Sonntag, 03. August 2014 um 13:30

21. Juni 2014

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Einladung des ver.di-Arbeitskreis AntiRassismus

Lesung und Gespräch

Biographien von Frauen aus dem Widerstand:

vorgestellt von Gisela Reich und Ruth Sanio-Metafides
Die zwei ver.di-Kolleginnen haben die Lebenswege von

Lisa Niebank und Käte Latzke

erkundet und stellen deren Biografien vor.

Veranstaltungsort: Bestattungsforum
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756
Anfahrt: S-Bahn Ohlsdorf (Ausgang Friedhof)

Mit dem Ohlsdorfer Friedensfest soll u.a. an die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert und auf heutige Tendenzen zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufmerksam gemacht werden.
Wir wollen aus der Geschichte lernen!
ver.di Hamburg ist Mitveranstalter des Ohlsdorfer Friedensfestes 2014.
Der Arbeitskreis Antirassismus trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat um 18 Uhr im Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60.
Alle Interessierten sind jederzeit willkommen!

Hinweis: Mitglieder und Sympathisanten von neofaschistischen Organisationen und Zusammenschlüssen sowie Personen, die uns als Teilnehmer/innen von neofaschistischen Veranstaltungen, Aufmärschen und Aktionen bekannt sind, erhalten keinen Zutritt zu dieser Veranstaltung und unseren Treffen.

Samstag, 16. August, 15.00 Uhr

21. Juni 2014

Gedenkfeier für die Opfer der Euthanasie

Am 16. August 1943 wurden 300 Frauen und Mädchen aus den Alsterdorfer Anstalten und Ochsenzoll  nach Wien in die Tötungsanstalt „Spiegelgrund“ deportiert, um dort ermordet zu werden.
Wir erinnern an die Menschen und an die an ihnen begangenen Verbrechen und laden Sie & Euch herzlich zu unserer Veranstaltung ein.

 

Unbenannt

Ort: Friedhof Ohlsdorf, Geschwister-Scholl-Ehrenfeld   (Nähe Kapelle 13)

Euthanasiegedenken_2014_DinA5

Sonntag, 14. September, 11.00 Uhr

21. Juni 2014

„Menschen, wir hatten Euch lieb“

Blumen für unsere Toten zum Internationalen Gedenktag für die Opfer von Faschismus und Krieg.

Ort: Friedhof Ohlsdorf, Ehrenhain Hamburger Widerstandskämpfer

21. September 2014 – 17.00 Uhr

21. Juni 2014

Drei Tage im April Regie Oliver Storz, D 1995, 105 Min.

Führerin des Dorfes, die Gefangenen mit Lebensmittel zu versorgen. Doch der Gemeinderat diskutiert bereits, wie man sich des Problems entledigt: Die Waggons sollen in die Nachbargemeinde abgeschoben werden.

Ort:  Kommunales Kino METROPOLIS
Metropolishaus Dammtorstraße / Ecke Kleine Theaterstraße (Eingang Kleine Theaterstraße 10)
Das Foyer und der Kinosaal sind mit dem Rollstuhl  erreichbar!
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5. Bundeskongress der VVN-BdA aus Hamburger Sicht

3. Juni 2014

  Neun gut gelaunte Hamburger Delegierte trafen sich am Freitag den 30. Mai um gemeinsam zum 5. Bundeskongress der VVN-BdA nach Frankfurt am Main zu reisen. Ein vielfältiges und spannendes Programm erwartete uns. Es begann sofort nach der Ankunft in Frankfurt mit einer Einladung des Studienkreises Deutscher Widerstand, der anlässlich der Konferenz sein Archiv geöffnet hatte. Die dort überwiegend ehrenamtlich Tätigen gaben einen Einblick in ihre Bestände. Neben vielen gut recherchierbaren Nachlässen, gibt es auch noch zu entdeckende Schätze, die zu erschließen bisher niemand die Zeit gefunden hat.

