Sonntag, 05. Mai, 11.00 Uhr – TAG DER BEFREIUNG – Gedenken an die Opfer von Faschismus und Krieg

2. April 2019

Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg

Es spricht: Esther Bejarano

Musik: Chor Hamburger GewerkschafterInnen

Ort: Friedhof Ohlsdorf, Mahnmal für die Opfer von Faschismus und Krieg, gegenüber „Forum Ohlsdorf“, Fuhlsbüttler Str. 756, Hamburg

…ab 12.00 Uhr – „An die Nachgeborenen“

Lieder und Gedichte u.a. von Eisler/ Brecht mit I. Fabig, G. Jordan, J.Barthe
Ort: »Forum Ohlsdorf«

Mittwoch, 8. Mai, 16.45 – 18:30 Uhr – GERADE JETZT: Erinnern für Gegenwart und Zukunft

2. April 2019

Aktionstag der Initiative Gedenkort Stadthaus

WIR FORDERN:

  • Einen Lern-, Dokumentations- und Gedenkort, der diese zu Hamburg gehörende Geschichte des Stadthauses, ins öffentliche Bewusstsein bringt
  • Einen Raum für die Darstellung des antifaschistischen Widerstandes und die Würdigung der Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer
  • Für diesen Lernort Stadthaus eine Fläche, in der zumindest die vorhandenen Ausstellungen und Inhalte angemessen präsentiert werden können
  • Als einen Schritt dazu die Durchsetzung des zwischen der Stadt und dem Investor Quantum geschlossenen Vertrages über 750 Quadratmeter

Ort: Stadthausbrücke / Ecke Neuer Wall

Mittwoch, 8. Mai, 11.00 – 18.00 Uhr – Mai 1933 – Zuerst brannten die Bücher…

2. April 2019

Verboten – verbrannt – vergessen? Hamburg liest gegen das Vergessen

Veranstalterin: Arbeitskreis „Bücherverbrennung – nie wieder!“

Ort: Platz der Bücherverbrennung, Kaiser-Friedrich-Ufer/auf der Wiese, Ecke Heymannstraße am Isebekkanal

Sonnabend, 11. Mai, 15.00 Uhr – STADTTEILRUNDGANG EIMSBÜTTEL-NORD “VORWÄRTS UND NICHT VERGESSEN!“

2. April 2019

Treffpunkt: U-Bahnhof Lutterothstraße (Ausg. Lutterothstraße, oben).

Dauer max. 2 Std. (EMdG)

Wir gehen zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung in Eimsbüttel-Nord zur Zeit des Faschismus. Kinder und Enkel erzählen über Schicksal, Verfolgung und Widerstand ihrer Eltern und Großeltern. Mit erläuternden Zwischentexten und Hinweisen, gelesen von der Song-Gruppe-Hamburg.

Veranstalter: VVN-BdA Eimsbüttel, Die LINKE Eimsbüttel-Nord und die Gedenkstätte Ernst Thälmann e.V.

Sonntag, 19. Mai – SAVE THE DATE – Ein Europa für Alle: Deine Stimme gegen Nationalismus

2. April 2019

Großdemos in den Städten Europas, auch in Hamburg

Sonntag, 19. Mai, 17.00 Uhr – Die unheilvolle Narbe

2. April 2019

Film von Constanze Hegetusch, D 2016

Weil Ritas Mutter Sinteza ist, soll sie 1942 zwangssterilisiert werden. Als sich herausstellt, dass sie mit Zwillingen schwanger ist, wird sie verschont. Sofort nach der Geburt nimmt man ihr die beiden Mädchen und missbraucht sie für medizinische Versuche. Das eine Mädchen stirbt, Rita wird der Mutter nach einem Jahr zurückgegeben – mit einer schweren Verletzung am Kopf.
Als Rita 14 Jahre alt ist, gründet ihre Mutter einen Verein, der für die Anerkennung der Sinti und Roma als Opfer des Nationalsozialismus kämpft und sich für Wiedergutmachung stark macht. Auch Rita wird zur Aktivistin.
Mit Anfang 20 verliebt sie sich in einen amerikanischen Soldaten, der in Würzburg stationiert ist. Sie heiraten und bekommen zwei Kinder. Als er wieder zurück in die USA muss, geht Rita mit. Die Ehe zerbricht und Rita muss immer häufiger nach Deutschland, um für ihre eigene Wiedergutmachung zu kämpfen.

