Verboten – verbrannt – vergessen? Mai 1933: Zuerst brannten die Bücher…
13. Marathon-Lesung aus den verbrannten Büchern – Hamburg liest gegen das Vergessen
Bund der Antifaschistinnen und AntifaschistenLandesvereinigung Hamburg
28. März 2014
Verboten – verbrannt – vergessen? Mai 1933: Zuerst brannten die Bücher…
13. Marathon-Lesung aus den verbrannten Büchern – Hamburg liest gegen das Vergessen
28. März 2014
25. Mai 2014 – 17.00 Uhr
Der Tag an dem die Bücher brannten
Henning Burk, D 2003
Achtzig Jahre sind seit dem 10. Mai 1933 vergangen, jenem Tag, an dem in Deutschland Bücher brannten. Der Tag, an dem die Werke von Thomas Mann und Sigmund Freud, von Erich Kästner und Kurt Tucholsky „dem Feuer übergeben wurden“, markiert einen weiteren Höhepunkt in der barbarischen Geschichte des nationalsozialistischen Deutschland.
Der Film will ein intensives, dichtes, komplexes zeitgeschichtliches Bild vermitteln. Er will den spannungsreichen Ablauf der vierwöchigen „Aktion wider den undeutschen Geist“ nachvollziehen und zugleich anhand der damals verhassten, heute fast unbekannten Autoren die Hintergründe des abgrundtiefen deutschen Wahns beleuchten.
Gesprächsgast: Marut Perle vom Arbeitskreis
„Bücherverbrennung – Nie wieder!
im
Metropolishaus
Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstr. (Eingang Kleine Theaterstr. 10)
Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!
28. März 2014
Hingerichtet in Hamburg
Zum Gedenken an Erich Heins, Karl Kock, Hans Köpke, Otto Mende, Ernst Mittelbach, Walter Reber, Wilhelm Stein, Paul Thürey, Kurt Vorpahl und Oskar Voss – 10 Hamburger Widerstandskämpfer (aus der Gruppe um Bernhard Bästlein, Franz Jacob und Robert Abshagen), die vor 70 Jahren am 26. Juni 1944 im Untersuchungsgefängnis Hamburg enthauptet wurden.
28. März 2014
Daniel Burkholz, D 2013
Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der Kalte Krieg. Die Bundesregierung unter Kanzler Adenauer plante schon 1950 den Aufbau einer Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste.
Schnell wurde ein politisches Strafrecht eingeführt, das seine Wurzeln im Strafrecht der Nazizeit hatte. Alle BürgerInnen, die gegen die Wiederbewaffnung oder für die Wiedervereinigung waren, galten nun als Staatsfeinde.
Über 200.000 Menschen wurden politisch verfolgt – häufig von Polizisten, Staatsanwälten oder Richtern, die schon in der Nazizeit in Amt und Würden waren – und ca. 10.000 von ihnen zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. So wurde lange vor 1968 eine große außerparlamentarische Bewegung zerschlagen.
im
Metropolishaus
Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstr.
6. März 2014
Am 25. Februar starb unsere Freundin und unser langjähriges Mitglied Ursel. 
»Wir übernehmen aus der Vergangenheit das Feuer, nicht die Asche.«
Mit diesen Worten Jean Jaures‘ signierte Ursel eines ihrer Bücher.
Das Feuer, mit dem sie in ihren Schriften für Respekt vor den
Widerstandskämpferinnen und -kämpfern stritt, das ist ihr Vermächtnis.
Am 14. März 2014 um 14.30 Uhr findet zum Abschied von Ursel eine Trauerfeier
in Kapelle 13 auf dem Ohlsdorfer Friedhof statt.
6. März 2014
Am 22. und 23. Februar 2014 fand im Kulturpalast in Billstedt die Landesdelegiertenkonferenz der VVN-BdA Hamburg statt. Schon viele Monate vorher hatte sich eine fünfköpfige Vorbereitungsgruppe (Christiane Chodinski, Carola Kieras, Andrea Krieger, Ingrid Schapiro und Georg Chodinski) über ein Konzept für den Ablauf der Konferenz den Kopf zerbrochen. Dabei förderten sie einen echten Schatz zu Tage: Die Idee, viele Gruppen und Initiativen aus dem Bündnisspektrum zu einem »Markt der Möglichkeiten« am ersten Tag der Konferenz einzuladen. Viele der Gäste aus den Gruppen blieben bis zum Abend und nahmen an den Arbeitsgruppen teil. Vergessen die Zeiten, wo Gäste – abgesehen von vorbereiteten Grußworten – stumm blieben.