Den offiziellen Auftakt des Kongresses bildete eine Podiumsdiskussion mit VerterInnen verschiedener befreundeter Organisationen aus der Fédération Internationale des Résistants (FIR) – Association Antifasciste mit Anita Baudouin (FNDIRP) aus Frankreich sowie Gizsla Pal (MEASZ) aus Ungarn; aus den Niederlanden war angereist Prof. Kees van der Pijl (AFVN/BvA) und Gregorius Touglides (P.E.A.E.A.) aus Griechenland. Sie berichteten uns aus unterschiedlichen Perspektiven von den Entwicklungen und vom Einfluss der Rechtspopulisten und Faschisten in ihren Heimatländern.

Podium 5.BuKo

Der Bundeskongress selber begann am Sonnabend morgen mit den formal rechtlich notwendigen Regularien, sowie dem Gedenken an die seit dem letzten Bundeskongress verstorbenen Kameradinnen und Kameradinnen. Mit ihrem Politischen Bericht ließ unsere Vorsitzende Conny Kerth die Aktivitäten, Erfolge und Schwierigkeiten der letzten drei Jahre Revue passieren.

Unser besonderer Dank gilt Heinrich Fink. Seit 2002 steht er an der Spitze unserer Organisation. Ein Berufener, mit seiner außerordentlichen Persönlichkeit die Einheit unserer Organisation mitgestaltet hat. Er wird mit derselben Würde unser Ehrenpräsiden sein.

H. Fink & C. Kerth

Am Nachmittag stand „Zukunftswerkstatt auf dem Programm. Die Delegierten fanden sich in kleinen, nach dem Zufallsprinzip gesetzten Arbeitsgruppen zusammen, um zunächst die wichtigen Themen der nächsten drei Jahre herauszuarbeiten. Diese Zukunftswerkstatt wurde von unserem Hamburger Sprecher Georg souverän moderiert. Es folgte eine zweite Phase, mit den Themenschwerpunkten: Neofaschismus, Rechtspopulismus, Erinnerungsarbeit, Geschäftspolitik, Antimilitarismus, Mitgliedergewinnung, Antiziganismus / Rassismus. Wieder in Arbeitsgruppen, diesmal nach Neigung zusammengesetzt, wurden intensiv diskutiert. Obwohl die rund 150 Delegierten des Kongresses besonders in der Phase der Schwerpunktfindung scheinbar wie ein Armeisenstaat herumwuselten, war die Diskussion, die die Kameradinnen und Kameraden aus der ganzen Republik zusammenbrachte, eine echte Bereicherung des Kongresses.

Der 5. BuKo der VVN-BdA

Der Sonntagmorgen war der Antragsdiskussion und den Neuwahlen gewidmet. Die vorliegenden Anträge des Bundesausschuss „Die Gefahr des Neofaschismus und was dagegen zu tun ist“; „Geschichtspolitik, Gedenken und Erinnern“; „Flüchtlinge und Einwanderer willkommen heißen – Rassismus entgegentreten“; „Antiziganismus zurückweisen – Solidarität mit Sinti und Roma“; „Stoppt den Krieg! Nato und Bundeswehr stoppen!“ wurde in lebhafter, solidarische Diskussion durch vielfältige Anregungen ergänzt, präzisiert und anschließend mit großer Mehrheit angenommen. Aus Zeitgründen mussten weitere Anträge und die Initiativanträge an den Bundesausschuss überwiesen werden.

Ebenfalls große Mehrheiten erreichte unsere neuen bzw. wiedergewählten Vorsitzenden Conny Kerth und Axel Holz. Auch die Schatzmeisterin Regina Elster wurde mit großer Mehrheit im Amt bestätigt, ebenso die drei weiteren Mitglieder der Sprecherausschusses: Regina Girod, Ulli Schneider und Ulli Sander.

Wir wünschen den Gewählten eine erfolgreiche Amtszeit. Mit dem traditionellen, gemeinsam angestimmten Lied der „Moorsoldaten“ endete der Kongress.

Alle fanden wir ihn sehr gut gelungen, bereichernd und motivieren für unsere Arbeit. Dass es auch ein kleines bisschen anstrengenden war, zeigte die relative Stille in Zug zurück Hamburg.

