Sonntag, 26. Juli 2014, 17.00 Uhr

8. Juli 2015

 

Die Mörder sind unter uns

Wolfgang Staudte, DEFA 1946 Der erste deutsche Nachkriegsfilm überhaupt (Drehbeginn: Mai 1946) und zugleich die erste Produktion der DEFA (vor deren Gründung Staudte bereits in Eigeninitiative tätig wurde): In der Berliner Trümmerlandschaft begegnet ein ehemaliger Unterarzt, den das Kriegserlebnis quält, jenem Hauptmann wieder, der zu Weihnachten 1942 an der Ostfront in Rußland die Erschießung von Frauen und Kindern veranlaßte. Inzwischen läßt der Mann als Fabrikant aus Stahlhelmen Kochtöpfe pressen und feiert sein Weihnachtsfest als biederer Familienvater ohne eine Spur von Schuldbewußtsein. Der empörte Arzt greift zur Pistole, doch seine Geliebte, eine Verfolgte des Nazi-Regimes, hält ihn von der Selbstjustiz ab. In ausdrucksstarkem Helldunkel gefilmt, ist Staudtes Arbeit, wenngleich symbolüberfrachtet, einer der wenigen deutschen Trümmerfilme, der eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Schuld und Gewissen sucht. (Filmlexikon Zweitausendeins.de) im

Kommunalen Kino

METROPOLIS

Metropolishaus Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstraße (Eingang Kleine Theaterstraße 10)   Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!

Samstag, 1. August 2015, 17. 00 Uhr

8. Juli 2015

 

Mahnwache zum „Altonaer Blutsonntag“

in Erinnerung an die Ermordeten Bruno Tesch, Karl Wolff, Walter Möller und August Lütgens

Ort: Hinterhof des Amtsgerichts Altona (Zugang über Gerichtsstraße)

flyer1.august2015.

Sonntag, 13. September 2015, 11.00 Uhr

8. Juli 2015

Gedenkveranstaltung – „Menschen, wir hatten Euch lieb – Seid wachsam“

Blumen für unsere Toten zum Internationalen Gedenktag für die Opfer von Faschismus und Krieg. Patriot zu sein, hieß für sie, gegen die Nazis zu kämpfen. „Aufrechte Patrioten“ so nannte sie Jean-Paul Sartre.

 

Es lesen Ilse Jacob, Christiane und Georg Chodinski. Die Musik bringt die Song-Gruppe Hamburg mit.

Ort: Friedhof Ohlsdorf, Ehrenhain Hamburger Widerstandskämpfer (Nähe Haupteingang)

Sonntag, 27. September 2015, 17.00 Uhr

8. Juli 2015

Akte Grüninger – Die Geschichte eines Grenzgängers

Von Alain Gsponer, AT/CH/DE 2013

August 1938: Die Schweiz schliesst ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge. Doch weiterhin gelangen Hunderte von Menschen ohne gültiges Visum über die Grenze. Zur Überprüfung der illegalen Grenzübertritte wird vom Chef der eidgenössischen Fremdenpolizei, Heinrich Rothmund …, eine Untersuchung eingeleitet. Polizeiinspektor Robert Frei…, ein junger, ehrgeiziger und obrigkeitsgläubiger Beamter, wird in den Kanton St. Gallen beordert. Dort kommt er einem Hilfssystem auf die Schliche, das von breiten Teilen der Bevölkerung getragen und vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger … ermöglicht wird.

Im Laufe der Ermittlungen erhärtet sich der Verdacht, dass Grüninger Flüchtlinge ohne gültige Visa hereinlässt, auch Dokumente fälscht und Flüchtlinge illegal über die Grenze bringt. Grüninger gesteht Frei zwar seine Taten, doch dass er damit gegen das Gesetz und somit gegen die Staatssicherheit handle, will er partout nicht einsehen. Er tue dies aus reiner Menschlichkeit und könne nicht anders… (http://grueninger-film.com/)

Gesprächsgast: Conni Gunßer (Flüchtlingsrat Hamburg)

im

Kommunalen Kino

METROPOLIS

 

Metropolishaus

Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstraße

(Eingang Kleine Theaterstraße 10)

 

Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!


Geschichte verpflichtet: Bleiberecht für Roma in Hamburg – Abschiebestopp sofort!

