Donnerstag, 6. April

29. März 2017

Aufstehen gegen Rassismus Einladung für Bergedorf_zum Druck

Hamburg steht auf – und Bergedorf mit!

Ein Bündnis gegen Rassismus und die AfD“

Das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ hat sich zusammengefunden, um der Alternative für Deutschland (AfD) unseren politischen Widerstand entgegenzusetzen und ihr die längst überfällige politische Niederlage beizubringen. Gleichzeitig wenden wir uns explizit gegen jede Form menschenverachtender Ideologie, die Individuen nach ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Religion, nach ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung bewertet.

Wer wie wir nicht bereit ist, Rassismus, Antifeminismus und Nationalismus einfach so hinzunehmen, Wer wie wir glaubt, dass mit rassistischen und inhumanen Parolen die gesellschaftlichen Probleme nicht gelöst werden können, Wer wie wir der Auffassung ist, dass wir als Gesellschaft uns positionieren müssen . Wer sich wie wir engagieren möchte, den laden wir herzlich ein zum offenen Aktivenkreis, um unsere Aktivitäten im kommenden Wahlkampf zu planen. Gewerkschaftszentrum Serrahn, Serrahnstr. 1

Stammtischkämpfer*innen-Ausbildung

29. März 2017

Stammtischkämpferinnen-Ausbildung HH April – Juni 2017

Stammtischkämpfer*innen-Ausbildung
Moin zukünftige Stammtischkämpfer*innen,
Folgende Termine stehen aktuell zur Wahl:

 

Sonntag, 23. April      – 10.00 Uhr – ca. 16.30 Uhr

Sonntag, 14. Mai        – 10.00 Uhr – ca. 16.30 Uhr

Sonntag, 25. Juni – 10.00 Uhr – ca. 16.30 Uhr

 

Bitte Sucht Euch einen der Termine aus. Anmeldung unbedingt erforderlich unter: aufstehen-hamburg-agr@gmx.de.

 

Veranstaltungsort ist für alle Termine:

 

GEW im Curiohaus – Raum A

Rothenbaumchaussee 15

20148 Hamburg

 

Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden nehme wir jedoch gerne.

 

Mit kämpferischen Grüßen

Georg Chodinski Aufstehen gegen Rassismus Hamburg

 

12. April 2017

29. März 2017

Galerie Morgenland_12-4-2017_AG Neuengamme

Rudolf Murr – jüdischer Häftling des KZ Neuengamme
Reinhard Schramm im Gespräch mit Wolfgang Seibert in der Reihe „Erinnerung bewahren“ Eine Veranstaltung zur Erinnerung an die jüdischen deutschen Häftlinge des KZ Neuengamme Am 12. April 2017 um 19.30 Uhr Ort Galerie Morgenland, Sillemstr. 79, Hamburg Rudolf Murr wurde am 20. April 1941 im KZ Neuengamme ermordet. Sein Neffe Reinhard Schramm hat die Verfolgung von Rudolf Murr recherchiert und in dem Buch „Ich will leben. Die Juden von Weißenfels“ beschrieben. Reinhard Schramm wird über den Lebensweg seines Onkels berichten. Reinhard Schramm ist Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Thüringen. Im Anschluss wird Wolfgang Seibert, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Pinneberg, mit Reinhard Schramm unter dem Titel „Neues jüdisches Leben in Deutschland?“ über den Neubeginn jüdischer Gemeinden, insbesondere in der damaligen DDR, sprechen. Der Eintritt ist frei Über Spenden für die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme freuen wir uns. Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Neuengamme und Jüdische Gemeinde Pinneberg, in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Ostermarsch

29. März 2017

,

„Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz. Ihre

Vorstellungsgabe für kommende Leiden ist fast noch geringer. Die weltweiten

Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen….
Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu

wenig gesagt wurde! Lasst uns die Warnungen erneuern und wenn sie schon wie

Asche in unserem Mund sind! Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche

die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen, ohne jeden

Zweifel, wenn  denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände

zerschlagen werden.“

Bertolt Brecht, 1952 an den Völkerkongress für den Frieden in Wien

Darum: Auf zum Ostermarsch 2017 –                             zur Friedensdemonstration!

Unsere Forderungen:

Kriege stoppen!