Sie kehrt dann bald mit ihren beiden jugendlichen Kindern zur Mutter nach Deutschland zurück. Als diese 2004 stirbt, führt Rita die politische Arbeit weiter. Sie tritt als Zeitzeugin bei Veranstaltungen in der ganzen Welt auf.

Im Anschluss Gesprächsgäste vom Landesverein der Sinti

Ort: Kommunalen Kino METROPOLIS – Kleine Theaterstraße 10  

Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!

Montag, 27. Mai, 18.30 Uhr (EMdG) – WER WAREN DIE 999er? – Strafsoldaten in Wehrmachtsuniform

2. April 2019

Ursula Suhling berichtet über die Strafsoldaten, die in Hamburg vom Hannoverschen Bahnhof deportiert wurden. Sie ist die Tochter von Carl und Lucie Suhling, die beide im Widerstand aktiv waren. Carl Suhling kam im „Bewährungsbataillon 999“ ums Leben. Lucie Suhling blieb im Nachkriegsdeutschland weiterhin widerständig.

Veranstalter: VVN-BdA Eimsbüttel in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel – Galerie Morgenland e. V

Ort: Geschichtswerkstatt Eimsbüttel – Galerie Morgenland e.V., Sillemstraße 79,

Nähe MetroBus 4 > Sartoriusstraße (ca. 4 Minuten Fußweg) und
U2 Lutterothstraße (ca. 12 Minuten Fußweg)

„Hier boxte Johann Rukeli Trollmann“ – 19.4.2019 um 19.00 Uhr (pünklich)

29. März 2019

Johann Trollmann: Als „Asozialer“ verfolgt; als Sinto im KZ Neuengamme am 9. Februar 1943 ermordet. „Rukeli“ Trollmann: Als Boxer aus der „deutschen Volksgemeinschaft“ ausgeschlossen; zum „Idol“ erklärt in Literaturund Film.

Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme in der Reihe „Erinnerung bewahren“ und des Antifatresen in der Roten Flora.
in der Roten Flora, Schulterblatt, Hamburg

Seit 2009 weist ein Stolperstein darauf hin, dass Johann „Rukeli“ Trollmann in der Flora im Schulterblatt einen Boxkampf bestritt. Er wurde im Nationalsozialismus doppelt verfolgt: Als Sinto und als sozialrassistisch Ausgegrenzter.

Häftling im KZ Neuengamme.  Einführung durch Thomas Käpernick, Arbeitsgemeinschaft Neuengamme.

Johann „Rukeli“ Trollmann in den Mühlen der Zwangssterilisation. Ergebnisse neuer
Forschungen von Lothar Eberhardt, AK Marginalisierte – Gestern und Heute, Berlin.

Gedenken an Johann „Rukeli“ Trollmann. Gespräch mit Rita Vowe-Trollmann, Tochter Johann Trollmanns, Berlin, und Lothar Eberhardt.

Mit dem Publikum möchten wir außerdem über Kontinuitäten und Brüche diskutieren. Wie kann Gedenken dazu beitragen, unseren Blick auf aktuelle rassistische Praktiken zu schärfen?

Der Eintritt ist frei, über Spenden für die Unkosten freuen wir uns.

Vorsitzende: Uta Kühl, Jean-Dolidier-Weg, 21039 Hamburg, mail@ag-neuengamme.de; Ehrenvorsitzende: Fritz Bringmann †, Herbert Schemmel †,

Bankverbindung: Postbank Hamburg, IBAN DE25 2001 0020 0361 0132 04, BIC PBNKDEFF

Die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Spenden sind steuerlich absetzbar.
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Presseerklärung der VVN-BdA anlässlich der Angriffe auf das Kollegium und die Schüler der Ida-Ehre-Schule in Presse und Öffentlichkeit

22. März 2019

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten ist erschrocken, wie sehr die Hetze der AfD  in die Mitte der Gesellschaft wirkt.

