die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme wird im Beisein weiterer Vertreter der Amicale Internationale KZ Neuengamme
am 20. Oktober um 16 Uhr am Bahnhof Altona
Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen!
Bund der Antifaschistinnen und AntifaschistenLandesvereinigung Hamburg
3. Oktober 2013
3. Oktober 2013
Die Stiftung Auschwitz-Komitee lädt herzlich ein
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg,
Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee
Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky durchgeführt. Das Gebäude ist mit dem Rollstuhl erreichbar. Der Eintritt ist frei.
In diesem Jahr erhalten den Preis:
für ihre erneuerte Fassung der Wander-Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“
http://neofa-ausstellung.vvn-bda.de/
und die
für die Fortführung ihres seit zwei Jahren beharrenden Protests gegen den Naziladen in 21509 Glinde
Lutz Cassel singt und spielt jüdische Lieder. Anschließend: Zeit für Gespräche, Sekt oder Selters.
Mit besten Grüßen
Stiftung Auschwitz-Komitee
25. September 2013
17. Oktober bis 14. November 2013
Harburger Gedenktage 2013: Stille Helfer
– Programm siehe Presse –
Ort : Ausstellung Bücherhalle Harburg, Eddelbüttelstraße 47a, Hamburg
Sonnabend, 26. Oktober 2013
Der Hamburger Aufstand von 1923
Zwei Stadtteilprojekte
11.00 – 13.00 Uhr – Ein Stadtteilrundgang zu den Ereignissen in Schiffbek vom 23./24. Oktober 1923
Treffpunkt : Parkplatz vor dem Kulturpalast Hamburg, Öjendorfer Weg 30, Hamburg
ab 16.00 Uhr – Der Hamburger Aufstand in Barmbek
Ort : Barmbek Basch, Wohldorfer Straße 30
Als Veranstalter behalten wir uns vor, von unserem Hausrecht nach § 6 des Versammlungsgesetzes Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.
29. Oktober – 10. November 2013
Woche des Gedenkens in Bergedorf
– Das ganze Programm –WdG_Programmhef_2013_CLVI
Donnerstag, 07. November 2013, 15.00 – 17.00 Uhr
Mahnwache: Erinnerung und Mahnung
anlässlich des 75. Jahrestags der Reichspogromnacht
An diesem Ort wurde im faschistischen Deutschland am 9. November 1938 die Bornplatz-Synagoge angezündet.
Veranstalter: VVN-BdA, Jüdische Gemeinde, Universität Hamburg
Ort : Joseph-Carlebach-Platz (Grindelhof), Hamburg
Donnerstag, 7. November 2013, 19.30 Uhr
Gegen das Vergessen
Veranstaltung des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V. zur Erinnerung an die Pogromnacht am 9. November 1938
Ort : Universität Hamburg, DWP (ehemals HWP) Hörsaal,
Von-Melle-Park 9, Hamburg
Freitag, 08. November 2013, 19.00 – 23.00 Uhr
Nacht der Jugend
Die VVN-BdA wird u.a. mit den Zeitzeuginnen Steffi Wittenberg, Ilse Jacob, Ulla Suhling und Norma von der Walde vertreten sein.
Ort : Hamburger Rathaus, Rathausmarkt 1
Donnerstag, 05. Dezember 2013, 17.00 Uhr
Gedenkfeier für Billstedter Widerstandskämpfer*innen
„Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart“. Mit diesen Worten Richard von Weizsäckers erinnert die VVN-BdA Hamburg Mitte an Widerstandskämpfer*innen aus Billstedt, die im Kampf gegen den Hitler-Faschismus ihr Leben ließen.