Waffenproduktion stoppen!

Rüstungsexporte stoppen!

Auslandseinsätze der Bundeswehr stoppen!

Keine weitere Aufrüstung der Bundeswehr!

Ächtung der Atomwaffen!

Ächtung der Killerdrohnen!

Verbot der Bundeswehr-Werbung!

 

Deshalb:

4 Friedensbildung statt Feindbildverbreitung

4 Verhandeln statt Schießen

4 Zivile Konfliktlösung statt militärischer Kriegsplanung

4 Zivilgüter herstellen statt Waffenproduktion

4 Schutz und Sicherheit für alle Opfer aus den Kriegsgebieten

4 Solidarität mit den Geflüchteten

 

Wir rufen auf zur Beteiligung an den Ostermärschen 2017

Wedel

Sonnabend, 15. April – 10.00 UhrRathausplatz (Wedel)

Hamburg

Montag, 17. April – 12.00 Uhr                              St.-Georgs-Kirchhof (U/S-Bahn Hbf.)

7.+8. April 2017

29. März 2017

 

Gipsy-Flyer-2017

9. Elbinsel Gipsy Festival

im Bürgerhaus Wilhelmsburg

Eintritt: Freitag 18 € (erm. 15 €); Sams tag 18 € (erm. 15 €)
Kartenvorverkauf direkt im Bürgerhaus Wilhelmsburg
(persönlich): (Di., Mi., Fr. jw. 10–12 Uhr u. Di., Do.
jw. 16–19 Uhr) oder unter www.buewi.de/vorverkauf
Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 2
21107 Hamburg. Info: Judy Engelhard 040/752 01 70

 

 

Veranstalter:

Landesverein der Sinti in Hamburg e. V.

Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg

 

Mittwoch, dem 15. März 2017, um 15.00 Uhr

13. März 2017

Riga 2017 – Waffen-SS

Unser Protest richtet sich gegen die Verherrlichung der lettischen Waffen-SS! „Zu Ehren“ der lettischen Legion, die zur nazideutschen Waffen-SS gehörte, finden in Lettlands Hauptstadt Riga alljährlich am 16. März, dem „Tag der Legionäre“, ein Gottesdienst, ein „Ehrenmarsch“ und eine fahnengesäumte Kundgebung statt. Lettland gehört mit Estland, Litauen, der Ukraine und Bulgarien zu den osteuropäischen Staaten, in denen Einheiten der Waffen-SS und andere mit den Nazis kollaborierende antisemitische Todesschwadronen als nationale Idole gefeiert werden.      Dies geschieht mit staatlicher Duldung und teilweise offener Unterstützung durch Behörden. Andererseits werden Widerstände und Proteste gegen die Aufmärsche und gegen die Verherrlichung der ehemaligen SS-Verbänden behindert und unter-drückt. Wesentlicher Teil der lettischen SS-Legion waren die lettischen Polizei- und Sonderkommandos, die mit Beginn der deutschen Besatzung zusammen mit der deutschen Wehrmacht, der SS und dem SD tausendfach jüdische Frauen, Männer und Kinder ermordet haben und ebenso weitere Vernichtungsaktionen und Massenerschießungen durchführten. Die lettischen faschistischen Einheiten und Kommandos sind für die Ermordung von 50.000 lettischen Juden verantwortlich. Der Rigaer „Ehrenmarsch“ ist eine unerhörte Provokation für alle Hinterbliebenen und Angehörigen der Opfer des Terrors der lettischen Polizei- und SS-Verbände, wie auch für die jüdischen, die russischsprachigen und andere Minderheiten im Land. Er steht im Gegensatz zu den Grundwerten der Europäischen Union, deren sonstige Vorzüge der lettische Staat andererseits gerne entgegennimmt. Er ist wegen der damit verbundenen Provokation der Russischen Föderation auch eine Gefahr für den Frieden in Europa. Mit unserem Protest wenden wir uns gegen die Verherrlichung ehemaliger SS-Verbände und die damit verbundene Missachtung und Verunglimpfung des Andenkens an die Opfer der faschistischen Verbrechen. Wir dulden keine Verherrlichung des Faschismus Aufgerufen zum Protest vor den lettischen Botschaften und Konsulaten haben die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) und in der Bundesrepublik Deutschland die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Aus diesem Grund demonstrieren wir am Mittwoch, dem 15. März 2017, um 15.00 Uhr, Ecke Jungfernstieg / Neuer Wall wenige Meter vom lettischen Honorarkonsulat entfernt. Es spricht: Cornelia Kerth (Bundesvorsitzende VVN-BdA)

Montag, 20. März 2017 um 19.30 Uhr

10. März 2017

„Austerlitz“

Ein Film von Sergei Loznitsa, 2016.

Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme

in der Reihe „Erinnerung bewahren“

Ort :  Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg

Mittwoch, 22. März 2017, 19.00 Uhr

10. März 2017

Wandel der Bundeswehr von einer Verteidigungs- zu einer weltweiten Angriffsarmee

 Lühr Henken (Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag)

referiert zum:

„Weissbuch 2016“ Zur Sicherheitspolitik und Zukunft der Bundeswehr

Ort : Kulturzentrum LOLA, Lohbrügger Landstraße 8

Veranstalter: MASCH in Bergedorf

Gedenkveranstaltung Weiße Rose Sonnabend, 18. Februar

1. März 2017

Gedenken zum 74. Jahrestag für die hingerichteten Mitglieder der antifaschistischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose”.

weiße Rose1

Liebe Kameradinnen und Kameraden, liebe Freundinnen und Freunde! Ich bin André Buschmann und bin im Landesvorstand der Vereinigung der Verfolgten des Naziregime-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Hamburg.

 

Da meine Großeltern im Widerstand gegen Hitler waren und mir davon erzählten, interessierte ich mich für das Thema Widerstand und Verfolgung im „Dritten Reich“ seit ich ungefähr 8 Jahre alt war. Damit nicht mehr geschehe was einmal geschah, erzählte ich nicht nur in der Schule in Projektwochen über den Widerstand, sondern auch später in der Gewerkschaftsjugend, in der SDAJ, Jugendweihe Vorbereitungs-Kursen und aktuell auf Stadtteilrundgängen in Eimsbüttel.

 

Für mich sind die Erlebnisse von Widerstandskämpferinnen und Kämpfern und Verfolgten, von den ich einige noch persönlich kennengelernt habe, Mahnung und Verpflichtung.

 

Den ersten Zugang zum Thema Weiße Rose/Geschwister Scholl, erhielt ich mit ca. 13 Jahren, als ich den Film „Die Weiße Rose“ im Kino anschaute. Eine der Schlussszenen ist, als die Geschwister Scholl am 18.02.1943 ihre letzten Flugblätter an der Universität in München von der Balustrade warfen. In der Realität, bekam der Hamburger Student der Chemie, Hans Conrad Leipelt dieses Flugblatt in sein Briefkasten. Gemeinsam mit der Studentin Marie Louise Jahn vervielfältigte er das letzte Flugblatt, nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl am 22.02.1943 und brachten es in den Osterferien nach Hamburg.

 

Sie versahen die Abschriften mit dem Zusatz: “ Und Ihr Geist lebt trotzdem weiter“. Sie trafen sich mit Heinz Kucharski und die der Widerstandsgruppe der Hamburger Universität nahe stehenden Personen wie Traute Lafrenz, die schon 1942 Flugblätter der Weißen Rose München nach Hamburg brachten. Hans Leipelt wurde am 18.Juli 1921 in Wien geborgen. Nach dem Abitur ging er freiwillig zur Wehrmacht. Im August 1040 wurde er aufgrund der Nürnberger Rasse Gesetze als „Halbjude“ unehrenhaft aus der Wehrmacht entlassen. Durch Hilfe seines Vaters, konnte er in Hamburg ein Chemie Studium beginnen. Auch dort konnte er auf Grund der Rassengesetze nicht bleiben. Im Winter 42/43 konnte er sein Studium in München bei Professor Heinrich Wieland, der sich nicht um die Rassengesetze scherte, fortsetzen.

 

Der Hamburger Kreis, später auch Weiße Rose Hamburg genannt, hat sich unter der Wirkung der ersten Münchener Flugblätter der Weißen Rose zusammengefunden. Es waren ca. 50 Personen. Nicht alle Mitglieder kannten sich persönlich. Es waren Schüler, Studenten, Ärzte und Lehrer .