 

Donnerstag, den 5. Juni 2014

2. Juni 2014

Liebe Freundinnen und Freunde,

Jedes Opfer hat das gleiche Recht auf Anerkennung und Würdigung. Unser Gedenken gilt allen, die unermessliches Leid erlitten, denen die Würde genommen wurde, die ihr Leben verloren. Und es gilt allen, die, auch wenn sie die infernalische Todesmaschine überlebt haben, doch an ihr zerbrochen sind: an dem zugefügten Schmerz, an dem Verlust des Glaubens an die Menschlichkeit, an der Unbeschreiblichkeit dessen, was geschehen ist.“ (Wolfgang Thierse).

Am 6. Juni 1935 um 6.00 Uhr wurde Fiete Schulze im Hof des Untersuchungsgefängnises in Hamburg mit dem Handbeil hingerichtet. Seine Tat: Widerstand gegen das Naziregime.

Fiete Schulze

Josef Florczak

John Tretien

Katharina Corleis

Kurt Vorpahl

Adolf Rembte

Rudolf Krooß

Paul Kroll

Heinz Prieß

…sie stehen für unzählige Widerständler*innen, die von den Faschisten in Zuchthäusern und KZs verfolgt und ermordet wurden.

Wir möchten mit Ihnen und Euch am

Donnerstag, den 5. Juni 2014
um 18.00 Uhr

zu einer Gedenkkundgebung zusammenkommen am

Gedenkstein vor dem Kundenzentrum Billstedt
(ehemals Ortsamt) Öjendorfer Weg 9

Dazu lade ich Sie und Euch ganz herzlich ein.

Liebe Grüße

Christiane Chodinski

(VVN-BdA Kreis Hamburg-Mitte)

Redebeitrag Peter S. Ukraine – Kundgebung 30.05.2014

2. Juni 2014

Liebe Friedensfreundinnen und Freunde! Ich möchte in meinem Redebeitrag insbesondere einen Punkt besonders herausstellen: Die Friedensbewegung ist und bleibt antifaschistisch! Von daher ist es für uns skandalös und nicht hinnehm- bar, wie EU und deutsche Politiker, z.B. der deutsche Außenminister Steinmeier, den Einfluss von ultranationalistischen und faschistischen Kräften auf die Politik der ukrainischen Regierung verharmlost und ver- schleiert haben. Erinnert sei hier noch einmal an die bewaffneten Formationen auf dem Maidan und in anderen Teilen der Westukraine die unter dem Kommando ultrarechter Organisationen standen, insbesondere der Partei „Swoboda“ und des „Rechten Sektors“. Erinnert sei hier auch deren Anknüpfung an antisemitische und faschistische Traditionen aus der Zeit des verbrecherischen Krieges Nazi-Deutschlands gegen die Sowjetunion. Und die rechtsradikalen Banden in der Ukraine machten und machen vor nichts halt; hier nur ein besonders abstoßendes Beispiel: In Odessa wurden Antifaschisten und Demokraten auf ihrer Mai-Demonstration von Faschisten angegriffen. Sie flohen vor den Angreifern in das Gewerkschaftshaus, das kurz darauf von den Rechten verschlossen und angezündet wurde. Mehr als 40 Menschen kamen in den Flammen ums Leben. Der Bundesregierung und den meisten Medien waren die Toten keiner Erwähnung wert. Das Verbrennen von Menschen wie in Odessa erinnert  an die Brutalität der Naziwehrmacht. Diese hat bei ihrem Überfall auf die ehemalige UdSSR immer wieder als Vergeltung von Widerstandsaktionen der Partisanen Menschen dort in Gebäude getrieben und dann diese in Brand gesteckt. Vorausgegangen war dem Raub- und Vernichtungskrieg der Nazis die Propagierung eines rassistischen und menschenverachtenden Feindbildes, das u. a. die russische Bevölkerung als zu vernichtende sog. „slawische Untermenschen“ klassifiziert hatte .

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Zeiten des Kalten Krieges eine „Russophobie“ geschürt  und russische Menschen wieder zum Feind erklärt. Mit Erschrecken müssen wir heute feststellen, dass dieses alte Feindbild in ähnlicher Form neu aufgelegt wird. Trotz mancher Kritik an der russischen Politik im Ukraine-Konflikt dürfen wir nicht vergessen, dass die Urheber des Konflikts woanders zu suchen sind. Es waren die EU und die NATO, die mit ihrer Osterweiterung und Einkreisungspolitik Russlands Sicherheitsinteressen angegriffen haben. Auch die Wahlen letzten Sonntag tragen nicht zu einer substanziellen Entspannung und zur einer friedlichen Entwicklung bei. Der zum neuen Präsidenten gewählte Oligarch  Poroschenko forderte, die Militäreinsätze im Osten der Ukraine »effizienter« zu gestalten.