Ort : Gedenkstein vor dem Kundenzentrum Billstedt (ehemaliges Ortsamt), Öjendorfer Weg 9, Hamburg
25. September 2013
Gewalt gegen Schandarms hett düchtig toleggt, seggt de Udels. Welk verlangt sogor en egen Gesett för Gewalt gegen de Polizei. Nu – dat seht wi beten anners. Bi vele Demos kann jedereen sehn, wokeen de Gewalt uteuven deit. Nich bloots gegen Demonstranten, ok gegen Presselü un Tokiekers. Sünnerlich de „Hamborger Ketel“ is je bi uns erfunnen worrn. Weet ji dat noch? Binnensenoter Lange harr domools sien Hoot nehmen müsst. Inketeln vun Demonstranten verstött gegen dat Gesett. Liekers ward dat jümmer wedder mookt, tolest düt Johr bi „Blockupy“ in Frankfurt. Un wenn en Udel worhaftig mol för’t Brett mutt, ward he tomeist freesproken – no dat Motto: Een Kreih hackt de anner keen Oog ut. De armen Schandarms? Mi koomt de Tronen.
hjm
25. September 2013
Emil Hans Theodor Wendt war einer von den elf weiteren Verurteilten des ersten Altonaer- Blutsonntags-Prozesses. Durch die widersprüchlichen Zeugenaussagen eines Spitzels schwer belastet, verurteilten ihn die Richter zu zehn Jahren Zuchthaus wegen „Beihilfe zum Mord“. Am Ende der zehn Jahre wurde Emil Wendt nicht in die Freiheit entlassen, sondern in sog. „Schutzhaft“ überführt und am 26. Oktober 1944 ermordet.
Sein Sohn versuchte Mitte der 50er Jahre, Emil Wendt auf dem juristischen Wege zu rehabilitieren. Ohne Erfolg. Die Gerichte lehnten seine Anträge auf Aufhebung des Urteils ab. Die Begründungen lesen sich wie die Filbinger-Devise „Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein“. Am Ende ist es heute sein Urenkel, der mit seiner Initiative für einen Stolperstein in Hamburg-Barmbek und einen Gedenkstein im Ehrenhain Hamburger Widerstandskämpfer des Ohlsdorfer Friedhofs das Andenken an Emil Wendt bewahren hilft.
Georg Chodinski
25. September 2013
„Erinnern, nicht nur um zu erinnern.
Erinnern, um in Zukunft so was zu verhindern.
Wir erinnern Euch an die Zukunft Eurer Kinder.“
Die Rapper „one step ahead“ aus dem Haus der Jugend Steilshoop brachten es mit dem Refrain ihres selbst geschriebenen Tracks „Erinnern“ auf den Punkt. Darum ging es der VVN-BdA aus Hamburg-Altona mit ihr Stadtteilrundgang: Vergleichen, Parallelen ziehen, aus der Geschichte lernen.
Das Ereignis „Altonaer Blutsonntag“ fasste vor einem Jahr Tanja Girod in der antifa 9-10/2012 Seite 22 so zusammen: „Am 17. Juli 1932 endete ein Propagandamarsch der NSDAP in Hamburg in einer Straßenschlacht mit Schießerei. Während dieses Vorfalls starben 18 Menschen. Zwei SA-Leute und 16 Anwohner der Altonaer Altstadt starben im Kugelhagel der Polizei.“
Mit gefälschten Beweisen wurden gleich nach der Machtübertragung im ersten Prozess Anklage erhoben und 15 Personen verurteilt. Vier von ihnen zum Tode, die anderen elf zu insgesamt 315 Jahre Zuchthaus. August Lütgens (34), Walter Möller (26), Bruno Tesch (19), und Karl Wolff (21) richteten die Nazis am 1. August 1933 hin. Erst am 13. November 1992 werden alle vier vom Landgericht Hamburg freigesprochen.
August Lütgens stellten uns die Altonaer besonders vor: 1897 als Kind einer Arbeiterfamilie geboren, nach der Schule Seemann, 1913 SPD- und Gewerkschaftsmitglied, Marinesoldat im Ersten Weltkrieg. 1918 beteiligte er sich in Wilhelmshaven an der Novemberrevolution. Im Mai 1919 zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt, konnte er jedoch aus der Haft über Dänemark in die Sowjetunion fliehen. Dort lernte er seine Frau Luise (Lisa) kennen, mit der er zwei Kinder hatte. (Lisa und sein Sohn Franz wurden Opfer des 1937 beginnenden Massenterrors in der Sowjetunion. Im September 1941 verhaftet, starben Beide in der Gefangenschaft.) Eine Generalamnestie ermöglichte August Lütgens 1931 die Rückkehr nach Deutschland. Hier wurde er in Altona Politischer Leiter des verbotenen Rotfrontkämpferbundes. Am 1. August 1933 starb er unter dem Handbeil des Schafrichters. Seine Asche ist seit dem 14. September 1947 auf dem Ehrenhain des Ohlsdorfer Friedhofs beigesetzt.
