotest von rund 600
AntifaschistInnen. Pfiffe, Rufe und eine stationäre Kundgebung des
Hamburger Bündnis gegen Rechts am Jungfernstieg trugen dazu bei, dass
die Nazis nicht über ihre Kundgebung hinaus hörbar waren.
Am Ende der erfolgreichen Kundgebung kam es durch eine polizeiliche
Fehlentscheidung zu einer skandalösen Provokation: Die Polizei leitete
den Lautsprecherwagen und das Begleitfahrzeug der NPD mit massivem
Aufgebot mitten durch die angemeldete antifaschistische Kundgebung.
Dabei wurde ein Antifaschist vom NPD-Fahrzeug angefahren.
Unserem Kenntnisstand nach wurde er glücklicherweise nicht verletzt und konnte
vor Ort versorgt werden. Das HBgR verurteilt dieses Vorgehen auf das
Schärfste. „Der provokative Polizeieinsatz zum Schutz der NPD entspricht
dem zögerlichen Umgang mit dem Antrag auf das Verbot der NPD“, so
Cornelia Kerth, Anmelderin der Bündnis-Demo.
Hamburg, den 7.2.2015
4. Februar 2015
Antifaschistische Kundgebung:
Samstag 7. Februar, 12.00 Uhr, Jungfernstieg/Neuer Jungfernstieg
Am 7. Februar will die Nazipartei auf dem Gänsemarkt unter dem rassistischem Motto „Multikulti: Tod-sicher, Deutschland ist kein Einwanderungsland“ eine Kundgebung abhalten. Auch wenn die Polizei der NPD mal wieder eine sichere Durchführung verspricht, werden wir lautstark dagegen protestieren. Gegen die Nazihetze setzen wir unsere internationale Solidarität. Hamburg muss eine Stadt für alle Menschen sein, unabhängig von Herkunft, Religion oder Aufenthaltsstatus. Erst vor einer Woche haben 8.000 HamburgerInnen dafür demonstriert.
Kein Rassismus im Wahlkampf, weder durch die AfD, Pegida oder die NPD!
2. Februar 2015
Film der Demo: https://www.youtube.com/watch?v=YWZJbVd8OXc
24. Januar 2015
8. Mai 1945 – Tag der Befreiung Chance für Frieden und Demokratie in Europa Am 8. Mai 1945 wurde nahezu ganz Europa von Faschismus und Krieg befreit. In Deutschland erlebten in erster Linie die überlebenden Verfolgten und Widerstandskämpfer_innen diesen Tag als Befreiung. Aber auch wir alle, die wir heute leben, verdanken die Chance eines Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt den Siegern des 8. Mai. Die alliierten Streitkräfte, unter denen die Rote Armee mit Abstand die größte Last des Krieges in Europa zu tragen hatte, sind und bleiben auch unsere Befreier. Mit besonderer Dankbarkeit erinnern wir an den Beitrag, den der deutsche antifaschistische Widerstand in Deutschland, in der Emigration, als Teil von Partisanenverbänden und in den Streitkräften der Anti-Hitler-Koalition geleistet hat. Mehr als 55 Millionen Menschen fielen Nazi-Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer. Sie bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid und ihrem Leben. Noch in den letzten zwei Wochen vor der Befreiung Hamburgs, wurden 71 Männer und Frauen aus dem Konzentrationslager Fuhlsbüttel im KZ Neuengamme grausam ermordet. In der Schule Bullenhuser Damm, damals ein Außenlager des KZ Neuengamme, erhängte am 20. April 1945 die SS 20 jüdische Kinder mit ihren vier Pflegern und 24 sowjetische Häftlinge. Weit über zehntausend Häftlinge des KZ Neuengamme verloren noch ihr Leben in sogenannten „Auffanglagern“, beim Untergang der „Cap Arcona“ in der Ostsee oder durch Tötungen während der Todesmärsche, auf die sie gezwungen wurden. Die deutsche Wirtschaft, allen voran Chemie- und Rüstungsindustrie und Banken waren die Gewinner von „Arisierung“, Krieg und der Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeiter_innen. Diese Gewinne bildeten eine wichtige Grundlage des „Wirtschaftswunders“ in der Bundesrepublik, während die Opfer um jede Mark Entschädigung kämpfen mussten und bis heute kämpfen müssen. In nahezu allen ehemals von Nazi-Deutschland besetzten Ländern wurden der 8. und/oder 9. Mai gesetzliche Feiertage, das war auch in der DDR der Fall. Genau 40 Jahre hat es gedauert, bis ein Präsident der Bundesrepublik an einem 8. Mai von Befreiung gesprochen hat. Bis dahin hatte die Sicht der Nazis, der Deutsch-Nationalen, der „Frontkämpfer“, der Profiteure, Mitläufer und Zuschauer das offizielle Vokabular geprägt: Zusammenbruch, Kapitulation, Niederlage, Besatzer, Neubeginn. Mit Weizsäckers Rede wurde die Perspektive der Verfolgten des Nazi-Regimes „gesellschaftsfähig“.