 

Genau das erleben wir aktuell: Das sinnlose Morden und sterben eskaliert weiter! Liebe Friedensfreundinnen und Freunde! Der Respekt gegenüber den Opfern des zweiten Weltkrieges, insbesondere in der ehemaligen UdSSR, erfordert die Zurückweisung einer antirussischen Propaganda, die an alte revanchistische Vorbilder anknüpft . „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“ ist und bleibt weiter unsere Forderung! • Wir fordern eine Politik zur Deeskalation in der Ukraine und zum Abbau der Spannungen mit Russland. • Keine Toleranz gegenüber und keine Zusammenarbeit mit faschistischen Kräften in der Ukraine! • Stopp der Osterweiterung von NATO und EU! Ich danke für Eure Aufmerksamkeit.

Zum Abschluss des Monats des Gedenkens in Eimsbüttel

28. Mai 2014

Steffi Wittenberg:

Zum Abschluss des erstmalig organisierten Monats des Gedenkens fast 70 Jahren nach dem Ende des Faschismus in Eimsbüttel

 

Ich wurde als Schirmherrin oder, wie ich sage, „Schirmfrau“ ausgewählt.

 

Es haben etwa 50 Veranstaltungen in unserem Hamburger Stadtbezirk stattgefunden, die meisten gut besucht.

Natürlich war ich nur bei einem kleinen Prozentsatz anwesend:

Es fanden Spaziergänge durch den Bezirk statt,

wir gedachten dem von deutschen Nazis verursachten Tod und Verderben:

der Judenverfolgung,

wir gedachten der eingesperrten Zwangsarbeiter aus vielen Ländern, speziell Osteuropa.

Wir gedachten der ermordeten Sinti und Roma.

Und immer wieder Auschwitz.

Und der zahlreichen Konzentrationslager.

Wir hörten Zeitzeuginnen. Wir benannten auch Täter.

Wir gingen nochmal dem Schicksal der Widerstandskämpfer nach, betrachteten die Stolpersteine. Und hatten eine Marathon-Lesung aus den „verbrannten“ Büchern.

Wir hörten auch einen Pfarrer aus Jena, der sich zusammen mit Antifaschisten einem Naziaufmarsch in Dresden entgegengestellt hatte.

Und alle Aktivitäten standen unter dem Motto: NIE WIEDER.

Nie wieder Faschismus und Krieg.

Dabei schaut’s gegenwärtig gar nicht so optimistisch aus  – wenn ich mir das Getöse um die Ukraine durch den Kopf gehen lasse.

Da klirren die Waffen von allen Seiten und Menschen bringen sich schon wieder gegenseitig um. Mich durchlief ein Schock, als ich vor wenigen Tagen im Fernsehen Generäle und Offiziere der EU, behangen mit zahlreichen militärischen Orden sah, die auch der Meinung waren, es muss aggressiver militaristischer vorgegangen werden, und zwar recht nahe an der ukrainischen Grenze – es gibt ja dort außer Polen und Ungarn, gar nicht so weit entfernt, eine Reihe von weiteren EU-Staaten; Lettland, Litauen – vorwiegend antirussisch getrimmt.

Mir, die ich den Anfang des 2.Weltkrieges mitgemacht habe, flößt diese unfriedliche Haltung große Angst ein und ich hoffe dennoch, dass die Friedenskräfte, die europäischen Friedenskräfte, zu denen wir, das Volk gehören, die Oberhand behalten.

Und dass wir im kommenden Jahr in Eimsbüttel wieder den Monat des Gedenkens begehen können, 70 Jahre nach dem Sieg über den Faschismus mit mehr Frieden auf allen Kontinenten.

Und da habe ich schon einen Plan:

Konkret denke ich, da ich in Niendorf-Nord wohne, an einige dort befindliche Straßen, die die Namen von mutigen Widerstandskämpfern tragen. Und dazu steht dort ein Denkmal mit zwölf Stühlen mit eben diesen Namen.