Die Konferenz begann nach dem Gedenken an unsere verstorbenen Mitglieder der letzten drei Jahre mit dem Vortrag »Die ,Alternative für Deutschland‘ – eine rechtspopulistische Partei?« von Alexander Häusler (Fachhochschule Düsseldorf), der die AfD im Rahmen eines Forschungsprojektes untersuchte. Im Anschluss gab es viele Fragen an den Referenten und eine lebhafte Diskussion über aktuelle und mittelfristige Perspektiven unserer Auseinandersetzung mit der AfD. Nach der um einen Info-«Markt der Möglichkeiten« erweiterten Mittagspause ging es in Arbeitsgruppen mit diesen Themen weiter: – Vertiefung »Rechtspopulismus/AfD« – Erinnerungskultur der VVN-BdA – Öffentlichkeitsarbeit der VVN-BdA: bekannter und sichtbarer werden! – Austausch der Kreisvereinigungen: Erprobtes und Ideen für erfolgreiche Arbeit in den Bezirken Am frühen
Abend kam dann unser Kulturteil: Die Gruppen »One Step Ahead« (OSA), »Peter und Dirk«, und die »Songgruppe Hamburg« spielten, rappten und sangen für uns. »One Step Ahead« ist eine Jugend-Rapper- Gruppe aus Steilshoop, ihre Texte, die sie selbst schreiben, erstaunen durch ihre Tiefe und Einfühlsamkeit. OSA ist empfänglich für Anregungen und hat sogar, inspiriert durch unsere Veranstaltung zum Altonaer Blutsonntag, einen Rap für Bruno Tesch geschrieben.
Der zweite Tag begann kurz nach 10 Uhr mit dem Bericht der Mandatsprüfungskommission und mit dem Rechenschaftsbericht, gehalten von Landessprecher Georg Chodinski. Erstaunlich, wieviel Arbeit wir in die letzten drei Jahren gepackt haben! Abgesehen von unserer Mitarbeit bei der Vorbereitung diverser Demonstrationen, die sich schon aus unserer Arbeit im Hamburger Bündnis gegen rechts ergibt, erscheinen folgende Projekte besonders erwähnenswert: – Der Stadtteilrundgang im Juli 2012 mit fast 300 Teilnehmern zum 80. Jahrestag des Altonaer Blutsonntags, der mit szenischen Lesungen, Besuch der Originalschauplätze und Abschlusskonzert ein Highlight unserer gesamten Veranstaltungsarbeit war. Veranstalterin war die Kreisvereinigung Altona. – Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Behörde für Arbeit, Soziales, Frauen und Integration (BASFI) in den Räumen der BASFI anlässlich des 70. Todestages von Helmuth Hübener im Oktober 2012. – Die Demo am 3. November 2012 zum Jahrestag der Aufklärung der NSU-Morde. – Besonders erfolgreich war die Initiative für ein Deserteursdenkmal, in der wir mitarbeiten, das es nach dem einstimmigen Beschluss der Hamburger Bürgerschaft vom 14. Juni 2012 tatsächlich geben wird. – Unser Stand auf dem Evangelischen Kirchentag im Mai 2013: Über drei Tage bestritten wir gemeinsam mit vielen Gruppen und Initiativen aus dem Bündnisspektrum ein vielfältiges Programm mit Zeitzeugengesprächen, Ausstellung, Spielen und vielen anderen Angeboten.
Nach angeregter Diskussion hielt Landeskassiererin Christiane Chodinski ihren Bericht zur Mitgliederentwicklung und zu den Finanzen der Landesorganisation, dem wir entnehmen konnten, dass der Mitgliederschwund durch zahlreiche Neueintritte aufgefangen werden konnte und dass die Finanzen der Landesorganisation auf soliden Beinen stehen.
Nach der Mittagspause folgten die Berichte aus den Arbeitsgruppen vom Vortag, aus denen es zahlreiche Initiativ-Anträge für die folgende Antragsdiskussion gab. Die Anträge befassten sich mit dem Kampf gegen die AfD, Denkanstößen für eine verbesserte und auch für Jugendliche attraktive Öffentlichkeitsarbeit und der mit Forderung, eine Weiterentwicklung unserer Gedenkkultur zu einem Arbeitsschwerpunkt unserer nächsten Arbeitsperiode zu machen. Außerdem gab es aus dem aktuellen Anlass andauernder Angriffe auf die Regierung Maduro eine Resolution für ein Solidaritätsschreiben an den Generalkonsul Venezuelas in Hamburg.