 

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Um die einzelne Kreise der Gruppe zu koordinieren, trafen sich Mitglieder der Gruppe unter anderem in drei Hamburger Buchhandlungen: Der Buchhandlung Kloss, der Hamburger Bücherstube Felix Jud und der Buchhandlung der Agentur des Rauhen Hauses.

 

Ein Freundeskreis bildete sich bereits im Jahre 1935 um die Lehrerin der Lichtwarkschule Erna Stahl. Sie trafen sich in einer Wohnung um verbotene Literatur zu lesen und zu diskutieren. Darunter waren auch die damaligen Lichtwark Schüler: Margarete Rothe, Traute Lawrenz und Heinz Kucharki. Traute Lawrenz war schon 1939 mit dem späteren Mitglied der Weißen Rose München Alexander Schmorel zusammen getroffen und hatte dadurch Kontakt zu den Geschwistern Scholl.

 

Traute Lawrenz studierte Medizin und war auch in einer Widerstandsgruppe in der Hamburger Uniklinik. Unter den Eindruck des Wirkens der Geschwister Scholl kam es 1942/43 zu einem festen Zusammenschluss der Gruppe um Leipelt und der Gruppe um Lawrenz / Kucharki.

 

Die Gestapo setze Spitzel ein, wie Yvonne Glass und Maurice Sachs Ettinghausen,  um die Gruppe dingfest zu machen.

 

Beim Sammeln von Geld für die Witwe des Professor Huber, einem Mitglied der Weißen Rose München, wurde Hans Leipelt in München am 8. Oktober verhaftet. In der Zeit von Mai 1943 bis März 1944 wurden insgesamt 32 Personen von der Weißen Rose Hamburg, die durch viele Kreuz und Querverbindungen in Beziehung standen, inhaftiert.

 

Hans Leipelt wurde am 13. Oktober 1944 in Donauwörth vom Volksgericht als Hochverräter wegen des Hörens ausländischer Rundfunksender, der Wehrkraftversetzung und der „Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt.

 

Marie-Luise Jahn zu 12 Jahren Zuchthaus. Die Hinrichtung Hans Leipelts erfolgte am 29. Januar 1945 in München Stadelheim durch das Fallbeil.

 

Traute Lawrenz wurde im Zuge der Ermittlungen der Weißen Rose München verhaftet und mangels Beweisen freigesprochen. Aber bei den Ermittlungen gegen die Weiße Rose Hamburg zwei Wochen später erneut verhaftet. 1945 wurde sie von Alliierten befreit und ging 1947 in die USA und lebt in South Carolina.

 

Heinz Kucharski wurde mit Margarete Rothe am 9.November 1943 verhaftet. Vom 17. April bis 20. April 1945 führte der Volksgerichtshof in Hamburg vier Prozesse gegen die Mitglieder der Weißen Rose in Hamburg.

 

Die meisten der Angeklagten waren jedoch schon einige Tage zuvor von den Alliierten aus dem Landgerichtsgefängnis Stendal bzw. dem Zuchthaus St. Georgen Bayreuth befreit worden, darunter Erna Stahl. Sie starb 1980.

 

Heinz Kucharski, der im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel eingesessen hatte, wurde zum Tode verurteilt. Während des Transports zur Hinrichtungsstelle im Zuchthaus Bützow – Dreibergen kam es in der Nacht vom 20. auf den 21. April bei Grevesmühlen zu einem Angriff von englischen Tieffliegern. Kucharski konnte in der allgemeinen Panik entkommen und sich zur Roten Armee flüchten. Er starb im Jahre 2000.

 

Margaretha Rothe starb vor der Befreiung am 15. April 1945, an den Folgen einer Lungentuberkulose und Rippenfellentzündung .weißeRose3

Beitrag der VVN-BdA zur Protest-Aktion am 07.02.17 18:30 Hamburg Haus

1. März 2017

Heute spricht der Vorsitzende der AfD-Fraktion in der Bürgerschaft, Jörn Kruse, hier zum Thema „Öffentlich rechtlicher Rundfunk – reformieren oder abschaffen?“

Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe, in der die AfD die verschiedenen Schwerpunkt-Themen ihres Programms ans Hamburger Publikum bringen will.