Wir wissen, dass die Früchte des 8. Mai stets gefährdet sind. Rassismus, Chauvinismus, Antisemitismus und Antiziganismus, Islamfeindlichkeit – alle möglichen Ideologien zur Begründung sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung haben Konjunktur. Wir wissen, die soziale Spaltung der Gesellschaft hat ein Ausmaß erreicht, in dem die Angst vor dem Abstieg Anpassungsdruck und Ausgrenzungsbereitschaft erhöht. Wir erleben, dass Grundrechte immer weiter eingeschränkt werden. Wir sehen mit Sorge, wie unbarmherzig unsere Gesellschaft Flüchtlingen gegenübertritt und gewaltsame Übergriffe duldet. Zugleich wird antifaschistische Gegenwehr kriminalisiert. Der rasante Aufstieg neofaschistischer und rechtspopulistischer Kräfte in nahezu allen europäischen Ländern verlangt entschiedenen Widerstand. Der Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe der Krieg führenden Länder stellt einen Bruch mit dem Nachkriegskonsens „Es soll nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen“ als wichtigste Lehre aus der jüngeren deutschen Geschichte dar. In vielen Ländern der Welt, im Irak, in Syrien, in der Ukraine und in weiten Teilen Afrikas toben Kriege. Wieder sind deutsche Waffen – und oft auch deutsches Militär – beteiligt. Die Bereitschaft, „deutsche Interessen“ erneut mit militärischen Mitteln durchzusetzen ist in Regierung und Bundestag gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung wieder politische Praxis geworden. Gerade darum wollen wir den Tag zum Feiertag machen, den die Überlebenden als „Morgenröte der Menschheit“ erlebt haben, wie es der als Jude und Kommunist verfolgte Résistance-Kämpfer Peter Gingold ausgedrückt hat. Wir wollen am 8. Mai vor allem an die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung erinnern und diese als Impuls nehmen, weiter an der Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit zu arbeiten, so wie es die befreiten Häftlinge von Buchenwald geschworen haben.
Hamburger Erklärung zum 8. Mai 2015 -Unterzeichner_innen:
AG Gedenken Bergedorf, AK Denk-Mal, Antifaschistisches Bündnis Bergedorf, Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. AStA der Uni Hamburg, Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V., Barmbeker Initiative gegen Rechts, Brakula“ Bramfelder Kulturladen e.V., Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal, Bürgerinitiative Glinde gegen Rechts, Deutsch-chilenische Kulturzentrum e.V Deutscher Freidenker-Verband Landesverband Nord e.V., DFG-VK Hamburg, DIE LINKE Landesverband Hamburg, DKP Hamburg, Fachschaftsrat der Sozialen Arbeit an HAW Hamburg Geschichtswerkstatt St. Georg e.V. GEW LV Hamburg, Hamburger Bündnis gegen Rechts, Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e. V., Initiative MIR, Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936–1939 e. V. (KFSR) Kuratorium Gedenkstätte Ernst Thälmann Hamburg Landesverein der Sinti in Hamburg e. V., „ Lesbenverein Intervention e. V. Lese-Zeichen Hamburg, Mechadasch Hamburg, Motorradclub Kuhle Wampe, NaturFreunde LV Hamburg e.V., ROM UND CINTI UNION e.V. RussPublika St. Pauli-Archiv e. V. Stadtteiltreff A.G.D.A.Z. in Steilshoop e.V., Union d. ehem. pol. Gefangenen in Chile Ver.di AntiRA, Ver.di LV Hamburg VVN-BdA Hamburg, Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V., Wohn- und Ferienheim Heideruh e. V.
6. Januar 2015
Das ganze Programm: hier woche-des-gedenkens-2013
6. Januar 2015
D 2011, 79 min – Doku über Hein Düx, der als Untersuchungsrichter den Frankfurter Auschwitzprozess vorbereitete. In der mehrheitlich in den Nationalsozialismus verstrickten Richterschaft war und blieb er ein Außenseiter. Sein antifaschistisch ausgerichteter politischer und publizistischer Einsatz brachte Heinz Düx viele Anfeindungen ein, bis zum Versuch der CDU, ihn aus dem Richteramt zu drängen.
6. Januar 2015
Ausstellung, Die VVN-BdA informiert
„Deportiert in das KZ Neuengamme“ – Strafaktionen von Wehrmacht und SS im besetzten Europa. Eine Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Unterstützung der Hamburgischen Bürgerschaft.
6. Januar 2015
Ausstellung, Woche des Gedenkens Nord
„Euthanasie“ – Die Morde an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in Hamburg im Nationalsozialismus (KZ-Gedenkstätte Neuengamme / „Leben mit Behinderung Hamburg“).
6. Januar 2015
Uhr
„Wölfe mitten im Mai“ (Franz Josef Degenhardt). Lieder und Texte zum rechten Aufmarsch in Europa gesungen, gelesen und kommentiert von Rolf Becker und Kai Degenhardt