8. Juli 2015

 

An die Presse

 

04.07.2015

 

 

Abschiebungen von Roma in die Nachfolgestaaten Jugoslawiens gehen unvermindert weiter. Trotz der Beschreibung der skandalösen Lebensumstände, die die Familien nach Berichten unabhängiger Berichterstatter dort erwarten, hat die Bundesregierung Mazedonien, Bosnien und Serbien bereits zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt, Kosovo soll folgen.

 

In diesen ethnisch begründeten Staaten, die auch mit erheblicher diplomatischer Unterstützung Deutschlands und zuletzt auch mit dem völkerrechtswidrigen Krieg unter deutscher Beteiligung entstanden sind, ist für Roma kein Platz. Stigmatisiert, ausgegrenzt und mittellos sich selbst überlassen, fehlt es ihnen dort an allem. Der weit verbreitete Antiziganismus macht es nahezu unmöglich Fuß zu fassen. Selbst physische Gewalt durch Polizei und Zivilisten ist an der Tagesordnung.

 

Dabei steht Deutschland gegenüber den Nachkommen der Opfer des Holocaust an geschätzten 500.000 Sinti und Roma in einer besonderen Pflicht.

 

Schon bei der Einweihung des Mahnmals für die ermordeten Sinti und Roma Europas 2012 wurden diejenigen, die im Anschluss an die Rede der Bundeskanzlerin nach den Abschiebungen fragten, zurechtgewiesen, das sei „heute“ kein Thema . Welchen Sinn kann ein Mahnmal haben, wenn es für das Heute keine Bedeutung hat?

 

Nachkommen von jüdischen Holocaust-Opfern aus der zerfallenden Sowjetunion wurde wegen der Situation in den Nachfolgestaaten in den 1990er Jahren die Einreise und Niederlassung als Kontingent-Flüchtlinge erlaubt. Warum kann nicht für die Roma aus den Ex-jugoslawischen Staaten eine entsprechende Regelung geschaffen werden? Die historische Verpflichtung ist die gleiche.

 

Jetzt haben sich Betroffene in der Initiative „Romano Jekipe ano Hamburg“ zusammengeschlossen und werden in der nächsten Woche Mahnwachen vor der Ausländerbehörde durchführen und am 18. Juli für ein Bleiberecht demonstrieren. Wir werden sie dabei nach Kräften unterstützen!

 

Landesvorstand der

Vereinigung der Verfolgten des Naziiregimes

– Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Hamburg e. V.

 

Hein-Hoyer-Str. 41

20535 Hamburg

 

Telefon 040 -31 42 54,

Telefax 040 -319 37 95

 

Do. 25.06.15, 19 Uhr

23. Juni 2015

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Ioannis Stathas (SYRIZA, Mitglied des griechischen Parlaments) und Gabriele Heinecke (AK Distomo)

Veranstalter: VVN BdA-Hamburg Nord, AG Antifa / Gegen Rechts LINKE Hamburg

Ort: Barmbek°Basch
Wohldorfer Straße 30, 22081 Hamburg / U Dehnhaide

Sonntag, 28 Juni 2015 17.00 Uhr

9. Juni 2015

 Ein Lied für Argyris

von Stefan Haupt, CH, 2006

Der Dokumentarfilm folgt dem Lebensweg des 66-jährigen Argyris Sfountouris, der sich mit dem Wahnsinn auseinandersetzt, der ihm als Kind widerfuhr: Im Sommer 1944 wurden seine Eltern und Verwandten sowie über 200 weitere Menschen aus dem griechischen Dorf Distomo Opfer des Massakers einer deutschen SS-Division, das als Reaktion auf einen Partisanenangriff verübt wurde. Neben Archivmaterial und privaten Fotos lässt der beeindruckende Film den Protagonisten und andere Zeitzeugen erzählen. Getragen von der Hoffnung auf eine mitmenschlichere Zukunft und Völkerverständigung, werden die Zeit- und Handlungsebenen stilsicher verknüpft und wirken lange nach. (Filmlexikon Zweitausendeins.de) Ein Kooperationsprojet der VVN-BdA Hamburg mit dem Kino METROPOLIS

Ort: Kommunalen Kino METROPOLIS, Kleine Theaterstraße 10, Hamburg

(Eingang Kleine Theaterstraße 10) Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!

Sonnabend, den 6. Juni 2015

2. Juni 2015

Einladung Gedenken 6. Juni 2015

 

Gegen das Vergessen –  Zur Erinnerung an die Opfer des Faschismus

 

…sie stehen für unzählige Widerständler*innen, die von den Faschisten in Zuchthäusern und KZs verfolgt und ermordet wurden.