 

Die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bedeutet, die Meinungsbildung nunmehr vollständig privaten Medienkonzernen zu überlassen.

 

Wir stehen aber insbesondere deshalb hier, weil wir nicht hinnehmen wollen, dass eine Partei wie die AfD ihre anti-soziales, demokratie- und frauenfeindliches Programm, ihre völkische und rassistische Propaganda in den Häusern entfalten kann, in denen sich die Menschen sicher fühlen sollen, die die AfD gesellschaftlich ausgrenzen möchte und die sich von ihren Zielvorstellungen bedroht fühlen.

 

Wir wollen nicht, dass die AfD in dem gleichen Haus auftreten kann, in dem sich das Auschwitz-Komitee trifft, in dem der Gewerkschaftschor probt, in dem Kinder und Erwachsene jeder Herkunft die Bücherhalle besuchen.

 

 

Rassismus ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Strukturell, institutionell und alltäglich, viel zu oft gewalttätig. Die Qualität der AfD geht jedoch weit darüber hinaus. Sie ist die Partei der rassistischen Massenmobilisierungen. Alles, was PEGIDA auf die Straße trägt, findet sich in dem veröffentlichten Programmentwurf. Alle Facetten extrem rechter Ideologie bilden darin die Grundlage für eine andere Republik, die die AfD offensichtlich anstrebt.

 

Ihr Programm offenbart ein autoritäres Staatsverständnis auf völkisch-nationalistischer und rassistischer Grundlage: die Regierung soll kaum noch parlamentarisch kontrolliert aber stets begleitet von „Volkes Wille“ in Form von Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild zuständig sein für  – wie es heißt – innere und äußere Sicherheit, Justiz, Finanzen und Außenpolitik.

 

Deutschland wir als bedrohtes Land dargestellt, das ständig um seine „Souveränität“ kämpfen muss, dass innen und außen von gewalttätigen Muslimen in seiner Existenz bedroht wird: durch Geburtenrate, Moscheen, „Ausländerkriminalität“ und Terroristen. Ein „sicherheitspolitischer Befreiungsschlag“ sei notwendig, um Recht und Gesetz wieder herzustellen.

 

Die Staatsbürgerschaft soll wieder an die angeblich „blutsmäßige“ Abstammung gebunden werden, deutsche Frauen sollen viele Kinder gebären, damit ein „ethnisch-kultureller Wandel“ verhindert wird und der Bundeswehr, für die die Wiedereinführung der Wehrpflicht gefordert wird, die Soldaten schenken, die – so das Programm – einsatz- und kriegsorientiert ausgebildet werden müssten um den „Herausforderungen künftiger Kriege“ gewachsen zu sein.

 

Die sozialen Sicherungssysteme sollen offensichtlich auf ein Mindestmaß reduziert, die Daseinsvorsorge weitgehend in die Familien verlagert werden. Das extrem reaktionäre Frauen-, Menschen- und Gesellschaftsbild, das in diesem Programm deutlich wird, ist vermutlich der Grund dafür, dass der Kampf gegen das verhasste Gender-Mainstreaming  fast genauso wichtig erscheint wie der Kampf gegen den Islam und die Muslime.

Während arbeitende und arbeitslose Menschen von der AfD schlicht nichts zu erwarten haben, können sich Konzerne und die Reichen und Superreichen freuen: Gewerbe-, Vermögens- und Erbschaftssteuer sollen ganz abgeschafft und Obergrenzen Steuern und Abgaben genau wie die „Schuldenbremse“ in der Verfassung festgeschrieben werden.

 

Die AfD ist rassistisch, asozial und frauenfeindlich. Ihr Programm verheißt autoritäre Herrschaft im Inneren und Kriegsdrohung nach außen. Das alles ist anschlussfähig an offen faschistische Konzepte, was angesichts bekannter Verbindungen – insbesondere zur sog. Neuen Rechten nicht wirklich verwundert.

 

Gut dass so viele dagegen aufstehen. Wir gehören dazu – hier und heute und überall, wo die AfD sich im öffentlichen Raum zeigt. Wir zeigen der AfD die Rote Karte!

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