Ferner denke ich an die kleine Paul-Dieroff-Straße,abgehend vom Garstedter Weg. Paul Dieroff, noch ein Schuljunge, ging mit seiner jüdischen Mutter Berta

Freudenthal verbotenerweise 1943 ins Kino – und wurde von einer Nachbarin denunziert. Berta Freudenthal und ihr Sohn wurden verhaftet und deportiert. Paul Dieroff starb in der Nähe des KZ Dachau im Außenlager Kaufering an Typhus. Berta Freudenthal überlebte das KZ Theresienstadt. Ich habe sie noch in Hamburg nach 1945 kennen gelernt. Nächstes Jahr sollte es also auch eine Erinnerungsfahrt durch Niendorf-Nord geben.

Ich kann nicht aufhören, ohne aus der hervorragenden Rede des Schriftstellers Navid Kermani im Bundestag zum 65. Jahrestag der Verkündung unseres Grundgesetzes zu zitieren:

Wie sei es möglich, fragte er, dass Artikel 16 des Grundgesetzes, der Verfolgten das Recht auf Asyl gewährt habe, 1993 so geändert worden sei, dass er für deren Ausgrenzung sorge? Eine monströse Verordnung sei das, und er hoffe, dass das Grundgesetz zum 70. Jahrestag seiner Verkündung von „diesem hässlichen, herzlosen Fleck gereinigt werde.

Da ich im Jahre 1940 in Uruguay selbst Asyl erhalten habe, das mein Leben rettete,  ist diese Ermahnung für mich ein Herzenswunsch.

Kundgebung Freitag 30. Mai 2014 / 17 Uhr Ida Ehre Platz (Mönckebergstraße)

26. Mai 2014

*Die Friedensbewegung teilt mit der Mehrheit der Menschen hier zu Lande
die Sorge um den Frieden in Europa. Nichts ist gut in der Ukraine. Die
Lage ist zum Zerreißen gespannt, eine weitere Eskalation ist zu
befürchten. Es ist 5 vor 12. *

Erschreckend sind Stimmungsmache und Säbelrasseln in den weithin gleich
ausgerichteten westlichen Medien und nicht zuletzt hierzulande. Wer in
Russland den großen Störenfried und Aggressor sieht, hat von den
Verhältnissen in der und um die Ukraine wenig verstanden. Die
Urheberschaft für die internationalen Spannungen in Osteuropa liegt in
der Politik von EU und NATO, die beide ihre Grenzen weiter an Russland
heran geschoben haben, und nun versuchen die tief gespaltene Ukraine mit
einem Assoziierungsvertrag wirtschaftlich und militärisch gegen Russland
in Stellung zu bringen. Was uns einst als „gemeinsames Haus Europa“
versprochen wurde, entpuppt sich als nackter Kampf um die Neuaufteilung
von Macht- und Einflusssphären. Frieden, Sicherheit und Selbstbestimmung
für alle, das geht ganz anders!

Die westlichen Mächte steuern eine Übergangsregierung in Kiew, die
maßgeblich von Vertretern der nationalistischen Partei „Swoboda“ und dem
rechtsradikalen militanten „Rechten Sektor“ beeinflusst wird.
Westerwelle und Steinmeier haben die blutbefleckten Hände der dortigen
Faschisten geschüttelt. Der maßgeblich von den USA gesteuerte Putsch
gegen das mit Janukowitsch unter Vermittlung von europäischen und dem
russischen Außenminister ausgehandelte Übergangsabkommen hat die
Menschen auf der Krim und in der Ostukraine erst dazu gebracht, jetzt
Autonomie und Selbstbestimmung auch für sich zu verlangen. Der vor
kurzem einberufene „Runde Tisch“ ist eine Mogelpackung, weil Vertreter
der „abtrünnigen“ Regionen ausgeschlossen sind. Der runde Tisch ist nur
der Nebelschleier vor den täglich stattfindenden militärischen
Übergriffen bis hin zu brutalen Massakern wie in Odessa und Mariupol.