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

 

am 6. Juni 1935 um 6.00 Uhr wurde Fiete Schulze im Hof des Untersuchungsgefängnisses in Hamburg mit dem Handbeil hingerichtet. Seine Tat: Widerstand gegen das Naziregime. BillstedtWir möchten mit Ihnen und Euch am  Sonnabend, den 6. Juni 2015 um 13.00 Uhr zu einer Gedenkkundgebung zusammenkommen am Gedenkstein vor dem Kundenzentrum Billstedt  (ehemals Ortsamt) Öjendorfer Weg 9

 

Mit herzlichen Grüßen

 

Christiane Chodinski

 

(VVN-BdA Kreis Hamburg-Mitte)

Sonntag 19. Juli 2015 16-17:30 Uhr

2. Juni 2015

Lesung : Widerständiges Frauenleben

Ida Ehre, Anna Siemsen, Magda Langhans … und andere Frauen  Eine Jüdin und Schauspielerin, eine Sozialistin und Professorin, eine Widerstandskämpferin und KPD-Bürgerschaftsabgeordnete – mit Lesung und Gespräch wird an diese Frauen erinnert, die eins gemeinsam hatten – Hoffnungen, Erwartungen und Kämpfe von Frauen für eine lebenswerte Zukunft. Ort: Friedhof Ohlsdof; Bombenopfer Mahnmal

Ehrenamtliches Engagement für NS-Verfolgte in Hamburg

28. Mai 2015

Ein neues Projekt des Vereins „Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten“ bietet interessierten Hamburgerinnen und Hamburgern die Möglichkeit, sich ehrenamtlich in einem Besuchs- und Begleitdienst zu engagieren, der als Zielgruppe in Hamburg lebende ehemals NS-Verfolgte hat. Ziel ist es, die Lebenssituation der Betroffenen nachhaltig und konkret zu verbessern. Gespräche, Begleitung bei Einkäufen und zu Veranstaltungen, gelegentliche Hilfe im Haushalt oder im Garten, gemeinsam Spazierengehen, Vorlesen – angeboten wird alles, was den Aktionsradius der alten Menschen vergrößert und ihre Möglichkeit der Teilhabe am öffentlichen Leben steigert. Das Angebot ist kostenlos.   In den kommenden Monaten möchte das Projekt „Ehrenamtliches Engagement für NS-Verfolgte in Hamburg“ seinen Aktionsradius weiter ausdehnen. Gesucht werden deshalb:

  • Kontakte zu weiteren ehemals Verfolgten oder deren engen Angehörigen in Hamburg und im Hamburger Umland, die Begleitung und Unterstützung im Alltag wünschen. Auch Angehörige und Freunde können sich mit Hinweisen und Fragen gerne an den Verein „Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten“ wenden.

 

  • Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Die Ehrenamtstätigkeit kann flexibel vereinbart werden; die Einsätze finden einmal pro Monat oder wöchentlich statt, in der Regel tagsüber. Die Ehrenamtlichen erhalten eine Aufwandsentschädigung und sind über den Verein versichert. Sie sollten Interesse für die besondere Situation ehemals NS-Ver­folg­ter und Einfühlungsvermögen mitbringen. Der Verein „Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten“ bietet eine Einführung in die Tätigkeit sowie regelmäßige Treffen zum Austausch mit anderen Ehrenamtlichen und Fortbildungen.
  • Spenden. Geldspenden ermöglichen die Ausweitung des Projektes und garantieren seinen Fortbestand. Sie ermöglichen außerdem, Ausflüge mit den ehemals Verfolgten zu organisieren oder gemeinsam mit ihnen Veranstaltungen zu besuchen. Bankverbindung: Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V., IBAN: DE89 2019 0003 0012 2136 08, BIC: GENODEF1HH2

(Hamburger Volksbank, Kontonr. 12213608, BLZ 201 900 03)

Kontakt für alle Interessierten sowie für weitere Auskünfte:

Petra Schondey (1. Vorsitzende)

Katja Hertz-Eichenrode (Projektkoordination)

Lagerstraße 30-32

20357 Hamburg

Telefon: 040-38 68 66 -12

ehrenamt@psychosoz-arbeit.org www.psychosoz-arbeit.org

Das Projekt wird unterstützt von der VVN-BdA, Hamburg und dem Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme; gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“, Berlin.

Ehrenamt-Projekt_Info für VVN_2

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