Die Wahlen bestätigten die bisherigen Landessprecher/-innen in ihren Ämtern. Wir begrüßen als neue Mitglieder im Landesvorstand: Annemarie Heuer-Kiosz, André und René Buschmann. Herzlich willkommen! Die Konferenz endete mit dem gemeinsam gesungenen Lied »Die Moorsoldaten «. Nach der Aufklärung der NSU-Morde im Jahre 2011 erkannten viele potentielle Bündnispartner, dass antifaschistische Arbeit wertvoll und unverzichtbar ist. Diese gesellschaftliche Stimmung hat unserer Arbeit in den letzten Jahren sehr geholfen. Unsere Inhalte sind zeitlos und verdienen es, mit modernen Methoden vermittelt zu werden. Wir sind die Nachfolger der mutigen Männer und Frauen, die trotz Gefahr für Leib und Leben dem Hitlerfaschismus die Stirn boten. TSY
6. März 2014
An’n 20. Dezember seet Esther Bejarano, Vörsittersch vun’t Auschwitz-Komitee, op’t Rode Sofa bi DAS in’t NDR-Feernsehn. Se vertell över ehr Beleevnisse, klor, ok vun Auschwitz, un wat för en grote Rull de Musik in ehr Leven spelen dä. Un de Musik hett ehr vör’n sekern Dood bewohrt, domools, as se in’t Deerns-Orchester vun Auschwitz spelen schull. Köttens weer se 89 Johr oold worrn, un ehr wörr ok groleert. Bi de Geschenke, de se kregen harr, weer ok en kussechten Lippenstift. Dor mutt sik de gode Esther düchtig gebumfidelt feuhlt hebben. hjm
6. März 2014
„70. Jahrestag des Wehrmachtsmassakers
in Monchio/Italien – 70 Jahre keine Schuldigen?“
/„Erst jetzt habe ich meinen Vater weinen sehen, am Jahrestag des 18.
März 1944, erst jetzt habe ich ihn den Körper meines toten Großvaters
beschreiben hören, all das Blut und die Verzweiflung meiner Großmutter.
Erst jetzt. Vor Gericht, im Prozess.“/
(Roberto Tincani, Verein „Opfer des Massakers 18. März))
Auf Einladung der Rosa Luxemburg Stiftung kommen Armando Tincani
(Überlebender des Massakers), Roberto Tincani (Sprecher des Vereins
„Opfer des Massakers 18. März“) und Matthias Durchfeld (Istoreco Reggio
Emilia, Mitautor des Films „Die Geige aus Cervarolo“)) nach Buxtehude
und Hamburg. Sie berichten über die Massaker der Wehrmachtselitedivision
„Hermann Göring“ 1944 in Norditalien und die Formen des heutigen
Gedenkens an die Opfer in Monchio.
Und sie informieren über die Unterschiedlichkeit der juristischen
Aufarbeitung von Wehrmachtsverbrechen in Deutschland und Italien.
Konkret berichten sie über den Prozess gegen Angehörige der Division,
die an dem Massaker in Monchio beteiligt waren, und der 2011 in Verona /
Italien stattfand. Dabei wurde auch ein im Landkreis Stade lebender
ehemaliger Angehöriger der Wehrmachtselitedivision „Hermann Göring“ zu
zweimal lebenslänglich verurteilt. Die deutsche Justiz wird hingegen
keinen Prozess einleiten.
Veranstalter sind die Rosa Luxemburg Stiftung, die VVN-BdA und Freunde
von Istoreco Reggio Emilia.
Gedenkpark Monchio
© Studienkreis DeutscherWiderstand
Informationen über das Massaker in Monchio:
http://www.gedenkorte-europa.eu/content/list/59/
6. März 2014
Musicalfilm : GOODBYE BARCELONA
Ort: Kino 3001, Schanzenstraße 75, Hamburg
6. März 2014
Plakat Int. Frauentag 2014 VVN-BdA
Widerständiges Frauenleben – Veranstaltung zum Internationalen Frauentag über kämpferisches Frauenleben gegen Faschisten und Neonazis.
Ort: Kulturpalast Hamburg, Öjendorfer Weg 30 a, Hamburg-Billstedt