Was die Ukraine und die Region braucht, ist ein sofortiger
Waffenstillstand und der Beginn eines ehrlichen Verhandlungsprozesses
mit allen Beteiligten.

Was wir hierzulande wollen ist Frieden und Ausgleich – auch und gerade
mit Russland.

Wir sagen NEIN zum Einsatz von Militär- und Privatarmeen gegen die
Menschen in der Ostukraine, zur Kriegshetze und Kriegsvorbereitung, zur
Konfrontation mit Russland, zur Verharmlosung und Unterstützung von
Faschisten und zum Verbot der politischen Organisationen der
ukrainischen Linken.

Wir fordern:

·*Keine Wirtschaftssanktionen! Rücknahme des „Assoziierungsabkommens“
mit der Ukrainischen Putschregierung! *

·*Von den Medien in unserem Land verlangen wir eine sachgerechte
Berichterstattung und rhetorische Abrüstung. *

·*Keine Toleranz gegenüber und keine Zusammenarbeit mit faschistischen
Kräften!*

·*Schluss mit der Osterweiterung der NATO! Die Ukraine muss neutral und
bündnisfrei bleiben. *

**

Hamburger Aktionsbündnis gegen den Krieg in der Ukraine, MTZ Lindenallee 72.

Demonstration Samstag 31. Mai 2014 13°° Uhr am Protestzelt, Steindamm 2 (Nähe Hauptbahnhof Südausgang)

26. Mai 2014

Lampedusa in Hamburg ruft auf

Lampedusa calling 2014-05-31

Wir fordern unsere Arbeitserlaubnis
Seit wir in das Rathaus gingen, um unsere kritische Situation zu erklören und unsere Rechte einzufordern, ist ein Jahr vergangen. Die große Unterstützung von der Hamburger Bevölkerung konnte uns helfen, gerade so zu überleben, aber sie hat auch ihre Grenzen. Der Hamburger Senat ignoriert die vielen Stimmen, die einen Wechsel der diskriminierenden und sehr gefährlichen Politik der Regierung fordern. Wieder und wieder werden unsere Leute kontrolliert, festgenommen und mit der Abschiebung nach Italien bedroht. Francis Kwame, der älteste unserer Gruppe, starb am 20. März in Folge der Verweigerung seiner Rechte. Genug ist genug Wir flohen aus dem Krieg, der im Interesse der NATO Mitgliedsstaaten ausgetragen wurde. Zuerst hieß es, sie wollen die Zivilisten schützen. Danach verbreiteten die westlichen Medien die Propagandalüge von „Gaddafi’s schwarzen Söldnern“. Wir, die Arbeiter des Landes, mussten um unser Leben laufen. Wir verloren unsere Schwestern, wir verloren unsere Brüder und alles, was wir besaßen. Jetzt sind wir in Europa. Es hieß von der EU, sie würden sich um unsere Situation kümmern. Aber nun seit drei Jahren immer noch ohne etwas zu haben, sterben wir auf Europas Straßen. Vor Francis Kwame starb Samuel Mensah aufgrund der krank machenden Situation, in die wir gestoßen wurden. Wir sind offiziell anerkannte Flüchtlinge in Europa wegen des Krieges in Libyen. Sie haben unsere Arbeitsplätze zerstört, uns zu Flüchtlingen gemacht und verhindern, dass wir unser Leben neu aufbauen können. Wir brauchen die Arbeitserlaubnis. Im Moment ist es das Einzige, was uns helfen kann, damit wir und unsere Familien überleben. Wir meinen es ernst, dies zu erreichen, denn wir sind jetzt alle Francis Kwame.
Kommt und beteiligt Euch
Lampedusa in Hamburg Vorbereitungskomitee
for English: 01521053163  pour le francais: 015219268389 John Aliou Ismail Daniel Amoah Issah Moussa Namori
————————————————————————————————————- Wir brauchen dringend Spenden! Überweisungen bitte mit Stichwort „Hamburg“ an untenstehendes Konto: Förderverein Karawane e.V.(Stichwort: Hamburg) GLS Gemeinschaftsbank eG Kontonummer: 40 30 780 800; BLZ: 430 609 67 IBAN: DE28 4306 0967 4030 7808 00; BIC: GENO DE M1 GLS

 

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