„Vier von uns“, diesen Titel nahmen die Sprecher und Künstler im Bühnenprogramm nach dem Rundgang als Bild für ihre aktuelle Situation und die Chancen von solidarischem Handeln auf. So protestieren Nachbarn rund um die Holstenstraße gemeinsam gegen „rassistische Polizeikontrollen“, weil Jugendliche, denen die Polizei „Migrationshintergrund“ zuschreibt, verdachtsunabhängigen Kontrollen ausgesetzt sind. Kolleg(inn)en von „Neupack“ halten untereinander mit Unterstützung von außen zusammen. Ihr Ziel ein Tarifvertrag und der Kampf ist noch lange nicht zu Ende. Auch die Lampedusa-Flüchtlinge organisieren ihren Widerstand selbst für einen Verbleib in Hamburg „No way back to Italy“, und die Solidarität in der Stadt wächst. Am Ende dann die Rapper „one step ahead“. Auch Ihre Zukunft bleibt unklar. Ihr „Haus der Jugend“ soll einem Erweiterungsbau der Stadtteilschule Steilshoop weichen.
Und alle schauen auf die Vier aus Altona und ihren Widerstand. Sie sind „Vier von uns“.
Georg Chodinski
25. September 2013
Neonazis haben bis 2009 an den Sammelgräbern für die Bombenopfer auf dem Ohlsdorfer Friehof immer wieder ihre menschenverachtende Politik verbreitet. Das Bündnis Ohlsdorfer Friedensfest hat seit 2009 mit vielen Veranstaltungen verhindert, dass die Nazis dort in Erscheinung treten konnten. Die VVN-BdA hat von Anfang an in diesem Bündnis mitgearbeitet. Wir beteiligen uns an diesem Friedensfest, weil wir das Gedenken an die Opfer des Bombenkrieges nicht den Neonazis und anderen Rechten überlassen wollen, weil wir der Darstellung, die Deutschen seien die unschuldigen Opfer dieses Krieges, entgegenwirken wollen, weil wir darüber aufklären wollen, dass auch Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge zu den Bombenopfern gehören, weil wir bekannt machen wollen, dass es auch in Hamburg Widerstand gegen die faschistische Kriegspolitik gab.
Unter dem Motto des diesjährigen Friedensfestes „Erinnern ist keine leichte Kunst“ wurden in Veranstaltungen z.B. vier Hamburgerinnen gewürdigt, die im Widerstand gegen den Faschismus aktiv waren: Erna Behling, Katharina Jacob, Gertrud Meyer und Hedwig Voegt. Der Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme Detlef Garbe erinnerte in seiner Eröffnungsrede an die Tausenden von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern, die bei den Bombenangriffen, bei Aufräumarbeiten und beim Bombenentschärfen ums Leben gekommen sind. Ulla Suhling und Petra Schondey berichteten über Antifaschisten in Wehrmachtsuniform, die als Strafsoldaten und Deserteure ihr Leben verloren. Auch aktuelle Themen hatten ihren Platz in der Veranstaltungsreihe: Rolf Goessner informierte über Neonazis im Dienst des Staates und die Verstrickung des „Verfassungsschutzes“ in rechte Szenen und Parteien. Hauke Friederichs berichtete in der Veranstaltung „Bombengeschäfte – Tod made in Germany“ von Waffenlieferungen aus Deutschland in alle Welt. An den Gräbern der 140 Zwangsarbeiterinnen aus der Ukraine, den Valvo-Frauen, die 1944 bei einem Bombenangriff ums Leben kamen, weil sie nicht in die Luftschutzbunker durften, legten wir Blumen nieder.