Die 1934 eröffnete Jahn-Schule war eine NS-Vorzeigeanstalt. Bereits ab 1935 wurden die jüdischen Schüler_innen von der Schule vertrieben. Eine davon war unsere Freundin Steffi Wittenberg.

Mit vielen anderen Akteuren hat sie sich dafür eingesetzt, dass die Schule sich mit der im Jahr 2000 erfolgten Umbenennung vom Namensgeber Jahn trennte, der mit Fug und Recht als wichtiger Propagandist  des völkischen Nationalismus und damit auch als Wegbereiter des verbrecherischen Naziregimes gilt.

Ida Ehre, deren Namen die Schule seitdem trägt, hat sich als Überlebende der Shoah  stets im Sinne des „Nie wieder!“ gesellschaftlich positioniert. Unvergessen ihr „Sag NEIN“  beim Festival  „Künstler für den Frieden“ 1983.

Die Ida Ehre Schule hat sich inzwischen einen guten Ruf  als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“  erworben. Der »Arbeitskreis Erinnerung an der Ida Ehre Schule« führt die konsequente Aufarbeitung und Erinnerung an die NS-Vergangenheit fort, die Schüler_innen und Lehrer_innen in den letzten Jahrzehnten in verdienstvoller Arbeit begonnen haben. Auch daran hat Steffi Wittenberg als Zeitzeugin aktiv mitgewirkt.

Dass Schülerinnen und Schüler dieser Schule sich heute antifaschistisch engagieren, ist erfreulich und notwendig. Dass die AfD eine Sammlung von Meinungen und Anliegen, die der Unterrichtsvorbereitung einer Klasse dienen, in ihr Denunziationsportal stellt, ist so schäbig wie das ganze Projekt dieser neuen völkisch-nationalistischen Partei.

Dass der Inlandsgeheimdienst Jugendliche der Antifa Altona-Ost in seinem „Verfassungsschutz-Bericht“ als linksextremistisch stigmatisiert, weil ihr Ziel die „Verteidigung des multikulturellen Anspruchs Altonas gegen alle Aktivitäten, die aus ihrer Perspektive heraus als ‚Rechts‘ definiert werden“ sei, wirft erneut ein Schlaglicht auf die Problemlage bei diesem Dienst.

Dass Senat und Schulaufsicht die Schule nicht vor den Attacken der AfD schützen, ist bitter und dass die Medien der Stadt den „Schulpranger“ durch ihre Berichterstattung verallgemeinern, bestürzend.

Wenn das Bündnis „Billstedt ist bunt“ für eine Diskussionsveranstaltung vor der Europawahl keine Räume in einer Schule nutzen darf, weil die AfD keinen Platz auf dem Podium hat, zeigt, wie wichtig es ist, dem Druck von Rechts Zivilcourage entgegenzusetzen.

„Der Skandal  sind nicht ein paar antifaschistische Schüler-Sticker an einer  „Meinungswand“. Der Skandal  ist, dass Senat, Schulaufsicht und Medien dem AfD-Schulpranger den Anschein von Seriosität verleihen“, sagt  die Bundesvorsitzende der VVN-BdA Cornelia Kerth.

Unsere Sympathie und Solidarität gehören der Ida-Ehre-Schule, und den  Schüler_innen und Lehrer_innen, die Ziele dieses Angriffs sind.

Hamburg, den 21. März 2019

 

Georg Chodinski, Landessprecher

für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten

Sonntag, 10. März, 17.00 Uhr – Liza ruft

9. März 2019

Ein Film von Christian Carlsen und Philipp Jansen, D 2018

Liza ruft!“ ist ein bewegender und politischer Dokumentarfilm über den Holocaust, den jüdischen Widerstand und die Erinnerungspolitik in Litauen und das erste Porträt einer ehemaligen jüdischen Partisanin überhaupt. Im Gespräch mit Fania Brantsovskaya, ihren Angehörigen und Weggefährt_innen schafft „Liza ruft!“ das intime und lebendige Bild einer beeindruckenden Frau, die beides ist: ein Opfer von fortwährender Verfolgung ebenso wie eine unermüdliche und streitbare Akteurin im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit.

Gesprächsgäste: Die Filmemacher

Eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Auschwitz-Komitee und der VVN-BA Hamburg

Ort: Kommunales Kino METROPOLIS, Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg

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