Das Friedensfest wird auch im nächsten Jahr stattfinden und daran erinnern, dass auch 71Jahre nach dem Hamburger Feuersturm gilt: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“
Ilse Jacob
25. September 2013
Rund 1400 Menschen forderten am 17. August vor dem Hauptbahnhof ein Bleiberecht für die mindestens 300 Lampedusa-Flüchtlinge. Unterstützt wurde die Demonstration von Gewerkschaften, Parteien, Verbänden und Kirchen. Anschließend ging es durch die Innenstadt. Der Senat hat Einzelprüfung zugesagt, ein generelles Bleiberecht aber bisher strikt abgelehnt.
Esther Bejarano, Ehrenvorsitzende der VVN-BdA, schrieb im Namen des Auschwitz-Komitees einen Offenen Brief an Bürgermeister Olaf Scholz. Darin heißt es u.a.: „Wir begrüßen die Initiative der libyschen Flüchtlinge, zusammengeschlossen in der Gruppe ‚Lampedusa in Hamburg‘. Wir schließen uns der Forderung nach Anerkennung ihres Aufenthaltsrechts gemäß § 23 Aufenthaltsgesetz an. Gemäß § 23 Aufenthaltsgesetz können die obersten Landesbehörden wie auch das Bundesinnenministerium im jeweiligen Einvernehmen ‚bestimmten Gruppen von Ausländern‘ aus völkerrechtlichen oder humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis erteilen. Für die Gruppe ‚Lampedusa in Hamburg‘ ist das möglich und dringend geboten. Die betroffenen Personen waren Teil der Zivilbevölkerung in Libyen, zu deren Schutz die Nato-Staaten nach eigener Darstellung im Jahr 2011 militärisch intervenierten. Sie haben ihre Lebensgrundlage vollständig verloren und waren gezwungen, Libyen über das Mittelmeer zu verlassen. Diejenigen, die den Krieg, die Bombardierungen, die Angriffe der Kriegsparteien und den Weg über das Mittelmeer überlebt haben, lebten bis zum Winter 2012/2013 unter meist katastrophalen Verhältnissen unter italienischer Verwaltung, Nach der Anerkennung ihres Flüchtlingsstatus wurden sie aufgefordert, Italien zu verlassen und sich in ein anderes europäisches Land zu begeben. Italien hat ein Signal gesetzt, dass die gesamte EU in der Verantwortung für das Schicksal der Flüchtlinge aus Libyen steht. (…) Deshalb fordern wir den Hamburger Senat auf, der … Gruppe ‚Lampedusa in Hamburg‘ das Aufenthaltsrecht und eine Aufenthaltserlaubnis gemäß § 23 zu erteilen. Vom Bundesinnenministerium fordern wir die Anordnung des Einvernehmens. Menschenrechte und humanitärer Schutz dürfen nicht einfach leere Worte bleiben, während die Betroffenen politischen Interessen erneut zum Opfer fallen.“ hjm
25. September 2013
25. September 2013
Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl erreichbar!
Der Aufstand im Vernichtungslager Sobibór im Oktober 1943 ist ein Schlüsselereignis der NS-Geschichte. Einer der 320 Insassen, denen damals die Flucht gelang, war der 16-jährige Thomas Toivi Blatt. Die wiedergewonnene Freiheit erwies sich jedoch als Illusion, einer seiner vermeintlichen Beschützer versuchte sogar, ihn umzubringen. Vierzig Jahre lang hat Blatt, der heute in den USA lebt, an seinem Lebensbericht „Nur die Schatten bleiben“ gearbeitet und dabei regelmäßig seine alte Heimat aufgesucht. Peter Nestler hat ihn auf seinen Reisen in Polen mit der Kamera begleitet und ist der Frage nachgegangen: Wie kommt es, dass sich gute Nachbarn und sogar Freunde plötzlich in Verräter, Peiniger und Mörder verwandeln?